Teil des absurden Schuldkultes, der nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland installiert wurde, ist die Vorstellung: „Wir sind reich, weil Afrika arm ist“.
– Wie schon Bismarck bemängelte, kosteten die deutschen Protektorate in Afrika Geld. Und zwar viel Geld. Die Afrikaner wurden dafür von der Geißel des arabischen Sklavenhandels befreit, erhielten eine moderne Verwaltung, Krankenhäuser, Schulen und sogar Eisenbahnstrecken, die bis heute genutzt werden. Die Deutschen erhielten im Gegenzug fast gar nichts zurück.
– Würde Afrika heute einfach so vom Erdboden verschwinden, gäbe es in Deutschland allenfalls einen vorübergehenden Rohstoffmangel bzw. weiterverarbeitende Betriebe in China könnten nicht sofort liefern. Dies wäre jedoch aufgrund der deutschen Innovationskraft innerhalb weniger Monate überwunden und wir würden nicht verarmen, nur weil „wir“ Afrika angeblich nicht mehr „ausbeuten“ können.
Insofern: Deutschland war und ist (immer noch) reich, da die Deutschen fleißig, innovativ und gut gebildet sind, und nicht, weil „Afrika arm ist“. Wir brauchen Afrika nicht, um Wohlstand zu erwirtschaften, haben Afrika nie gebraucht und sind ganz sicher nicht wegen der „Kolonialzeit“ reich geworden.