Werte

Guido Horst über die Kurienreform

die-tagespost.de

Damit alles bleibt, muss man alles ändern

„Wenn wir wollen, dass alles bleibt, wie es ist, dann ist nötig, dass sich alles verändert.“ So der Neffe Tancredi, der sich den Aufständischen um Garibaldi angeschlossen hatte, zu seinem Onkel, Fürst Salina, in Giuseppe Tomasi di Lampedusas einzigem Roman „Der Leopard“. Dieser berühmt gewordene Satz kommt einem in den Sinn, wenn man an die Kurienreform von Franziskus denkt. Neun Jahre lang wusste man, dass sie kommt, schon vor ihrer Veröffentlichung war bekannt, dass der Papst die Kongregationen (Zusammenkünfte der Kardinäle) abschaffen und durch einfache Dikasterien (Behörden) ersetzen und ein neu zu schaffendes Dikasterium für Evangelisierung an deren Spitze setzen wollte. Am 19. März dieses Jahres erschien dann die entsprechende Konstitution, mit der die Kurienreform öffentlich wurde – unter dem Titel „Praedicate Evangelium“, „Verkündet die Frohe Botschaft“. Die Kernkompetenzen der Römischen Kurie hatte man bis dahin eigentlich anders umschrieben.
Es geschah erstmal nichts

1527
Erich Foltyn

nachdem sie die Auflösung aller Sitten beschlossen haben ist alles Andere nur noch ein großer Schmäh