„Im Namen der Heiligen Dreifaltigkeit, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Ich, mit Namen Ludwig XVI., König von Frankreich, (…) übergebe meine Seele GOTT, meinem Schöpfer; ich bitte Ihn, sie in seiner Barmherzigkeit aufzunehmen, sie nicht nach ihren Verdiensten zu beurteilen, sondern nach denen unseres Herrn Jesus Christus (…). Ich sterbe in der Einheit mit unserer heiligen Mutter, der katholischen, apostolischen und römischen Kirche (…). Ich bemitleide von ganzem Herzen unsere Brüder, die im Irrtum sein mögen; aber ich maße mir nicht an, sie zu verurteilen, und ich liebe sie alle gleichermaßen in Jesus Christus, gemäß dem, was uns die Nächstenliebe lehrt. [...] Ich empfehle meinem Sohn, wenn er jemals das Unglück haben sollte, König zu werden, daran zu denken, daß er sich ganz dem Glück seiner Mitbürger widmen muß; daß er allen Haß und Groll vergessen muß, vor allem den, der mit dem Unglück und den Sorgen zu tun hat, die mir zuteil werden; daß er das Glück der Völker nicht anders erreichen kann, als sie nach den Gesetzen zu regieren (…).