ZdK-Präsident wünscht klares Bekenntnis zu „Amoris laetitia“
Ausschnitte Sternbergs von radiovatikan:
Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, hat sich gegen den Brief einiger Kardinäle an Papst Franziskus zum Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen ausgesprochen. Im Gespräch mit Radio Vatikan erläutert Sternberg, weshalb es nicht in Ordnung sei, wie die vier Kardinäle vorgegangenen seien.
„Damit unterlaufen sie gerade den Perspektivenwechsel des Heiligen Vaters“, betont der ZdK-Präsident. Es handele sich um eine ähnliche „Verletzung der Kollegialität“ wie vor einigen Jahren in der Frage der Schwangerschaftskonfliktberatung. „Diese Art von unaufrichtiger Kirchenpolitik finde ich schlimm. Da werden Wunden nicht geheilt, sondern aufgerissen. Das schadet unserer Kirche, und das schadet unserer Glaubwürdigkeit.“ Nach dem Schreiben des Papstes müsse Schluss sein mit Anschwärzen von Priestern: „Das geht jetzt nach „Amoris laetitia“ nicht mehr – so hoffe ich es jedenfalls.“
Sternberg erinnerte daran, dass die deutschen Bischöfe schon vor den Synoden, im Sommer 2014, eine theologisch ebenso präzise wie plausible Stellungnahme beschlossen hätten, die durch die Beratungen der Synode und durch „Amoris laetitia“ eindrucksvoll bestätigt worden sei.
[...] Dies gelte gerade auch angesichts des gerade begonnen Reformationsgedenken. „Als katholische Frauen und Männer können und werden wir dieses besondere Gedenkjahr mitbegehen und mitfeiern“, unterstrich der ZdK-Präsident.
Diese Herausforderung sieht Sternberg gerade auch hinsichtlich zahlreicher Diskussionen über das ‚christliche Abendland‘ oder das ‚christlich-jüdische Erbe‘ in Deutschland und Europa. „Wir sollten fragen, was denn genau man darunter versteht. Es läge doch nahe, wenn wir als Christen unseren „Markenkern“ definieren und sagen, was das Christliche an diesem Abendland ausmacht.
Zum kulturellen Erbe, für das wir stehen, gehören Humanität, eine prinzipielle Offenheit für andere und Dialogfähigkeit gegenüber anderen. Christsein heißt immer auch Weltbürgerin und Weltbürger zu sein“, unterstrich Sternberg.
Quelle:de.radiovaticana.va/…/1273128
Mt 25,1-12
Dann wird es mit dem Himmelreich sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen.
2 Fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug.
3 Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl,
4 die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit.
5 Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein.
6 Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe: Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen!
7 Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht.
8 Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus.
9 Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder für uns noch für euch; geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht.
10 Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam; die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal und die Tür wurde zugeschlossen.
11 Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach uns auf!
12 Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht.