Slowakei: Nicht auf Linie
PolitikEU-Wahlen Slowakei: Nicht auf Linie Wird die Slowakei für Brüssel zum Problem? Robert Fico, Premier der Dreiparteienkoalition in Bratislava, zeigte sich sichtlich erleichtert über die Wahl Peter Pellegrinis am ersten Aprilsonntag zum neuen Staatspräsidenten der Slowakei. Der Chef seines Koalitionspartners Hlas-SD und amtierende Parlamentschef dürfte seiner EU- und Nato-skeptischen Politik nicht im Wege stehen. Fico machte nie ein Hehl aus seiner Meinung, weitere Waffenlieferungen an die Ukraine würden den Krieg nur verlängern und die Gefahr erhöhen, dass auch das eigene Land in den Konflikt hineingezogen wird. Pellegrini bekundete zwar noch in der Nacht des Wahlsiegs seine Treue zur Bündnispolitik, doch bedingungslosen Gehorsam unter die Politik Washingtons und Brüssels schloss dies aus. Mit dieser Haltung treffen beide Politiker den Nerv viele Slowakinnen und Slowaken, denen schon eine erweiterte Stationierung von Nato-Waffen im Osten der Republik ein Dorn im Auge ist. Ukraine …