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Santiago_

Das christliche Menschenbild.
Vortrag von Prof. Dr. Rémi Brague über das christliche Menschenbild zwischen Relativismus und Humantechnologie. Rémi Brague ist einer der bedeutendsten Philosophen unserer Zeit. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Grand Prix der Académie française, mit dem Josef Pieper Preis, dem Joseph Ratzinger Preis, durch das französische Zentrum für wissenschaftliche Forschung und die Akademie der Moralischen und Politischen Wissenschaften. Er ist Professor em. der Sorbonne und war langjähriger Inhaber des Guardini Lehrstuhls in München.
Zitate:
""Laßt uns den Menschen machen," sagt er, "nach unserem Bilde und Gleichnisse." Solange nämlich dem Bilde keines der Merkmale des Urbilds fehlt, ist es wahrhaftig ein Ebenbild; sofern es aber von der Ähnlichkeit mit dem Vorbilde abweicht, insofern ist es nicht Bild. Mithin da eines der Merkmale der göttlichen Natur die Unbegreiflichkeit des Wesens ist, so muß durchaus auch hierin das Abbild dem Urbilde gleichen. Denn wenn die Natur des Abbildes begriffen würde, das Urbild aber überbegrifflich wäre, so würde die Entgegengesetztheit der Merkmale die Verfehltheit des Bildes beweisen. Da jedoch der Erkenntnis sich entzieht die Natur unseres Geistes, welcher nach dem Bilde des Schöpfers ist, so hat er eine genaue Ähnlichkeit mit dem Allerhabenen, indem er durch seine eigene Unerkennbarkeit die unbegreifliche Natur (Gottes) charakterisiert." Gregor von Nyssa, De opificio hominis, Kap. XI; PG44, 156ab.
"Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, "wurde zu einem lebendigen Wesen" (Genesis, 2, 7), und der letzte Adam zum Geist, der lebendig macht. Aber der geistliche Leib ist nicht der erste, sondern der natürliche, danach der geistliche. Der erste Mensch ist von der Erde und irdisch; der zweite Mensch ist vom Himmel." 1 Korintherbrief, 15, 22. 45-49.
"Diktatur des Relativismus, die nichts als endgültig anerkennt und als letztes Maß nur das eigene Ich und seine Gelüste gelten läßt." Benedikt XVI. Messe Pro eligendo Romano pontifice, 18. April 2005.
"When we ask what Man can make of Man, we don't mean the same thing of 'Man' in both instances. We mean to ask what a few men can make of mankind. And that's the all-absorbing question of the twentieth century. What kind of world can we build - those who understand the science of behaviour?" B.F. Skinner, Walden Two (1948), Kap. 33, Englewood Cliffs, Prentice Hall, 1976, S. 279.
"Christlich ist die politische Demokratie, indem in ihr der Mensch, nicht nur ein Mensch, sondern jeder Mensch, als souveränes, als höchstes Wesen gilt, aber der Mensch in seiner unkultivierten, unsozialen Erscheinung, der Mensch in seiner zufälligen Existenz, der Mensch, wie er geht und steht, der Mensch, wie er durch die ganze Organisation unserer Gesellschaft verdorben, sich selbst verloren, veräußert, unter die Herrschaft unmenschlicher Verhältnisse und Elemente gegeben ist, mit einem Wort, der Mensch, der noch kein wirkliches Gattungswesen ist. Das Phantasiegebild, der Traum, das Postulat des Christentums, die Souveränität der Menschen, aber als eines fremden, von dem wirklichen Menschen unterschiedenen Wesens, ist in der Demokratie sinnliche Wirklichkeit, Gegenwart, weltliche Maxime." Karl Marx, Zur Judenfrage (1843), in: Die Frühschriften, Hg. S. Landshut, 7. Aufl., Stuttgart, Kröner, 2004, S. 254.
"There may not be room for both types in the same world and the old mechanism of extinction will come into play. The better organized beings will be obliged in self-defence to reduce the numbers of the others, until they are no longer seriously inconvenienced by them." John Desmond Bernal, The World, The Flesh and the Devil (1929), Bloomington: Indiana University Press, 1969, Kap. 6, S. 73.
"Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus." Galaterbrief, 3, 28).

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studer

Ein sehr weiser und liebenswürdiger Hirte!

Santiago_

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