Tina 13

Verteilen wir gerne geweihte Wundertätige Medaillen und legen wir diese an alle möglichen Orte - Maria lässt nichts unbelohnt
"Bei einer heiligen Mission in Gelsenkirchen erzählt ein Pfarrer folgendes Erlebnis aus seiner seelsorglichen Praxis: In seiner Pfarrei lag ein Mann schwer krank darnieder, der jede priesterliche Hilfe verschmähte. Lange Jahre hatte derselbe nicht mehr die heiligen Sakramente empfangen und sich einer radikalen Partei angeschlossen. Trotz alledem besuchte ihn der Pfarrer und sprach mit ihm über ganz harmlose Dinge. Schließlich sagte er nach mehrfach wiederholten Besuchen: ‚Wer meint es nun eigentlich gut mit ihnen, Ihre Genossen, die, wie Sie selbst sagen, Sie noch kein einziges Mal besucht haben, oder Ihr Freund, der Pfarrer, der als Freund zu Ihnen gekommen ist?‘ ‚Da haben Sie eigentlich Recht, Hochwürden, unter diesem Titel will ich mich Ihnen anvertrauen.‘ Er empfing mit großer Andacht die heiligen Sterbesakramente. Nach dem Versehen sah zufällig der Pfarrer auf dem Nachttischchen die Uhr des Kranken liegen, und an der Kette derselben befestigt, eine kleine Muttergottesmedaille. ‚Ja wie kommen Sie denn zu dieser Medaille? Sie glauben doch gar nicht mehr?‘ ‚Ach, Hochwürden, das ist eine so eigene Sache. Die Medaille fand ich eines Tages auf der Straße im Schmutz liegen. Da tat sie mir leid. Ich hob sie auf, reinigte sie sorgfältig, und seitdem trage ich sie an meiner Uhrkette als Behang.‘ Nun hatte der Pfarrer den letzten und tiefsten Grund dieser schnellen Bekehrung erkannt: Die Muttergottes hatte dem Kranken diesen kleinen Liebesdienst gelohnt. Spes nostra, salve! Unsere Hoffnung, sei gegrüßt!“

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