Neue Ferula von Leo XIV. vermeidet "Nägel der Passion" von Christus
Anders als ein Bischofsstab, der in einem gebogenen Haken endet, ist der päpstliche Hirtenstab oben gerade.
Die neue Ferula ähnelt dem berühmten Hirtenstab von Johannes Paul II. mit seinem markanten kreuzförmigen Design. Allerdings fehlt die Kreuzigungssymbolik.
"Christus wird nicht mehr mit den Nägeln der Passion dargestellt", so das Liturgische Amt, "sondern mit seinem verherrlichten Leib, der zum Vater aufsteigt."
Weiter heißt es: "Wie bei seinen Erscheinungen nach Ostern zeigt der auferstandene Herr seine Wunden als leuchtende Zeichen des Sieges - eines Sieges, der das menschliche Leiden nicht auslöscht, sondern es im Anbruch des göttlichen Lebens übertrifft."
Die Ferula pontificalis ist seit dem späten Mittelalter in Gebrauch und wurde traditionell einem neu gewählten Papst überreicht, wenn er seine Kathedra in der Lateranbasilika in Besitz nahm.
Paul VI. war der erste Papst, der eine Ferula mit dem Bild des gekreuzigten Christus wieder einführte. Er trug sie zum Abschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils im Jahr 1965.
Bild: Vatican Media, AI-Übersetzung