Die größte Blasphemie einer irischen, selbsternannten "Endzeit-Prophetin" und "Endzeit-Engel"
Die größte Blasphemie leistete sich mE bislang eine irische PR-Fachfrau und -Unternehmerin und Esoterikerin, die schon vor ihrem selbständigen Auftritt im Internet als Ghostwriterin für fragwürdige Falschpropheten wie Joe Coleman und Sexualstraftäter „Little Pebble“ (bürgerlich William Kamm, hat 16 Kinder von 8 Frauen und saß bis 2015 in einem australischen Gefängnis, verurteilt wegen sexueller Beziehungen zu zwei Minderjährigen) Falschprophetien geschrieben hat. Sie veröffentliche danach anonym unter dem Nicknamen "Maria von der Göttlichen Barmherzigkeit und dem Titel „TheWarning“ irrgeistige Botschaften. Sie vertritt neben einer Allerlösungstheorie die Lehre des Millenarismus, auch Chiliasmus genannt (z.B., 89., 124., 141. Botschaft). Die Irrlehren des Millenarismus behaupten auf verschiedene Weise, unser Herr werde wiederkommen, und dann gäbe es genau 1000 Jahre Frieden, bevor Christus zum Letzten Gericht wiederkomme. Es wird also ein zeitliches, 1000- jähriges Reich auf Erden vorausgesagt, dass als Paradies auf Erden, als Verwirklichung der messianischen Hoffnung auf Erden, angesehen wird. Dies wurde von der Katholischen Kirche als Häresie verurteilt. (KKK 676)Auch ein Alan Ames warnt davor in seinem Buch „Über Seher und das Ruhen im Geist“ und sieht es als Anzeichen für falsche Propheten an. Dieses „Paradies auf Erden“ wird auch beispielsweise in der 88., 109., 111., 256. Botschaft versprochen. Es wird ein „Neues Paradies auf Erden“ versprochen. Aber das eigentliche Paradies ist doch das „Sein in Gott“, ist die innigste Gemeinschaft mit der Heiligen Dreieinigkeit und kann somit nicht auf der Erde angesiedelt sein. Ein Schlaraffenland auf Erden widerspricht geradezu dem irdischen Dasein, das in dem Tragen des Kreuzes, also im Leiden für Gott, in der Nachfolge Christi besteht. Erst nach dem Jüngsten Gericht, am Ende aller Zeiten, wird jedes Leid ein Ende haben. (vgl. Offb)
Die Botschaften beziehen sich zwischendurch auf gängige Verschwörungstheorien (z.B. die New-World-Order-Theorien, in denen der Papst manchmal als Antichrist, als machtbesessener Weltführer, gesehen wird). Diese Verschwörungstheorien – selbst wenn ein Teil der Wahrheit entspricht – sind zum Großteil aus nicht ernst zu nehmenden Quellen.
Vor allem aber basieren sie nicht im christlich katholischen Glauben und verführen den Einzelnen zum Zweifel an Gott; zur Überschätzung der Macht des Satans und letztlich zur Verzweiflung.
Der Heilige Geist spricht einmal selbst, ein absolutes Novum. (47. Botschaft) Das kennt man eigentlich in der Bibel und anerkannten Botschaften nur von Gott Vater und Gott Sohn. Dass der Hl. Geist selbst wortwörtlich spricht, ist ansonsten nicht bekannt. Dies findet man dagegen bei Anne Mewis (ebenfalls eine erwiesenermaßen falsche Seherin), die behauptete, dass im Tabernakel nicht Jesus, sondern der Satan gegenwärtig wäre. (so könnten wir uns jegliche Anbetung Christi im Allerheiligsten sparen…)
Weiters ist zu beobachten, dass die Botschaften nichts Neues bringen, sondern einfach Altes nur wieder aufgewärmt wird. Die Aussagen anderer, gleich ob anerkannter oder falscher Seher werden kopiert und „recycelt“. (bspw. Alois Irlmair)
Die Botschaften von „TheWarning“ ähneln erschreckend den erwiesenermaßen falschen Botschaften von Nora Arthus, welche die Warnung schon für den 6. Jänner 2006 prophezeite.
Augenzeugen berichten, dass Botschaften von „TheWarning“ (die zum Beispiel ein Datum für das Weltende beinhalteten) wieder von der Webseite entfernt wurden bzw. es vereinzelt zu nachträglichen inhaltlichen Umänderungen an den bereits veröffentlichten Botschaften gekommen ist. Eine Beweis dafür kann schriftlich erbracht werden (6. Botschaft; inhaltliche Änderung bzgl. Des „Book of Kells“ – siehe dazu weiter unten). Diese Änderungen betreffen also nicht nur Rechtschreibung und Orthographie, die manches Mal (auch in der englischen Originalfassung) zu wünschen übrig ließ. Ein rein menschlicher Ursprung der Botschaften darf somit vermutet werden.
Der Seherin wird gesagt, dass es ganz natürlich und normal sei, dass die Botschaften sie verwirren (248. Botschaft). Einmal wird sogar gesagt, die Liebe selbst sei verwirrend (46. Botschaft). Verwirrung ist aber in der klassischen Unterscheidung der Geister (ob nun die Gedanken von Gott, dem Bösen oder aus uns selbst kommen) ein Kennzeichen für den bösen Geist. Dazu z.B. der Hl. Ignatius von Loyola: „… oder wenn es die Seele schwächt oder verwirrt, indem es ihr den Frieden, die Stille und Ruhe, die sie vorher hatte, wegnimmt, so ist dies ein klares Zeichen, dass es vom bösen Geiste herstammt, dem Feind unseres Fortschritts und ewigen Heils.“ (vgl. Geistliche Übungen, Ignatius von Loyola, Randziffer 333)
Auch Leser dieser Warnung haben berichtet, dass es ihnen beim Lesen der Botschaften ähnlich erging – Verwirrung als Kennzeichen für den bösen Geist. Außerdem stört die extreme Selbstsicherheit der angeblichen Seherin, die immer wieder die Demut missen lässt. Die Echtheit von Botschaften lässt sich gerade an der Demut der Seher messen, also daran, ob sie sich dem Urteil der Kirche unterwerfen und diesem Urteil Gehorsam leisten. Alle Heiligen dagegen waren immer sehr vorsichtig und sich ihrer Schwäche bewusst. Sie waren immer besorgt, dass auch der Satan ihnen Dinge eingeben könnte, und wussten, dass nicht alles von Gott stammen muss, was übernatürlich anmutet. Das ist vor allem der Grund, weshalb Heilige ihr Leben nicht an zweifelhaften Botschaften ausrichteten, sondern sich im Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes und der Kirche übten.
Davon kann aber in „TheWarning“ keine Rede sein. Es wird immer wieder mittelbar zum Ungehorsam gegenüber der Kirche und vor allem den Priestern aufgerufen, da laut TheWarning die Kirche diese Botschaften erst nach langer, langer Zeit anerkennen wird (Botschaft vom 9.07.2011).
Der extreme Hochmut, Mangel an Demut sowie die größte Blasphemie drücken sich auch darin aus, dass die Seherin sich wesensgleich als letzte Prophetin sowie Engel bezeichnet und selbst den Namen „Maria Divine Mercy“ (Maria der Göttlichen Barmherzigkeit) ausgewählt hat. Immer mehr tritt sie selbst in den Mittelpunkt, wird zum Dreh- und Angelpunkt der Erlösung, so dass sie sich zur „Miterlöserin“, je selbst zur "Mutter der Erlösung", der größtmöglichen Blasphemie aufschwingt.