Beginn der Pfingstnovene am 6. Mai 2016
Komm, heiliger Geist, erfülle die Herzen deiner Gläubigen und entzünde in ihnen das Feuer Deiner Liebe!
Firmgespräche...Wie wirkt der Heilige Geist?
Tabea : Man kann den Heiligen Geist so erleben: Man kann ihn nicht sehen, aber wenn man an ihn glaubt, kann man seine Gaben spüren.
Wie erlebe ich ihn?
Tabea : Ich erlebe ihn besonders an Pfingsten, denn Pfingsten ist das Fest der Ausschüttung des Heiligen Geistes, deshalb wird der Heilige Geist auch als Taube dargestellt. Ich freue mich schon sehr auf die Firmung, denn da kommen wir den Gaben des Heiligen Geistes nochmals ein Stück näher.
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Wie wirkt der Heilige Geist?
Tabeas Oma: Der Hl. Geist ist in seinem Wirken durch die Amtskirche eingeschränkt und behindert. Es braucht ihn eigentlich nicht mehr, an seine Stelle sind unzählige pastorale Mitarbeitende getreten, die glauben, des Hl. Geistes Arbeit erledigen zu können. Funktioniert aber nicht!
Wie erlebe ich ihn?
Tabeas Oma: Es gibt leider nur mehr sehr wenig, wodurch ich ihn erleben könnte. In der Gemeinschaft der Pastoralkirche wird er nur zu Pfingsten namhaft gemacht.
Man muss selber das „Erlebnis“ suchen! Am authentischsten erlebe ich ihn bei gemeinsamen Gebeten per religiöser Medien…dazu zähle ich auch die Freikirchen!
Seit V2 ist der Hl. Geist in der kath.Kirche leider in der Versenkung verschwunden!
kathtube.com/player.php?id=50797
Komm , heiliger Geist,wir brauchen dich nötiger denn je, denn die sieben geistlichen Werke deiner Barmherzigkeit fallen heute unter illegale Gastronomie, Nötigung, Amtsanmaßung, unbefugte Ausübung, illegale Unterkunftgebung, Missachtung sanitärpolizeilicher Anweisungen, Leichenschändung!
Die sieben geistlichen Werke der Barmherzigkeit des Heiligen Geistes:
- Hungernde speisen
- Durstleidenden zu trinken geben
- Nackte bekleiden
- Obdachlose aufnehmen
- Gefangene befreien
- Kranke besuchen
- Tote bestatten
Komm, Heiliger Geist, erfülle die Herzen der Menschen und entzünde in ihnen das Feuer Deiner Liebe. Sende aus Deinen Geist und alles wird neu geschaffen. Und Du wirst das Angesicht der Erde erneuern.
18 weitere Kommentare von elisabethvonthüringen
Wenn es Gott denn gibt
Eigentlich bestimmt der Heilige Geist die Form der Kirche und nicht ein pastoraler Stuhlkreis - Der Montagskick von Peter Winnemöller [mehr]
Wenn der Hl. Geist landet... dann folgt die Erleuchtung!
twitter.com/…/104302487654450…
Die Suche nach der Wahrheit!
Seit Menschen auf dieser Erde leben, machen sie einander den Anspruch, im Besitz der Wahrheit zu sein, streitig. Dieser Anspruch auf die Wahrheit hängt stets eng mit dem Anspruch auf Macht zusammen. Jeder Mensch, der nach Macht strebt, versucht – ob bewusst oder unbewusst – die Wahrheit in seinem Sinne zurechtzubiegen oder sie, wenn es nicht mehr anders geht, schlichtweg zu ignorieren, um andere zu manipulieren.
Wie nun können wir uns als Christen im Kampf um die Wahrheit positionieren?
Schauen wir uns zwei aktuelle Beispiele an, die zeigen, wie schwierig die Suche nach der Wahrheit sein kann und wie schnell ein subjektives Empfinden hineinspielt.
Geht es um strafrechtlich relevante Vorwürfe, so sieht man sich oft vor dem Problem, dass Aussage gegen Aussage steht. In Erinnerung geblieben ist mir aus den letzten Jahrzehnten die Debatte um Kardinal Groer. Ihm wurden von ehemaligen Schülern sexuelle Belästigung und Missbrauch vorgeworfen – Vorwürfe, zu denen er selbst beharrlich geschwiegen hat, weil er, wie er betonte, der Kirche keinen Schaden zufügen wolle, denn es gehe um etwas ganz anderes.
Es ist gewiss nicht an uns, ein Urteil zu sprechen. Und doch zeigt uns Jesus im Evangelium immer wieder eindringlich, wo unser Platz sein muss – auf der Seite der „Kleinen“ (Mt. 18.6), der Schwachen, der Gedemütigten und derer, die weder durch Amt noch Macht oder Privilegien geschützt sind.
Mit der Frage, was denn nun die Wahrheit ist, sind wir auch konfrontiert, wenn es um Sprache und Texte geht. Papst Franziskus hat zuletzt die Übersetzung der Vaterunser-Bitte „Führe uns nicht in Versuchung“ zur Diskussion gestellt. Dieser Vorschlag fordert geradezu zur Suche nach der Wahrheit heraus. Die Verteidiger der tradierten Fassung argumentieren so:
- Gott habe schon Abraham in Versuchung geführt, mit dem Auftrag seinen Sohn aufzuopfern.
Dieses Argument ist für mich nicht überzeugend. Allein der Begriff Versuchung scheint schon nicht angebracht, da Gott die Tötung seines Sohnes verhindert und selbst ein Tier zur Opferung, ein Lamm, zur Verfügung gestellt hat. Man kann somit nicht von einer
Versuchung, sondern eher von einer Prüfung der Treue und des Glaubens von Abraham sprechen.
- Dies sei die korrekte Übersetzung aus dem Griechischen.
Philologen stellen fest, dass die gewählte Übersetzung eine von drei möglichen Varianten ist. Für gläubige Menschen wie mich, die nicht analysieren, sondern beten wollen, wie der Herr es gelehrt hat, ist es notwendig, nach der möglichst wahrscheinlichen korrekten Übersetzung zu suchen. Das ist für mich in diesem konkreten Fall mit Blick auf die prägnante Aussage im Jakobusbrief (Gott führt nicht in Versuchung, Jak. 1.13) die Bitte um Führung bzw. Begleitung durch Gott in der Versuchung.
In einem Gespräch mit einem Professor der Theologie sagte dieser vor wenigen Tagen zu mir; er verstehe die Konservativen der Kirche nicht, die bei dieser Bitte die Tradition nicht beibehalten wollen. Darauf konnte ich nur antworten: „Ich hingegen verstehe die modernen Theologen nicht, die mit dem Konzil einen Großteil der liturgischen Traditionen einfach zertrümmert haben und jetzt auf Tradition pochen wollen. Außerdem gibt für mich ein Vater, der mich in Versuchung führt, nicht das Bild eines guten Vaters ab.“
Wir sehen, wie sehr bei der Suche nach der Wahrheit schon bei derart wenigen Worten die verschiedenen persönlichen Bedürfnisse oder Gewohnheiten die fachliche Debatte prägen. Natürlich ist es nicht immer leicht, die Wahrheit zu finden, manchmal ist das sogar unmöglich. Aber Jesus sagt, Er ist die Wahrheit und das Leben. Müsste es da nicht für die Nachfolger Christi Pflicht sein, im Glauben ständig nach der Wahrheit zu suchen? Ist es nicht fatal und für den christlichen Glauben vernichtend, aus Kalkül die Suche nach der Wahrheit aufzugeben oder gar mit dem Argument „Toleranz“ zu unterdrücken?
Dass die Wahrheit offenbar werden wird, ist uns als Verheißung zugesagt: „So wird auch alles, was jetzt noch verborgen ist, ans Licht kommen; was jetzt noch geheim ist, soll bekannt gemacht werden.“ (Mk. 4.22) Diesen Anspruch können wir im menschlichen Miteinander nicht immer durchsetzen, aber er kann Richtschnur für unser Handeln und prägend für unsere Beziehung zu Gott sein.
Jedem Leser dieser Zeilen wünsche ich die Gnade und den Mut, die Frage nach der Wahrheit im Glauben mit dem Blick auf unseren Erlöser Jesus Christus immer wieder zu stellen. Dieser Weg ist unbequem und niemand kann mit absoluter Sicherheit die Wahrheit versprechen oder für sich reklamieren. Aber Jesus selbst hat gesagt, Sein Wort sei ein scharfes Schwert und ER hat uns einen Beistand gesendet, den Heiligen Geist. Von uns ist daher Entschiedenheit gefordert und wir dürfen uns nicht in vermeintlichen Gewissheiten einfach häuslich einrichten.
Der Heilige Geist wohne und lebe in Dir, ER wirke mächtig in Dir und durch Dich!
Dein Bruder im Herrn
Josef Johann
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Vatikanstadt (kath.net/KAP) Die katholische Kirche hat ein Fest, das Maria als "Mutter der Kirche" würdigt, zu einem allgemeinen Gedenktag für die ge...[mehr]
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Wenn Pfingsten, wie in diesem Jahr, in den Juni fällt, feiern Katholiken in einem einzigen Monat sechs Hochfeste! Grund genug, sich diese frühsommerliche Festserie genauer anzuschauen. kath.net-Kolumne von Claudia Sperlich
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'Wie bitte?' - Zungenrede und Sprachengebet
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Pope Francis has invited thousands of Catholic charismatics and members of Pentecostal and Evangelical churches to Rome to celebrate Pentecost and mark the 50th anniversary of what became the www.catholicherald.co.uk/…/pope-plans-pent…
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Junge Christen sollten das Sakrament der Firmung bereits im Alter von etwa sechs Jahren empfangen - und damit vor der Erstkommunion, fordert der Augsburger Religionspädagoge Georg Langenhorst
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9. TAG DER NOVENE / SAMSTAG, 14. MAI 2016 „Gott die Treue halten“
Eröffnung I
V: O Gott, komm mir zu Hilfe. A: Herr, eile mir zu helfen. V: Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. A: Wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.
Hymnus: GL 344 1. u.10. Str.
„Lass es in der Zeit bestehn, deines Heils Vollendung sehn und der Freuden Ewigkeit.“
IMPULS (Jugendbischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann aus dem Bistum Speyer)
Irgendjemand hat einmal gesagt, ein jeder Mensch habe nur ein einziges wirkliches Meisterstück anzufertigen und letztlich abzugeben, nämlich das eigene Leben. Das müsse er selbst tun, hier gebe es keine Vertretung. Ob dieses Meisterstück dann perfekt sei, ob es allen Schönheits- und Tauglichkeitskriterien entspreche, oder ob es schwere Macken, Ecken und Kanten habe, das alles sei am Ende nicht entscheidend. Hier zähle auch keine Note. Einzig entscheidend sei, dass man die Meisterprüfung seines Lebens – irgendwie – bestehe. „Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür zu gelangen“, ruft auch Jesus uns zu. Wir wissen nicht, welche Herausforderungen auf unserem Lebensweg noch auf uns warten. Wir wissen nicht, ob wir allem gewachsen sein werden. Und so beten wir eindringlich zum Heiligen Geist, der in uns atmet, die Fäden des Lebens webt und uns den Weg in die Vollendung weist: „Hilf uns, hilf deinem Volk auf seinem Weg durch die Zeit, das Leben zu meistern und so zu bestehen, dass wir letztlich ‚des Heils Vollendung‘ sehen dürfen. Lass uns an unserer Berufung festhalten und unserem Schöpfer, in dieser Treue das Meisterstück unseres Lebens zurückgeben. Rüste uns aus mit deinen Gaben, ohne die wir nicht bestehen können! Amen.“
Blume in Vase
Lesung aus dem Römerbrief
Schwestern und Brüder, ich bin überzeugt, dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll. Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes. Auch die Schöpfung soll von der Sklaverei und Verlorenheit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes.
Stille
Responsorium: Dein Wort o Herr ist Licht über meinem Pfad
FÜRBITTEN
Lasst uns beten zu Jesus Christus, der uns zur Freiheit der Kinder Gottes befreit:
Lass uns unsere eigene Berufung erkennen. Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu. (GL 645.3)
Stärke den Glauben aller, die um deines Namens willen verfolgt werden. Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu.
Führe unsere Verstorbenen zur ewigen Freude in der Gemeinschaft mit dir. Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu.
Halten wir Stille für persönliche Bitten
Rosenkranz: Vater unser: gesungen, Einfügung: der uns Treue im Glauben stärkt
GEBET
Gott, unser Vater, du willst, dass alle Menschen gerettet werden. Sende deinen Heiligen Geist auf uns herab, damit wir die Herausforderungen unseres Lebens meistern und mit der ganzen Schöpfung die Fülle des Heils erlangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.
Lied: Fest soll mein Taufbund immer stehn GL 924
Abschluss III
V: Der gütige Gott hat die Jünger durch die Eingießung des Heiligen Geistes erleuchtet; er segne uns und schenke uns den Reichtum seiner Gaben. A: A men.
V: Jenes Feuer, das in vielen Zungen auf die Jünger herabkam, reinige unsere Herzen und entzünde in uns die göttliche Liebe. A: A men.
V: Der Heilige Geist, der die vielen Sprachen im Bekenntnis des einen Glaubens geeint hat, festige uns in der Wahrheit und führe uns vom Glauben zum Schauen. A: A men.
V: Das gewähre uns der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. A: Amen.
8. TAG DER NOVENE / FREITAG, 13. MAI 2016 “ Würde des Volkes Gottes“
Eröffnung II
V: I m Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. A: Amen. V: Komm, Heiliger Geist, erfülle die Herzen deiner Gläubigen, A: und entzünde in ihnen das Feuer deiner Liebe.
V: Lasset uns beten. – Gott, du hast die Herzen deiner Gläubigen durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes gelehrt. Gib, dass wir in diesem Geist erkennen, was recht ist, und allezeit seinen
Hymnus: GL 344 1. U. 9. Str.
„Gib dem Volk, das dir vertraut, das auf deine Hilfe baut, deine Gaben zum Geleit.
IMPULS (Jugendbischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann aus dem Bistum Speyer)
Was für eine Würde dürfen wir ausstrahlen! Bei der Taufe wurden wir mit dem Heiligen Geist gesalbt und in die Kirche aufgenommen. Damit gehören wir zum Volk Gottes, das er sich selbst auserwählt hat aus allen Völkern der Erde, um einen Leuchtturm in dieser Welt zu errichten. Die Pfingstsequenz, die wir in dieser Novene betrachten, beginnt mit dem dramatischen Ruf nach dem Geist, dass er die Wand der Finsternis durchbreche und Licht in die Nächte der Menschen hinein strahle. Und nun dürfen wir selbst, die wir mit dem Heiligen Geist gesalbt sind und die wir als Volk Gottes „aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen“ sind, dieses Licht der Welt, dieses Salz der Erde, diese Stadt auf dem Berg sein und die großen Taten Gottes verkünden. Was für eine Berufung! Doch wie weit bleiben wir oft dahinter zurück! Schon im Neuen Testament findet sich mehrfach die Mahnung, ein Leben zu führen, das Gottes und unserer Berufung würdig ist. Auch Papst Leo greift dies im 5. Jahrhundert in einer seiner großen Predigten auf und ruft den Gläubigen zu: „Christ, erkenne deine Würde! Du bist der göttlichen Natur teilhaftig geworden, kehre nicht zu deiner alten Erbärmlichkeit zurück und lebe nicht unter deiner Würde! Denk an das Haupt und den Leib, dem du als Glied angehörst! Bedenke, dass du der Macht der Finsternis entrissen und in das Licht des Reiches Gottes aufgenommen bist. Durch das Sakrament der Taufe wurdest du ein Tempel des Heiligen Geistes. Verjage nicht durch ein sündhaftes Leben den hohen Gast, der in dir Wohnung genommen hat.“
Damit wir nicht unter unserer Würde leben, brauchen wir die Gaben des Geistes Gottes. Die Tradition nennt sieben: die Gabe der Weisheit und der Einsicht, des Rates und der Stärke, der Erkenntnis, der Frömmigkeit und der Gottesfurcht. Ohne sie können wir auf dem Weg nicht bestehen. Wo diese Gaben zur Entfaltung kommen, da leuchtet mitten in unserer Welt immer wieder etwas vom göttlichen Licht und der Würde der Kinder Gottes auf.
Lesung aus dem 1. Petrusbrief
Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm, ein Volk, das Gottes besonderes Eigentum wurde, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat. Einst wart ihr nicht sein Volk, jetzt aber seid ihr Gottes Volk; einst gab es für euch kein Erbarmen, jetzt aber habt ihr Erbarmen gefunden.
Stille
Responsorium: Dein Wort o Herr ist Licht über meinem Pfad
BITTEN
Gepriesen sei Jesus Christus, der uns in sein Volk berufen hat. Zu ihm lasst uns beten:
Sende uns die Gaben des Heiligen Geistes, damit wir Salz der Erde und Licht der Welt sein können. Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu. (GL 645.3)
Lass uns darauf vertrauen, dass dein Geist unserer Schwachheit aufhilft. Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu.
Geleite uns unter der Führung des Heiligen Geistes durch diesen Tag. Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu.
Halten wir Stille für persönliche Bitten
Rosenkranz: Vater unser: gesungen, Einfügung:- der uns Würde verleiht
GEBET
Allmächtiger Gott, durch Christus hast du deine unendliche Güte offenbart. Du hast uns berufen, lebendige Glieder deines Leibes zu sein. Gewähre uns die Gaben des Heiligen Geistes, damit wir leben, wie es unserer Berufung entspricht, und unser Leib wahrhaft zum Tempel des Heiligen Geistes wird. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.
Lied: Ich bin getauft und Gott geweiht GL 491
Abschluss II
V: Es erfülle uns der Vater mit seiner Liebe. Es erfülle uns der Sohn mit seinem Leben. Es erfülle uns der Heilige Geist mit seiner Kraft. Es segne uns und alle Menschen der gütige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. A: Amen.
7. TAG DER NOVENE / DONNERSTAG, 12. MAI 2016 “ Barmherzig handeln“
Eröffnung I
V: O Gott, komm mir zu Hilfe. A: Herr, eile mir zu helfen. V: Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. A: Wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.
Hymnus: GL 344 1. u 8. Str. „Wärme du, was kalt und hart, löse, was in sich erstarrt, lenke,
was den Weg verfehlt.
IMPULS (Jugendbischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann aus dem Bistum Speyer)
Was für Gegensätze sind hier in der achten Strophe der Pfingstsequenz aufgezeichnet: Auf der einen Seite ist die Beweglichkeit des Lebendigen zu spüren, auf der anderen Seite tritt einem die Starre des Todes entgegen. Es gibt Menschen, deren Leben schon sehr früh von diesen Gegensätzen einseitig gezeichnet ist: junge Menschen, die kaum die Wärme echter Liebe erfahren, weil sie in eine kalte und harte Welt hineingeboren werden, in der jeder brutal um sein Überleben kämpft. Menschen, in denen schon früh alle Menschlichkeit erstarrt, weil sie geschlagen, missbraucht, zu verbrecherischen Handlungen gezwungen werden. Menschen, die auf der schiefen Bahn sind, bevor sie selbst haben darüber nachdenken, geschweige denn, sich irgendwie für ihr Leben haben selbst entscheiden können. Schnell ist das Urteil der Welt über sie gefällt: Sie haben den Weg verfehlt. – Doch welche Chance hätten sie gehabt? Es braucht mehr als das Urteil der Welt. Es braucht Menschen, die in solche Erstarrung der Menschlichkeit wieder ein wenig von der Wärme, von der Zuneigung und der Orientierungs-kraft der Liebe hineintragen. Wo das gelingt, da wird das Wirken des Heiligen Geistes unmittelbar sichtbar und die göttliche Barmherzigkeit erfahrbar. Was ist Barmherzigkeit? Keine von oben herab geschehende milde Herablassung. Barmherzigkeit beginnt dort, wo wir die steinigen, hindernisreichen und mühsamen Wege der Menschen so mitgehen, dass selbst mitten in tödlichen Wüsten die Kraft der Liebe aufleuchtet, die sagt: Ich lasse dich niemals allein, wohin du dich auch verirren magst. Ich glaube an dich, auch wenn du alle Hoffnung und vielleicht sogar alle Achtung vor dir selbst verloren hast. Ich liebe dein Leben, auch wenn du voller Verzweiflung bist. Barmherzig handeln wir also, wenn wir unseren Mitmenschen zur Seite stehen, weil wir in jedem einzelnen unseren Heiland und Erlöser, unseren Herrn und Gott wiedererkennen, der für uns die Sünde getragen hat und in den Augen der Welt zum Verbrecher, zum Letzten und Geringsten, zum Ohnmächtigen am Kreuz geworden ist.
Blume in die Vase
Lesung aus dem Mathäusevangelium
Der Menschensohn wird sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen. Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.
Stille
Responsorium: Dein Wort o Herr ist Licht über meinem Pfad
FÜRBITTEN
Jesus fordert uns auf, barmherzig wie der himmlische Vater zu sein. Darum lasst uns beten: Stärke alle, die sich für junge Menschen einsetzen. Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu. (GL 645.3)
Lass die Jugendlichen erfahren, dass es immer eine Chance auf Veränderung gibt. Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu.
Bewege die Menschen zur Umkehr, die andere ausbeuten, verletzen und verzweifeln lassen. Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu.
Halten wir Stille für persönliche Bitten
Rosenkranz: Vater unser: gesungen, Einfügung: - der uns Barmherzigkeit lehrte
GEBET
Allmächtiger Gott, du bist der barmherzige Vater, der alles wärmt und löst, was erstarrt und verhärtet ist. Gewähre uns die Gnade des Heiligen Geistes, damit wir das Feuer und die lebensspendende Kraft des Evangeliums erfahren und an unsere Mitmenschen weitergeben und sie damit entzünden können. Darum bitten wir, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.
Lied: Den Herren will ich loben GL 395
Abschluss I
V: Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben.
A: Amen.
6. TAG DER NOVENE / MITTWOCH, 11. MAI 2016 „Quelle in der Wüste“
Eröffnung II
V: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. A: Amen. V: Komm Heiliger Geist, erfülle die Herzen deiner Gläubigen, A: und entzünde in ihnen das Feuer deiner Liebe.
V: Lasset uns beten. – Gott, du hast die Herzen deiner Gläubigen durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes gelehrt. Gib, dass wir in diesem Geist erkennen, was recht ist, und allezeit seinen Trost und seine Hilfe erfahren. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. A: Amen.
Hymnus: GL 344 1. U. 7.Str.
„Was befleckt ist, wasche rein, Dürrem gieße Leben ein, heile du, wo Krankheit quält.“
IMPULS (Jugendbischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann aus dem Bistum Speyer)
Im Wasser der Taufe hat mich Gott von allen Sünden rein gewaschen und mir das neue Leben in seiner Liebe geschenkt. Und er hat mich mit seinem Geist gesalbt, damit die Beziehung zu ihm in mir lebendig bleibt und nicht verkümmert. Im Leben aber gibt es immer wieder trockene Zeiten. Auch das Volk Israel musste immer wieder durch Wüsten- und Durststrecken hindurch. Im Nachhinein aber zeigte sich, dass Gott sich in diesen Zeiten nicht von seinem Volk entfernt hat, sondern ihm sogar besonders nahe war. Auf ergreifende Weise hat das der Prophet Hosea ausgedrückt, indem er folgende Worte Gottes wiedergibt: „Als Israel jung war, gewann ich ihn lieb. Ich rief meinen Sohn aus Ägypten. Je mehr ich sie rief, desto mehr liefen sie von mir weg… Ich war es, der Efraim gehen lehrte, ich nahm ihn auf meine Arme. Sie aber haben nicht erkannt, dass ich sie heilen wollte… Ich war da für sie wie die Eltern, die den Säugling an ihre Wangen heben… Wie könnte ich dich preisgeben, Efraim, wie dich aufgeben, Israel… Mein Herz wendet sich gegen mich, mein Mitleid lodert auf.“
In Christus hat Gott uns endgültig seinen Geist geschenkt, der mit uns durch alle Wüsten des Lebens geht und uns gerade dann die ganze Glut seiner zärtlichen Liebe zeigen will, wenn wir uns von Gott entfernt haben oder wir von ihm nichts mehr zu spüren meinen. Gottes Geist hat die Kraft, alle Hindernisse der Schuld und des Versagens aus dem Weg zu räumen und uns die Würde zurück zu schenken, wo wir uns schmutzig und befleckt vorkommen. Gottes Geist kann Leben neu erwecken, wo alles tot und verdorrt zu sein scheint. Gottes Geist hat wirklich heilende Kraft. Er ist wahrhaft eine unerschöpfliche Quelle des Lebens.
Lesung aus dem Johannesevangelium
Die samaritische Frau sagte zu Jesus: Herr, du hast kein Schöpfgefäß, und der Brunnen ist tief; woher hast du also das lebendige Wasser? Bist du etwa größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben und selbst daraus getrunken hat, wie seine Söhne und seine Herden? Jesus antwortete ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt. Da sagte die Frau zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser.
Stille:
Responsorium: Dein Wort o Herr ist Licht über meinem Pfad
BITTEN
Gepriesen sei Jesus Christus, der das Wasser des ewigen Lebens spendet. Zu ihm lasst uns beten:
Lass uns deine Gegenwart auch in den schweren Zeiten unseres Lebens erkennen. Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu. (GL 645.3)
Lass uns Vergebung erfahren, wo wir schuldig geworden sind. Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu.
Hilf uns, Zeugnis zu geben von der Quelle des Heils. Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu.
Halten wir Stille für persönliche Bitten
Rosenkranz: Vater unser: gesungen, Einfügung: -- du Quelle des Lebens
GEBET
Allmächtiger Gott, durch die Taufe sind wir deine Kinder geworden und wie ein Vater führst du uns durch alle Situationen unseres Lebens. Lass dein lebendiges Wasser sprudeln und schenke allen Getauften durch den Heilige Geist das ewige Leben bei dir. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.
Lied: Alle meine Quellen GL 891
Abschluss III
V: Der gütige Gott hat die Jünger durch die Eingießung des Heiligen Geistes erleuchtet; er segne uns und schenke uns den Reichtum seiner Gaben. A: A men.
V: Jenes Feuer, das in vielen Zungen auf die Jünger herabkam, reinige unsere Herzen und entzünde in uns die göttliche Liebe. A: A men.
V: Der Heilige Geist, der die vielen Sprachen im Bekenntnis des einen Glaubens geeint hat, festige uns in der Wahrheit und führe uns vom Glauben zum Schauen. A: A men.
V: Das gewähre uns der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
A: Amen.
5. TAG DER NOVENE / DIENSTAG, 10. MAI 2016 „Schwäche wagen“
Eröffnung I
V: O Gott, komm mir zu Hilfe. A: Herr, eile mir zu helfen.
V: Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
A: Wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.
Hymnus: GL 344 1. u. 6. Str. „Ohne dein lebendig Wehn kann im Menschen nichts bestehn,
kann nichts heil sein noch gesund.“
IMPULS (Jugendbischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann aus dem Bistum Speyer)
„Ich habe mein Leben in der Hand, und ich kann alles erreichen, was ich will.“ Das ist ein Satz, den sicher jeder schon gehört oder auch gesagt hat. Auf jemand anderen angewiesen zu sein, fällt nicht leicht und ist eine Herausforderung, die wir möglichst vermeiden wollen. Aber bin ich nicht eigentlich ein ganzes Leben lang auf andere angewiesen? Zu Beginn des Lebens wird dies ganz deutlich, denn für ein kleines Kind ist die Anwesenheit der nährenden und liebenden Gegenwart der Mutter unbedingt notwendig. Aber auch in unserem alltäglichen Leben machen wir diese Erfahrung, denn wir können nicht zugleich Automechatroniker, Friseur, Juristin, Arzt oder Polizistin sein. Diese Abhängigkeiten geben eine Ahnung davon, dass ich mir nicht selbst genüge. Ich kann nicht alles aus eigener Kraft schaffen, weil ich mich nicht selbst gemacht habe. Es verlangt Demut, dies anzuerkennen. Mein Leben ist ein Geschenk, ein Geschenk der Liebe Gottes, der mir den Lebensatem eingehaucht hat. Nur von ihm, unserm Schöpfer her, können wir unser Leben, unser Menschsein verstehen. Ohne ihn fehlt etwas Fundamentales in unserem Leben. Uns wird häufig suggeriert, dass nur der ganz coole Typus Erfolg im Leben haben kann und dass ich meine schwachen und hilfebedürftigen Seiten verstecken muss. Manchmal wird auch gnadenlos der Schwache und Unbeholfene bloßgestellt und lächerlich gemacht. Dabei weiß jeder um seine verletzbaren Seiten. Stärken und Schwächen gehören im Menschen auf das Engste zusammen. Häufig ist meine Stärke auch meine Schwäche. So sagen wir es dann auch im Volksmund: Ich habe eine Schwäche für jemanden oder für etwas. Was mich besonders anzieht, was meine Kräfte lockt, was mich kreativ werden lässt, und woran ich wachse, das macht mich auch verletzbar. Ich öffne mich – und werde angreifbar. Deshalb braucht es genau hier den Heiligen Geist, der eine Immunkraft ist gegen die zerstörerischen Angriffe des Bösen. Er hilft mir, mich trotz aller Gefährdungen nicht hinter einer coolen Maske zu verstecken, sondern die Wahrheit und die Liebe zu wagen. Dann brauche ich nicht nach außen hin perfekt zu sein. Dann kann ich Schwäche wagen – Schwäche aus Liebe.
Blume in die Vase
Lesung aus Psalm 139
Herr, du hast mein Inneres geschaffen, mich gewoben im Schoß meiner Mutter. Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast. Ich weiß: Staunenswert sind deine Werke. Als ich geformt wurde im Dunkeln, kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde, waren meine Glieder dir nicht verborgen. Deine Augen sahen, wie ich entstand, in deinem Buch war schon alles verzeichnet.
Stille
Responsorium: Dein Wort o Herr ist Licht über meinem Pfad
BITTEN
Gepriesen sei Gott, in dessen Hand unser ganzes Leben liegt. Zu ihm lasst uns beten:
Hilf uns, denjenigen zu verzeihen, die uns verletzt haben. Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu. (GL 645.3)
Gib uns die Kraft, unsere Stärken und Schwächen anzunehmen. Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu.
Gib uns die Stärke und Demut, Hilfe anzunehmen. Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu.
Halten wir Stille für persönliche Bitten
Rosenkranz: Vater unser: gesungen, Einfügung: - der uns auch mit Schwächen annimmt
GEBET
Gott, unser Schöpfer, wir haben uns nicht selbst gemacht, sondern du hast uns aus Liebe ins Leben gerufen. Du bist wie ein Arzt, der all die Dinge heilen will, die in unserem Leben nicht gesund sind. Sende uns deinen Geist, der uns in allen Angriffen des Bösen zur Seite steht. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.
Lied: Sag Ja zu mir wenn alles nein sagt GL815
Abschluss II
V: Es erfülle uns der Vater mit seiner Liebe. Es erfülle uns der Sohn mit seinem Leben. Es erfülle uns der Heilige Geist mit seiner Kraft. Es segne uns und alle Menschen der gütige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. A: Amen.
4. TAG DER NOVENE / MONTAG, 9. MAI 2016 . “ Durst nach Liebe
Eröffnung II
V: I m Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. A: Amen.
V: Komm Heiliger Geist, erfülle die Herzen deiner Gläubigen,
A: und entzünde in ihnen das Feuer deiner Liebe.
V: L asset uns beten. – Gott, du hast die Herzen deiner Gläubigen durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes gelehrt. Gib, dass wir in diesem Geist erkennen, was recht ist, und allezeit seinen Trost und seine Hilfe erfahren. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. A: Amen.
Hymnus: GL 344 1. u. 5. Str. Komm, o du glückselig Licht, fülle Herz und Angesicht, dring
bis auf der Seele Grund
IMPULS (Jugendbischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann aus dem Bistum Speyer)
Gott wirbt um unsere Liebe. Er will uns nicht gewaltsam zu sich hinkehren. Er möchte sich uns in der Freiheit der Liebe schenken und wartet sehnsüchtig auf unsere Antwort. Er möchte uns im Innersten berühren und verwandeln durch die Glut seiner Liebe, die der Heilige Geist ist. Wenn mich dieses wundervoll zärtliche Geheimnis ergriff en hat, dann ruft es aus meinem Innersten: „Komm, Heiliger Geist! Komm und erfülle mein Herz! Komm, dring bis in die tiefsten Abgründe meiner Seele! Sie dürstet nach dir, nach deiner Liebe!“ Das ist das Geheimnis der Liebe: Sie ist das Kostbarste, aber auch das, was uns am schlimmsten verletzbar macht, weil wir uns in der Liebe vorbehaltlos öffnen. Gerade junge Menschen haben einen solch großen Durst nach echter Liebe – und wie viele werden in unserer Gesellschaft gerade in dieser Sehnsucht häufig schon ganz früh enttäuscht!
Sie brauchen Menschen, die ihnen den Gott, der sie bis in die tiefsten Fasern ihres Lebens liebt, nahebringen. Sie brauchen die Erfahrung einer Liebe, die durch alle Verwundungen des Lebens hindurch tragen kann, weil sie „bis auf der Seele Grund“ dringt und uns vor jeder Verbitterung und Verhärtung unserer Herzen schützt.
Blume in Vase
Lesung aus Psalm 42
Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele, Gott, nach dir. Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann darf ich kommen, und Gottes Antlitz schauen? Bei Tag schenke der Herr seine Huld; ich singe ihm nachts und flehe zum Gott meines Lebens.
Stille
Responsorium: Dein Wort o Herr ist Licht über meinem Pfad
FÜRBITTEN
Lasst uns beten zu Gott, der den Grund unserer Seele ganz und gar erfüllen möchte:
Bewahre alle Liebenden vor Streit und Eifersucht. Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu. (GL 645.3)
Tröste alle, die einen geliebten Menschen verloren haben. Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu.
Hilf uns, anderen mit Offenheit und Freundlichkeit zu begegnen. Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu.
Halten wir Stille für persönliche Bitten
Rosenkranz: Vater unser: gesungen, Einfügung. – der unseren Durst nach Liebe stillt
GEBET
Herr Jesus Christus, du bist Mensch geworden, um uns zu erlösen. Unsere Seele dürstet nach dir. Erfülle sie mit dem Geist der Liebe, damit unser Glaube und unsere Liebe zu dir und unseren Mitmenschen gestärkt werden. Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen.
Lied: Liebe ist nicht nur ein Wort GL 854
Abschluss I
V: Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben. A: Amen.
3. TAG DER NOVENE / SONNTAG, 8. MAI 2016 Ruhe finden bei Gott
Eröffnung I
V: O Gott, komm mir zu Hilfe. A: Herr, eile mir zu helfen.
V: Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
A: Wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.
Hymnus: GL 344 1. U. 4.Str.„In der Unrast schenkst du Ruh, hauchst in Hitze Kühlung zu,
spendest Trost in Leid und Tod.“
IMPULS (Jugendbischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann aus dem Bistum Speyer)
Die Mühsal des Alltags – kein Mensch bleibt davor verschont: die Arbeit, die uns bedrückt, Krankheit und Not in der Familie, hohe Anforderungen und Ansprüche, die von außen an uns herangetragen werden. Oft sind wir gehetzt, ein Termin jagt den anderen, und eine unstete Rastlosigkeit bemächtigt sich unser, wenn wir uns keine Pausen und Ruhemomente gönnen. Wir kommen vielleicht an Punkte, an denen das Chaos das Leben zu überfluten droht und wir nicht mehr weiterwissen: Wir laufen heiß, wir brennen aus. Wir fühlen uns dem Leben nicht mehr gewachsen. Der heilige Augustinus bringt dieses Geschehen auf den Punkt: „Unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir, o Gott.“
Das ist die Gabe des Geistes Gottes: Bei ihm kommen wir zur Ruhe. Wie ein Fächer kühlt er die Überhitzungen unseres Lebens herunter und gibt uns neuen Lebensatem. Wir entfliehen dem „Hamsterrad“ unseres Lebens, das uns eine unausweichliche Richtung vorgaukelt und sich doch immer nur um sich selber dreht. Der Heilige Geist öffnet unseren Geist für neue Horizonte. Er führt uns von der Fremdbestimmung zur inneren Stimmigkeit. Er führt „zum Ruheplatz am Wasser“ (Ps 23), zur Quelle unseres Lebens. Wir alle brauchen den Geist, der uns in der Unrast des Lebens Ruhe schenkt, der uns in der Hitze durch seine wohltuende Frische wieder Atem gibt, der uns wirklich trösten kann und uns neuen Mut zum Leben schenkt.
Blume in die Vase
Lesung aus dem Mathäusevangelium
In jener Zeit stieg Jesus in das Boot, und seine Jünger folgten ihm. Plötzlich brach auf dem See ein gewaltiger Sturm los, so dass das Boot von den Wellen überflutet wurde. Jesus aber schlief. Da traten die Jünger zu ihm und weckten ihn; sie riefen: Herr, rette uns, wir gehen zugrunde! Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst, ihr Kleingläubigen? Dann stand er auf, drohte den Winden und dem See, und es trat völlige Stille ein. Die Leute aber staunten und sagten: Was ist das für ein Mensch, dass ihm sogar die Winde und der See gehorchen?
Stille:
Responsorium: Dein Wort o Herr ist Licht über meinem Pfad
BITTEN
Gepriesen sei Jesus Christus, dem sogar die Naturgewalten gehorchen. Zu ihm lasst uns beten:
Gib uns die Kraft, Stille auszuhalten. Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu. (GL 645.3)
Hilf uns, deinen Plan für unser Leben zu erkennen. Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu.
Schenke uns die Gnade, umzukehren und unser Leben zu ändern. Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu.
Halten wir Stille für persönliche Bitten
Gesätzchen Rosenkranz: Vater unser: gesungen, Einfügung: - der uns innere Ruhe schenkt.
GEBET
Allmächtiger Gott, unfassbar ist deine Größe, selbst die Naturgewalten schweigen auf dein Wort. Bist du bei uns, brauchen wir keine Angst zu haben. Gewähre uns deinen Geist, damit unser Herz Ruhe findet bei dir, und führe uns sicher durch alle Not und Gefahr. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.
Lied: Meine Seele ist stille in dir GL 892
Abschluss III
V: Der gütige Gott hat die Jünger durch die Eingießung des Heiligen Geistes erleuchtet; er segne uns und schenke uns den Reichtum seiner Gaben. A: Amen.
V: Jenes Feuer, das in vielen Zungen auf die Jünger herabkam, reinige unsere Herzen und entzünde in uns die göttliche Liebe. A: A men.
V: Der Heilige Geist, der die vielen Sprachen im Bekenntnis des einen Glaubens geeint hat, festige uns in der Wahrheit und führe uns vom Glauben zum Schauen. A: Amen.
V: Das gewähre uns der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
A: Amen.
2. TAG DER NOVENE / SAMSTAG, 7. MAI . “ Gottes Gegenwart in der Einsamkeit“
Eröffnung II
V: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. A: Amen.
V: Komm Heiliger Geist, erfülle die Herzen deiner Gläubigen,
A: und entzünde in ihnen das Feuer deiner Liebe.
V: Lasset uns beten. – Gott, du hast die Herzen deiner Gläubigen durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes gelehrt. Gib, dass wir in diesem Geist erkennen, was recht ist, und allezeit seinen Trost und seine Hilfe erfahren. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. A: Amen.
Hymnus: GL 344 1.u.3. Str.
„Höchster Tröster in der Zeit, Gast, der Herz und Sinn erfreut, köstlich Labsal in der Not“
IMPULS (Jugendbischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann aus dem Bistum Speyer)
Das ist das Wesen echten Trostes: Er nimmt die Wirklichkeit ungeschminkt wahr, „vertröstet“ also nicht in eine Scheinwelt. Aber er lässt mich mit der harten Realität nicht allein. In der lateinischen Sprache heißt Trost „consolatio“ und meint das Durchbrechen der Einsamkeit, das „Mit-Sein“ in der Not. Was für ein wunderbares Geschenk Gottes an uns! Sein Geist ist wirklich der „höchste Tröster in der Zeit“, weil er uns sagt: „Du bist niemals allein. Öffne die Tür deines Herzens für meine Gegenwart! Ich bedränge dich nicht, ich nötige dich nicht. Ich will einfach nur Gast sein in deiner Seele. Und hab keine Angst: Ich kenne dich besser als du dich selbst. Du brauchst keine Maske aufzusetzen. Du kannst mir deine Nöte anvertrauen. Ich bin mit der Kraft des unzerstörbaren göttlichen Lebens in dir. Ich tue dir gut, bin ‚Labsal‘ für deine Seele. Ich schenke dir mitten in der Not der Einsamkeit, in der Bedrängnis der Hoffnungslosigkeit, in der Ohnmacht der Verzweiflung meine liebevolle Gegenwart, die dir einen neuen Blick auf dein Leben schenkt. Ich will in deinem Herzen und in deinem Geist der Funken der Freude sein, der dir neuen Mut macht.“ Wie viele Menschen in unserer Welt fühlen sich trotz aller medialen Kontaktmöglichkeiten im Innersten allein – allein gelassen in ihren Fragen, Zweifeln, Ängsten! Der Heilige Geist kann ihnen helfen, die Kraft des echten Trostes zu erfahren, wenn er mit ihnen ist – und sie in junger Empfänglichkeit immer wieder bereit sind, so wie Zachäus die Tür ihres Herzens für den fremden und doch so vertrauten Gast zu öffnen.
Blume in Vase
Lesung aus dem Lukasevangelium
Zachäus stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum. Als Jesus an die Stelle kam, schaute er hinauf und sagte zu ihm: Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein. Da stieg er schnell herunter und nahm Jesus freudig bei sich auf. Als die Leute das sahen, empörten sie sich und sagten: Er ist bei einem Sünder eingekehrt. Zachäus aber wandte sich an den Herrn und sagte: Herr, die Hälfte meines Vermögens will ich den Armen geben, und wenn ich von jemand zu viel gefordert habe, gebe ich ihm das Vierfache zurück. Da sagte Jesus zu ihm: Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt worden, weil auch dieser Mann ein Sohn Abrahams ist. Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.
Stille
Responsorium: Dein Wort o Herr ist Licht über meinem Pfad
BITTEN
Gepriesen sei Jesus Christus, der ein fester Teil unseres Lebens sein möchte. Zu ihm lasst uns beten:
Gib uns den Mut, unser Herz für dich zu öffnen. Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu. (GL 645.3)
Mach uns sensibel für die Not eines Lebens ohne dich. Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu.
Schenke unserem Haus dein alles erfüllendes Heil. Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu.
Halten wir Stille für persönliche Bitten
Rosenkranz: Vater unser: gesungen, Einfügung: - der immer bei uns ist
GEBET
Gütiger Gott, du klopfst an die Tür unseres Herzens und schaust mit deinem liebenden Blick auf die ungeordneten Dinge unseres Lebens. Hilf uns, die Tür unseres Herzens weit für dich zu öffnen, damit wir in all unseren Nöten deinen Trost erfahren und die rechte Orientierung für unser Leben finden. Darum bitten wir dich durch Christus, unseren Herrn. Amen.
Lied: Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht GL 450
Abschluss II
V: Es erfülle uns der Vater mit seiner Liebe. Es erfülle uns der Sohn mit seinem Leben. Es erfülle uns der Heilige Geist mit seiner Kraft. Es segne uns und alle Menschen der gütige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. A: Amen.
Pfingstnovene 2016: „Strahle Licht in diese Welt“
Impulstexte: Jugendbischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann aus dem Bistum Speyer
1. TAG DER NOVENE Begeisterung erhellt die Welt
Eröffnung I
V: O Gott, komm mir zu Hilfe. A: Herr, eile mir zu helfen. V: Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. A: Wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.
Hymnus: GL 344 1.u.2. Str.
„Komm, der alle Armen liebt, komm, der gute Gaben gibt, komm, der jedes Herz erhellt.“
IMPULS
Gerade junge Menschen leben von ihren Visionen und Träumen. Sie haben eine Fähigkeit zur Begeisterung, die ihnen Mut macht, sich für eine andere, bessere Welt einzusetzen. Nimmt man der Jugend ihre Begeisterungskraft, ihre vorbehaltlose Lebensfreude, ihren Optimismus und Idealismus, so verkümmert nicht nur das Leben einer ganzen Generation. Die ganze Gesellschaft verarmt, weil ihr neben der Lebenserfahrung der Älteren etwas Wesentliches fehlt: die Kreativität und Unbekümmertheit des Anfangs.
Wir schauen auf die jungen Menschen in Europa. Wie viele haben keine hoffnungsfrohen Perspektiven, wie viele können ihre Träume und Ziele nicht umsetzen, weil die Verhältnisse, in denen sie leben, es nicht zulassen! Dreimal wird in der zweiten Strophe der Pfingstsequenz, die wir heute betrachten, eindringlich nach dem Heiligen Geist gerufen: Komm! Es ist wie ein großer Hilfeschrei nach dem, der nicht der Logik dieser Welt folgt, sondern sich den Armen zuwendet. Und Armut hat viele Gesichter: materielle, seelische, geistige… So beten auch wir mit den unzähligen Armen unserer Welt, mit allen, deren Visionen und Träume zu zerbrechen drohen: Komm, du Geist Gottes, der uns gute Gaben gibt, schenke uns Begeisterungs-fähigkeit, Kreativität, Unbekümmertheit, Lebensfreude! Komm, erhelle unsere Herzen, mache uns Mut gegen alle Resignation – und lass auch uns zur guten Gabe werden für alle Brüder und Schwestern, denen wir helfen können, dass sie ihre von Gott geschenkten Gaben entdecken und entfalten können. Nur so wird es hell in unserer Welt. Nur so behält unsere Welt das, was sie unbedingt braucht: die vom Heiligen Geist bewirkte jugendliche Lebenskraft und Lebensfreude.
Blume in die Vase
Lesung aus Ps 130
Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir: Herr, höre meine Stimme! Wende dein Ohr mir zu, achte auf mein lautes Flehen! Ich hoffe auf den Herrn, es hofft meine Seele, ich warte voll Vertrauen auf sein Wort. Meine Seele wartet auf den Herrn mehr als die Wächter auf den Morgen.
Stille:
Responsorium: Dein Wort o Herr ist Licht über meinem Pfad
FÜRBITTEN
Lasst uns beten zu unserem Herrn Jesus Christus, der uns ein Leben in Fülle verheißen hat:
Wecke in uns die Sehnsucht nach dir. Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu. (GL 645.3)
Gib allen Menschen, die keine Perspektive sehen, Hoffnung und Zuversicht. Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu.
Stärke und segne die Menschen im Osten Europas. Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu.
Halten wir Stille für persönliche Bitten
Rosenkranz: Vater unser: gesungen Einfügung: - der die Welt erhellt
Gebet:
Gott, unsere Hoffnung, wir sehnen uns nach einem Leben in Fülle. Nur bei dir finden wir Frieden und Glück. Lenke unser Herz, damit wir erkennen, dass nur durch dich unsere Sehnsucht Erfüllung findet. Darum bitten wir dich durch Christus, unseren Herrn. Amen.
Lied: Atme in uns Heiliger Geist GL 346
Abschluss I
V: Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben.
A: Amen.
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