[RKT #21] Unde et memores

Sogleich nach der Wandlung des Weines in das Kostbare Blut steht die Aufforderung Jesu: "Sooft ihr dies tut, tut es zu meinem Gedächtnis." Eben dieses Gedächtnis wird nun aufgegriffen, denn aus dem Gedenken an das Große, das Gott für uns getan hat, wächst der Dank, und dieser drängt danach, sich auszudrücken im Opfer: "Indem wir nun das Gedächtnis vollziehen (memores), Herr, wir, Deine Diener, aber auch Dein heiliges Volk, des so seligen Leidens, der Auferstehung von den Toten und der glorreichen Himmelfahrt Deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, bringen wir (offerimus) Deiner erhabenen Majestät" das Gotteslamm dar, dessen geopferter Leib nun vor uns auf dem Altar liegt. Jesus selbst ist die hostia pura, sancta und immaculata, die reine, heilige und makellose Opfergabe. Er selbst ist das "heilige Brot des ewigen Lebens" (vgl. Joh 6, 51).
Die fünf Kreuzzeichen über die Opfergaben erinnern wieder an die heiligen fünf Wunden und an Jesu Leiden und Tod.
"Werden die eucharistischen …Mehr

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Aktueller Anlass für diesen Beitrag hier ist eine Diskussion unter: Ein weiterer Kardinal begräbt Traditionis Custodes

Guntherus de Thuringia

@Oenipontanus, "Da liegt er leider falsch, der gute Pater Ramm!" Das ist Ihre Antwort? In dem alten Mess-Schott meines verstorbenen katholischen Großvaters, den ich jetzt vor mir liegen habe (Herder Freiburg 1953, mit Imprimetur des Beuroner Erzabtes und Imprimatur des Generalvikars von Freiburg), steht über dem Gebet 'Unde et memores': "Des Erlösungsopfers und Erlösertriumphes Christi eingedenk, bringen wir Gott den verklärten Opferleib als heilige, wohlgefällige Gabe dar. Die folgenden Gebete spricht der Priester mit erhobenen ausgebreiteten Händen." (S. 406)

Mensch Meier

@GdT
Hab' auch noch so einen Schott!

@Mensch Meier, ja, das ist schön, und dieses Messbuch meines gottseligen Großvaters ist mir sehr wert. Aber was sagen Sie zu @Oenipontanus, dass die heilige Wandlung hier - entgegen den Angaben im Messbuch - noch nicht geschehen sei?