Dringende Botschaft von Bischof em. Joseph Strickland!
Meine lieben Brüder und Schwestern,heute muss ich mit tiefer Trauer über den Zustand unserer geliebten Kirche sprechen. Papst Leo XIV. hat Kardinal Blase Cupich aus Chicago in den Regierungsrat der Vatikanstadt berufen. Dies ist kein unbedeutender Verwaltungsakt, sondern eine Erklärung der Richtung, in die es gehen soll.
Kardinal Cupich hat sich öffentlich gegen die traditionelle lateinische Messe ausgesprochen, Politiker, die sich für Abtreibung einsetzen, toleriert und sogar geehrt und diejenigen, die die Heiligkeit des Lebens und die Vollständigkeit der katholischen Lehre verteidigen, konsequent untergraben. Einen solchen Mann in eines der Leitungsgremien des Vatikans zu berufen, bedeutet, den gläubigen Katholiken auf der ganzen Welt eine Botschaft zu senden: dass die Treue zur Tradition und zum moralischen Gesetz nun als Hindernis und nicht mehr als Leitstern betrachtet wird.
Ich kann nicht schweigen. Die Kirche, die ich liebe, wird zerstört – nicht von ihren Feinden außerhalb, sondern von denen innerhalb ihrer Mauern, die das Evangelium Jesu Christi gegen die Anerkennung der Welt eintauschen. Die Gläubigen verdienen Klarheit, nicht Verwirrung.
Ich spreche nicht aus Rebellion, sondern aus Gehorsam gegenüber der Wahrheit Christi, der gesagt hat: „Eure Rede sei: Ja, ja; nein, nein“ (Matthäus 5,37). Meine Loyalität gegenüber dem Papstamt bleibt bestehen, aber Loyalität bedeutet nicht, angesichts von Irrtümern zu schweigen.
Allerdings reichen Worte der Trauer allein nicht aus. Es ist zu spät, und die Täuschung ist zu tiefgreifend. Wir sehen zu, wie der Glaube unserer Väter unter dem Vorwand der Erneuerung demontiert wird. Diejenigen, die einst die Braut Christi verteidigten, buhlen nun um den Beifall der Welt. Sie errichten Altäre der Toleranz, während Christus durch Schweigen und Verrat erneut gekreuzigt wird.
Sprechen wir Klartext: Wenn Männer an die Macht kommen, die das moralische Gesetz ablehnen, die die heilige Liturgie verspotten, die die Gläubigen verachten, die vor dem eucharistischen Herrn knien – dann ist das keine Erneuerung, sondern eine Revolte gegen Christus selbst. Und kein Katholik, ob Bischof oder Laie, kann tatenlos zusehen, wie das Licht der Wahrheit verdunkelt wird.
Ich flehe meine Mitbrüder im Bischofsamt an: Dies ist nicht die Zeit zum Flüstern. Die Schafe sind zerstreut. Die Wölfe tragen Mitren. Schweigen bedeutet, an der Sünde beteiligt zu sein. Der Ruf zur Einheit kann nicht Einheit im Irrtum bedeuten. Er muss Einheit im durchbohrten Herzen des Erlösers bedeuten.
Den Gläubigen sage ich: Verliert nicht den Mut. Verlasst die Kirche nicht, denn sie ist immer noch die Braut Christi, auch wenn sie blutet. Bleibt standhaft. Betet und leistet Wiedergutmachung. Verehrt den eucharistischen Herrn mit größerer Liebe als je zuvor. Lehrt eure Kinder den unverfälschten Glauben. Steht mit der Muttergottes unter dem Kreuz.
Christus verlangt von uns keine Diplomatie – er verlangt unsere Treue. Wir können nicht länger so tun, als seien diese Verrätereien bloße Missverständnisse. Die Welt mag dies als Trotz bezeichnen; der Himmel nennt es Wahrheit. „Denn man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“ (Apg 5,29).
Möge das Heilige Herz Jesu wieder in seiner Kirche regieren, und möge jeder Hirte treu sein, wenn der Oberhirte erscheint. Amen.
Bischof Joseph E. Strickland
Emeritierter Bischof
Quelle des englischen Originals: An Urgent Message from Bishop Strickland - …
Erstveröffentlichung des Originals: 15.10.2025
Übersetzt mit Unterstützung von "DeepL"