Der ehemalige Erzbischof von La Plata, Monsignore Héctor Aguer, hat festgestellt, dass die Bischofskonferenzen politische Parlamente mit [ketzerischen] Mehrheits- und [katholischen] Minderheitsgruppen imitieren (Rorate-caeli.blogspot.com, 21. April).
Aguer bezeichnet das Schlagwort "Einheit" als "typisch für die bischöfliche Poesie". Es werde eingesetzt, um jene unter Druck zu setzen, die sich weigern, eine bestimmte [häretische] Position zu unterstützen.
Die Verantwortlichen der Bischofskonferenzen können sogar eine "stalinistische Psychologie" und "diktatorische Neigung" an den Tag legen. Diese beeinträchtige die Freiheit der Bischöfe in ihren Diözesen.
Die deutschen Bischöfe zeigen für Aguer, wie eine Bischofskonferenz von der Rechtgläubigkeit abweicht. Er versteht nicht, warum der Vatikan nicht eingreift, obwohl es ein "immanentes Schisma gibt, das nur bittere Früchte und Verderben hervorbringen kann."
Aber es ist nicht nur Deutschland: "Situationen, die früher einfach unvorstellbar gewesen wären, häufen sich jetzt überall auf der Welt." Aguer nennt die Bischöfe von Puerto Rico, die, wie er vermutet, nach Rom gereist sind, um den "hervorragenden" Bischof von Arecibo, Daniel Fernandez, zu verunglimpfen. Fernandez wurde schließlich abgesetzt. Aguer kennt ihn sehr gut und bezeichnet seine Diözese Arecibo als großartig und blühend.
Der unerbittlich herrschende Progressivismus dulde keine katholischen Bischöfe und Priester: "Das ist das Problem der 'Cancel-Kultur'. Sie werden gefeuert, einfach so."
Bild: Héctor Aguer © wikicommons, CC BY-SA, #newsAhgjqowyox