Mit der "kleinen Herde" kann man nichts schön reden, die ist schließlich nicht das Ziel, sondern der wird gesagt, sie solle sich nicht fürchten, weil es Gott gefallen hat, ihr das Reich zu geben. Das Reich Gottes ist nie nur jenseitig sondern auch diesseitig gegenwärtig, in den Sakramenten aber auch im Tun von Gottes Willen.
In meiner Pfarrei kommen noch die Kindergartenkinder mit den Eltern, die Kommunionkinderfamilien und dann bricht viel weg und wird mit der Firmvorbereitung äußerst unvollkommen wieder eingeholt. Es sind auch bei uns nicht viele Jugendliche, die in die Messe gehen, aber das sind junge Leute, die viel Gutes tun: Hausaufgabenbetreuung, Messdienerausbildung mit Behinderten, Ausbildung und Einsatz im Katastrophen-schutz, Sorgen für Alte und psychisch Kranke, ja auch Klima und Armut überall auf der Welt. Natürlich scheitern sie beim Weltretten immer wieder, mal an sich, mal an der Welt. Aber genau das sind die Situationen, in denen Glaube sich bewahrheitet, an denen er wächst und als nötig erkannt wird. Natürlich haben alle Recht, die sagen, die Kirche ist keine NGO und kein sozialer Verein. Aber das heißt, wir sind nicht weniger sondern mehr.