Das Unheilige ist in der Kirche. Was tun?
P. Michael Wildfeuer, zuerst Gymnasiallehrer für Mathematik und Physik, trat 1979 in die Priesterbruderschaft St. Pius X. ein und empfing 1984 aus den Händen von Erzbischof Marcel Lefebvre die hl. Priesterweihe. Danach war er vorwiegend an Bildungsstätten tätig, darunter elf Jahre als Schulleiter des Jungengymnasiums der FSSPX in Diestedde. Nach can 745 wurde er vor wenigen Jahren vom Generaloberen der Bruderschaft St. Pius X. für den päpstlich anerkannten Orden SJM freigestellt und unterrichtet an deren Priesterseminar in Blindenmarkt (NÖ) Apologetik, Latein, Griechisch und Hebräisch.
Leider muss man erst die teilweise sehr besch.....ränkten Kommentare lesen, um herauszufinden, wer denn dieser frische Geistliche ist
...P. Wildfeuer... passt zu ihm der Name. Welchem Orden gehört er denn an?
leodergrosse:
Grandios, auch auf diesem Gebiet hier haben Sie wieder Ihre Unkenntnis und Ihre Rumgestänkerei zur Schau gestellt.
In dem Video geht es überhaupt nicht um Aszetik. Der Begriff ist hier eingebracht worden, wohl weil er sehr fromm klingt. Wenn man zudem den Begriff in Wikipedia nachschlagen kann, dann ist dieses ganze Wortgeklingel erst recht überflüssig.
Danke, Rübezahl, für die Erklärung des Wortes. Ich suchte lange im Web nach einer Definition, fand aber keine.
Die Schrift lehrt uns, dass auch Heiden Gutes tun. Der Mensch soll also nicht nur Gutes tun, sondern er soll Gott suchen, ihn finden, ihn lieben lernen, ihn anbeten und als seinen Schöpfer verherrlichen und ihm dienen. Das ist eine große Aufgabe, die nicht nur das Herz beansprucht, sondern auch den Verstand.
Verstand und Herz zusammen sind wichtige Voraussetzungen für die Kultur. Die Kultur äußert sich insbesondere auch in ihrer Sprache.
Wenn ich also die Sprache - ein großes Geschenk Gottes - mit Begriffen wie "theologisches Fachsimpeln", "Stolz geschwellte Brust", "Lexikonbegriff", "schöne Worte", "Spielerei" abqualifiziere und versuche, die Anwendung der Sprache lächerlich zu machen, zeige ich doch ganz klar, das ich von Kultur nichts oder nicht viel halte. Außerdem lästere ich damit auch Gott, der mir dieses wunderbare Instrument geschenkt hat.
Und nun ist das Wort, also das Produkt der Sprache, nicht etwa ein "geschütztes Warenzeichen" der ach so verkalkten und vorgestrigen katholischen Erzkonservativen, insbesondere einer "Priesterelite", sondern, man staune, das Allerweltsargument der reformierten Gemeinschaften. Und was wären unsere Naturwissenschaften ohne die Sprache - NICHTS.
Was heißt bitteschön "aszetisch"? Ja, was mag das nur heißen? ...
"Die Heiligung muß bei sich selbst beginnen". Oh wie wahr gesprochen. Dafür bekommen Sie das goldene Kalenderblatt ...
"Früher war die Aszetik ein Lehrfach der Theologie in der Priesterausbildung." Hui, wer hätte das gedacht ...?
Selbstverständlich geht es "um ungleich mehr als nur um die Entsagung von weltlichen Genüssen". Ja, ja, so ist es, genau so ...
Und natürlich geht es - aber nur kurz gesagt - "um den Weg der Vollkommenheit, um das Heiligkeitsstreben" ... Oh, jetzt ist es doch nicht so kurz gesagt.
Ach, wie man doch fein theologisch fachsimpeln kann. Ich höre schon das laute Klatschen zu diesem Wortgeklingel. Ich frage mich nur, wem das weiterhelfen soll außer denen, die sich selbst mit Stolz geschwellter Brust die Lexikonbegriffe an die Ohren werfen. Und natürlich auch diejenigen, die sich als Lehrer für die Unbelehrten präsentieren. Mutter Theresa hat jedenfalls nicht mit "schönen Worten" geklingelt, sondern konkret angepackt, wo ihr das Elend entgegensprang. Und sie hat sich auch keine Gedanken gemacht, was sie doch bei dieser ach so bösen Welt mit ihrer Seele tun soll - ein bischen Heiligkeit da, ein bischen Vollkomenheit dort, ein bischen Wortgeklingel hier und eine Prise Entsagung von weltlichen Genüssen als Sahnehäubchen für die, die noch immer nicht die Nase voll haben .... Was soll diese Spielerei?
"aszetisch" häufiger auch "asketisch" genannt, heißt weltlichen, äußerlichen Genüssen entsagend.
"Früher" war Aszetik ein Lehrfach der Theologie in der Priesterausbildung.
Kurz gesagt geht es hier um den Weg der Vollkommenheit, um das Heiligkeitsstreben.
Natürlich hat P. Wildfeuer vollkommen richtig gesprochen.
Jede Heiligung muss bei sich selbst beginnen.
Keiner kann etwas anderes/ jemand anderen heiligen, wenn er nicht zuvor bei sich selbst angefangen hat.
Eine Grundwahrheit im aszetischen Leben.
Die Mutter Theresa hat nicht nur bei ihrer eigenen Seele angefangen, sondern in ihrer unmittelbaren Umgebung hat sie das Böse zu beseitigen versucht. Es wäre sonst auch zynisch, wenn ich mich auf Kosten meiner Umgebung und meiner Mitmenschen heiligmäßig aus dem Staub machen würde.