Paul Claudel: Der Seidene Schuh. Gespräch Dona Proezas mit ihrem Schutzengel.
Über Claudel schrieb Hans Scholl am 10. Februar 1942:
Über Paul Claudels Werk schrieb Hans Scholl (1942):
"Ich halte dieses Werk des französischen Dichters für das größte Ereignis der modernen europäischen Literatur (...) die Gedanken Claudels sind tiefer, umfassender als die Fausts."
Auszug:
DOÑA PROËZA: Der Mann in den Armen des Weibes denkt nicht an Gott.
DER SCHUTZENGEL: Vergisst er ihn, während er bei ihm ist? Ist fern von Gott, wer einbezogen ist in das Geheimnis seiner Schöpfung?
Wer abermals für einen kurzen Augenblick die Edenspforte betritt durch das Tor der Demütigung und des Todes?
DOÑA PROËZA: Ist Liebe außerhalb des Sakramentes nicht Sünde?
DER SCHUTZENGEL: Sogar die Sünde! Auch die Sünde muss dienen.
DOÑA PROËZA: So war es gut, dass er mich liebte?
DER SCHUTZENGEL: Gut war es, dass du ihn Sehnsucht lehrtest.
DOÑA PROËZA: Sehnsucht nach einem Wahn, nach einem Schatten, der ihm auf ewig entflieht? …Mehr
Lieben heißt verletzlich sein.
Aus C.S. Lewis' "Was man Liebe nennt" - Quelle: www.hoye.de, interessante Vorlesungsunterlagen eines Münsteraner Pieper-Forschers und Theologieprofessors