Ursula Sankt

Am vergangenen Freitag traf dies für Glaubenspräfekt Fernández zu. Am 16. Mai gewährte ihm Leo XIV. eine Privataudienz. Dabei handelte es sich nicht um einen bloßen Höflichkeitsbesuch beim neugewählten Oberhaupt, dem Glückwünsche überbracht wurden. Es war offensichtlich bereits ein Arbeitstreffen, darauf weist eine Aktentasche hin, möglicherweise eine Notebook-Tasche, die Fernández zur Audienz mitbrachte.

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„Die Aktentasche, die uns nervös macht“

Mit einer Mischung aus Ernst, Ironie und vielleicht auch einer Spur Sarkasmus kommentierte Kardinal Fernández, genannt „Tucho“, nimmt, so der verbreitete Tenor, unter den unsäglichen Gestalten des bergoglianischen Pontifikats den ersten Platz ein. Seine gesamte Karriere der vergangenen drei Jahrzehnte verdankt der 62jährige Argentinier mit wenig schmeichelhaften Betitelungen wie „Pornopräfekt“ seinem Mentor Jorge Mario Bergoglio. In der Ernennung Tuchos zum Glaubenspräfekten der heiligen Kirche und seine Kreierung zum Kardinal sehen Beobachter eine speziell bergoglianische Art, eine Verachtung des einstigen Wann wird Kardinal Fernández abgelöst? Fernández trat sein Amt an der Römischen Kurie am 11. September 2023 an. Das Mandat wurde gemäß geltender Praxis, wie in der Apostolischen Konstitution Leo XIV. wird in den Begegnungen zunächst auch seine direkten Mitarbeiter auf ihre Loyalität abklopfen. Dem neuen Papst stehen drei Möglichkeiten offen. Er kann einzelne Mandatsträger in ihrem …

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