„Zölibatsdiskussion lenkt vom Wesentlichen ab“
Von Radio Vatikan
Das Priesterjahr ist an diesem Freitag feierlich beendet worden, die Diskussionen um den Zölibat gehen aber weiter. Als „nebensächliche Strukturfragen“ nimmt der Heiligenkreuzer Abt Gregor Henckel-Donnersmarck die Rede über den Pflichtzölibat, das Frauenpriestertum und Vorgangsweisen bei Bischofsbestellungen wahr. Diese Fragen würden „vollkommen am zentralen Thema des Glaubens und der Religion vorbeigehen“, so der Abt wörtlich. Er äußerte sich anlässlich der Präsentation seines neuen Buches „ora @Labora - Über Gott und die Welt und das Paradies auf Erden“ in dieser Woche in Wien.
„Kardinal König hat immer die Dreierfrage gestellt: Woher kommen wir, wohin gehen wir, was ist der Sinn unseres Lebens. Das sind entscheidende religiöse Fragen, die wir im Gebet, in Meditation, aus der heiligen Schrift und im Feiern der Sakramente irgendwie annäherungsweise finden. Wenn sich der Papst "morgen an das Fenster im Vatikan stellt und sagt 'Bischöfe werden gewählt, Frauen werden geweiht und Priester dürfen heiraten', dann ist für Ihren und meinen Glauben überhaupt nichts geschehen. Für das, was Religion wirklich ausmacht, ist das völlig belanglos“ Wir werden abgelenkt bis zur Dummheit!“
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