Gebetsgruppe für den Frieden und die Mission in der Welt sowie eigene Gebetsanliegen
Seiende und beginnende Kriegshandlungen an vielen Brennpunkten der Welt, v.a. in Syrien und im Irak, wo viele Christen ein Martyrium erleiden, erschüttern uns in den täglichen Nachrichten. Ohnmächtig wirken die Abwehrmaßnahmen der Politik. In unserer Ohnmacht können wir nur zum Allmächtigen beten!Ich lade dazu ein, sich in dieser Gruppe als BeterIn zu "outen" und als Gebetsgemeinschaft ( ...wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind...) zu posten, welches Gebet man für die jeweilige Not aufopfern möchte! (z.B.: Ich bete heute morgen (jetzt) ein Gesätz des Schmerzhaften Rosenkranzes für die Menschen im Irak, welche unter den Grausamkeiten der Dschihadisten leiden! Wer schließt sich mir an? Usw.) Auch eigene Gebetsanliegen sind genehm! (Z.B.: Mein Enkel wird heute operiert! Wer betet jetzt gleich ein Vaterunser mit mir?)
Allein den Betern
Allein den Betern kann es noch gelingen
Das Schwert ob unsern Häuptern aufzuhalten
Und diese Welt den richtenden Gewalten
Durch ein geheiligt Leben abzuringen.
Ω
Denn Täter werden nie den Himmel zwingen:
Was sie vereinen, wird sich wieder spalten,
Was sie erneuern, über Nacht veralten,
Und was sie stiften, Not und Unheil bringen.
Ω
Jetzt ist die Zeit, da sich das Heil verbirgt,
Und Menschenhochmut auf dem Markte feiert,
Indes im Dom die Beter sich verhüllen,
Ω
Bis Gott aus unsern Opfern Segen wirkt
Und in den Tiefen, die kein Aug’ entschleiert,
Die trockenen Brunnen sich mit Leben füllen.
Ω
Dieses Gedicht Reinhold Schneiders, das er 33-jährig schrieb, hat mich immer sehr berührt, ich glaube, weil ihm anzuspüren ist, wie tief empfunden jemand hier seine und zugleich d i e Wahrheit schreibt, jemand, der gegen den Faschismus und seinen Größenwahn angeschrieben hat und 1945 wohl auch ein Opfer des Nationalsozialismus geworden wäre – Reinhold Schneider sollte wegen Hochverrats der Prozess gemacht werden -, wenn nicht das Kriegsende ihn vor einem ähnlichen Schicksal wie Dietrich Bonhoeffer bewahrt hätte.
1936 ist dieses Sonett, das Tiefen des Seins der damaligen Situation anspricht und eine zentrale Wahrheit unseres Lebens, des menschlichen Lebens überhaupt ausspricht, entstanden, wahrlich prophetisch!
Allein den Betern. Reinhold Schneiders prophetische Worte ...