Wird Baron Münchhausen bald zum Schutzpatron Europas? Der deutsche Freiherr hatte sich bereits im 18. Jahr- hundert mit erneuerbarer Energie befasst und nachgedacht, wie man diese speichern kann. Er sammelte den Wind, packte ihn in Säcke und brachte ihn dorthin, wo kein Wind war.
Er machte sich damit den Energieerhaltungssatz zunutze, wonach die Energie innerhalb eines Systems nicht verloren geht, sondern nur umgewandelt wird. Dank dieses Naturgesetzes konnte unsere Erde Millionen Jahre überleben. Aus Chaos wurde Ordnung, aus Finsternis Licht. Die Welt wird also nicht untergehen, wenn aus Ordnung wieder Chaos und aus Licht Finsternis wird.
Die Erde war immer energieneutral, bis der Mensch kam. Er entdeckte, wie man Feuer macht, und begann Holz, Öl und Gas zu verbrennen. Der Rauch löste sich in Luft auf. Es wurde wärmer und der Meeresspiegel stieg. Den Reichen steht heute das Wasser bis zum Hals.
Um ihre Strandvillen zu retten, müssen sie erst die Welt retten.
Zu den sichersten Wertanlagen gehören Stiftungen, besonders Brandstiftungen. Wir sind die letzte Generation, die den Untergang noch aufhalten kann. Die nächste Generation würde es uns nie verzeihen, wenn wir es nicht geschafft hätten.
Wissenschaft, Politik und Medien sind sich einig: Es geht nur mit Verboten. In Zeiten großer Gefahr kann Demokratie tödlich sein.
Wer die Klimahölle überlebt, wird den Rettern einmal danken, auch wenn er diese jetzt zum Teufel wünscht. Der Rettungsschwimmer fragt den Ertrinkenden auch nicht nach seiner Meinung. Er zieht ihn an Land oder gräbt ihm einfach das Wasser ab.
Der Text erschien im Satiremagazin Ehrenkaplan, Ausgabe September 2023