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"Notwendigkeit, ein Mensch des inneren Lebens zu sein"
"Notwendigkeit, ein Mensch des inneren Lebens zu sein"
Du mußt unbedingt ein "Mensch Gottes" sein, ein Mensch des inneren Lebens, ein Mensch des Gebetes und des Opfers. - Dein Apostolat muß ein Überfließen deines Lebens "aus der Tiefe" sein. (Der Weg 961)
Inneres Leben. Heiligkeit in den gewöhnlichen Aufgaben, Heiligkeit in den kleinen Dingen, Heiligkeit in der beruflichen Arbeit, in den Sorgen eines jeden Tages... Heiligkeit, damit wir andere heiligen können. Ich kenne jemanden - und doch kenne ich ihn eigentlich bis heute noch nicht richtig -, der einmal träumte, er flöge mit einem Flugzeug in großer Höhe, aber er befand sich nicht in der Kabine, sondern draußen, auf einer der Tragflächen hockend. Wie schauderte es ihn, welche Angst stand der Ärmste aus! Es war, als wollte der Herr ihm klarmachen, daß es so den Menschen mit apostolischem Drang ergeht, die kein inneres Leben haben oder es vernachlässigen, dabei aber den Höhenflug ins Göttliche wagen: schwankend und verstört, voll Ungewißheit, gequält und ständig der Gefahr des Absturzes ausgesetzt.
Genau so, scheint mir, ist es tatsächlich: Die Gefahr, in die Irre zu geraten, ist groß für die, die sich der Tat an sich verschreiben - dem Aktivismus - und die dabei die Hilfen verschmähen, die ihre Frömmigkeit festigen müßten: den regelmäßigen Empfang der Sakramente, das betrachtende Gebet, die Gewissenserforschung, die geistliche Lesung, den vertrauten Umgang mit der Mutter Gottes und mit den heiligen Schutzengeln... All das verhilft außerdem dazu, ja ist geradezu unersetzlich, um den Alltag eines Christen liebenswert zu machen: aus dem inneren Reichtum fließen dann Milde und Frieden Gottes wie Honig aus der Wabe.
Ob in der Intimität des Persönlichen oder im Handeln nach außen, ob im Umgang mit den anderen oder in der eigenen Arbeit: jeder muß bestrebt sein, sich ständig in der Gegenwart Gottes zu erhalten und das Gespräch - den Dialog - mit Ihm zu pflegen; nach außen bleibt diese Zwiesprache unhörbar, weil sie sich nicht im gesprochenen Wort artikuliert, aber dennoch wird sie wahrnehmbar in der Art, wie wir unsere Aufgaben, mögen sie groß oder klein sein, erfüllen: ausdauernd, liebevoll, gewissenhaft. (Freunde Gottes 18-19)
TEXTE DER WOCHE
15.03.2013
"Der Geist der Abtötung"
Der Geist der Abtötung entsteht eher als eine Folge, denn als eine Äußerung der Liebe. Entziehst du dich diesen kleinen Opfern, dann - gib es nur zu! - hat deine Liebe zu dem, der die LIEBE ist, nachgelassen. (Die Spur des Sämanns 981)
14.03.2013
Die köstlichen Früchte eines opferbereiten Menschen
Dies sind die köstlichen Früchte eines Menschen, der sich abtötet: Verständnis und Duldsamkeit gegenüber den Schwächen anderer, Unduldsamkeit gegenüber den eigenen. (Der Weg 198)
13.03.2013
Buße heißt, zartfühlend zu sein mit den Leidgeprüften
Hier hast du das "Rezept" für deinen Weg als Christ: Gebet, Buße und nimmermüdes Arbeiten in liebevoller Pflichterfüllung. (Im Feuer der Schmiede 65)
12.03.2013
Gott ist dauernd bei uns
Man muß sich klar machen, daß Gott dauernd bei uns ist. - Wir leben, als ob der Herr fern wäre, dort, wo die Sterne leuchten, und wir bedenken nicht, daß Er auch immer an unserer Seite ist. Er ist da wie ein liebender Vater. Jeden einzelnen von uns liebt Er mehr, als alle Mütter der Welt ihre Kinder lieben können. Er ist da, helfend, leitend, segnend... und verzeihend. Wie oft hat sich die Stirn unserer Eltern geglättet, wenn wir ihnen nach einer Ungezogenheit sagten: Ich will es nie wieder tun! - Vielleicht haben wir am seIben Tag aufs neue gefehlt... - Unser Vater hat uns dann, mit vorgetäuschter Strenge in der Stimme und ernstem Gesicht, getadelt - aber gleichzeitig wurde ihm das Herz weich, denn er kannte unsere Unbeständigkeit und dachte wohl: armes Kind, wie es sich anstrengt, sich gut zu betragen! Wir müssen uns ganz davon durchtränken und erfüllen lassen, daß der Herr unser Vater ist, Vater durch und durch, der an unserer Seite ist und im Himmel. (Der Weg 267)
11.03.2013
Verhalten wir uns wirklich als Kinder Gottes?
Ein Kind Gottes hat keine Angst vor dem Leben und keine Angst vor dem Tod, denn sein geistliches Leben ruht auf dem Bewußtsein der Gotteskindschaft. Gott ist mein Vater, sagt es sich, Er ist der Urheber alles Guten, Er ist die Güte selbst. Aber... verhalten wir uns - du, ich - wirklich als Kinder Gottes? (Im Feuer der Schmiede 987)
10.03.2013
Dazu beitragen, daß es mehr Nächstenliebe in der Welt gibt
Du darfst nicht die Seelen deiner Brüder durch deine Nachlässigkeit oder dein schlechtes Beispiel ruinieren. Trotz all deiner bösen Neigungen trägst du Verantwortung für das christliche Leben deiner Nächsten, für die geistliche Wirksamkeit aller: für ihre Heiligkeit! (Im Feuer der Schmiede 955)

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