Nachdem zahlreiche Voraussetzungen totalitärer Herrschaft nach H. Arendt auf die heutige Massengesellschaft zutreffen, weiß man, was von dem Gerede von wegen Demokratie zu halten ist.
Die Demokratie ist nur eine Schönwetterveranstaltung. Bei Krisen und tiefgreifenden Herausforderungen funktioniert sie nicht mehr. Deshalb gibt es ja auch den sogenannten Ausnahmezustand, den z.B. Sarkozy in Frankreich vor längerer Zeit ausgerufen hatte.
"Totalitarismus und die ihn vorbereitenden Massenbewegungen entstehen nicht zwangsläufig, aber es können Verhältnisse benannt werden, die ihre Entstehung möglich oder wahrscheinlich machen. Besonders beunruhigend muss auf heutige Leser die Ansicht Arendts wirken, dass die gesellschaftlichen Grundlagen, die die Entstehung des Totalitarismus befördern, in unserer Gegenwart ebenso gegeben sind wie seinerzeit nach dem Ersten Weltkrieg: die Auflösung der Klassengesellschaft und der Verlust von überlieferten Hierarchien, Strukturen und Traditionen."
"Die Kunst der totalitären Führung besteht darin, in der Realität geeignete Elemente für ihre Fiktionen zu finden. Daraus wird ein stimmiges Konzept hergestellt, das so logisch erscheint, dass jede Erfahrung problemlos eingefügt werden kann. Empfänger ist ein Publikum, dem Wahrheit nichts mehr bedeutet und das sich daran gewöhnt hat, dass alles wahr sein kann oder auch gar nichts."