Claudia Seven

Feuerbestattung – Ein wahres Zerstörungswerk

Pater Franz Schmidberger

Feuerbestattung – Ein wahres Zerstörungswerk

Im Straubinger Tagblatt gab es Ende Januar, Anfang Februar 2020 einen Schlagabtausch über Leserbriefe zum Thema der Feuerbestattung. Pater Franz Schmidberger, der Regens des Internationalen Priesterseminars der Priesterbruderschaft St. Pius X., nahm dazu in zwei Leserbriefen Stellung, die wir hier abdrucken. Auch bei Katholiken nimmt die Feuerbestattung immer mehr zu, obwohl die Kirche seit vielen Jahrhunderten diese Form der Bestattung entschieden verurteilte. Pater Schmidberger schreibt dazu in seinem ersten Leserbrief:
„Den Ausführungen zur Feuerbestattung von Herrn K. muss man entschieden widersprechen. Da die meisten Medikamente bei Jung und Alt restweise ins Grundwasser gelangen, müsste man gemäß diesen Überlegungen die medikamentöse Versorgung der Menschen überhaupt unterbinden. Auch müsste man nach seinen Überlegungen eine Steuer für den vermehrten CO2-Ausstoß bei Feuerbestattung einführen.
Hingegen ist nach jüdisch-christlicher Tradition der Leib Träger einer immateriellen Seele und wird nach dem Tode wie das Weizenkorn der Erde anvertraut, während die Feuerbestattung ein wahres Zerstörungswerk darstellt. Die Feuerbestattung wurde und wird von Kreisen propagiert, die damit zum Ausdruck bringen wollen, dass sie an kein Weiterleben nach dem Tode glauben. Wenn dies auch bei den heutigen Feuerbestattungen im Einzelfall nicht zutreffen mag, so zeigt doch deren Ansteigen in erschütternder Weise die Schwäche, ja sogar den Verlust des Glaubens, der christlichen Ehrfurcht und des Vordringens einer materialistischen Weltsicht.“ In einem zweiten Leserbrief antwortet Pater Schmidberger auf einen Leserbrief, der zu seinem Beitrag veröffentlicht wurde:

Ein Tempel des Heiligen Geistes

„Die Behauptung von Herrn Nico S. in seinem Leserbrief vom 1. Februar, die Einäscherung als ein Zerstörungswerk zu bezeichnen entspräche nicht der Lehre der katholischen Kirche, kann so nicht stehenbleiben.
Im Kirchenrecht des Jahres 1917 ist im Kanon 1203 die Feuerbestattung vollkommen verworfen. Dort heißt es, eine entsprechende Verfügung im Testament oder anderswo dürfe nicht eingehalten werden. Im Kanon 1240, § 1, 5 ist jemandem, der vor seinem Tode ohne ein Zeichen der Reue die Feuerbestattung für sich angeordnet hat, die kirchliche Beerdigung zu verweigern. Hier findet man den Geist der Kirche. Wenn nach dem II. Vatikanischen Konzil diese Botschaft abgeschwächt worden ist, dann zeugt dies nur von dem schleichenden Verlust an Glaubenssubstanz. Aber selbst im neuen Kirchenrecht des Jahres 1983 heißt es im Kanon 1184 § 1, 2: ‚Das kirchliche Begräbnis ist denjenigen zu verweigern, die sich aus Gründen, die der christlichen Glaubenslehre widersprechen, für die Feuerbestattung entschieden haben.‘ Leider wird auch der Heiligen Schrift als Wort Gottes nicht mehr die gebotene Ehrfurcht entgegengebracht. Dort heißt es nämlich im 1. Korintherbrief: ‚Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt?‘ (1 Kor 6,19) Und wenig zuvor sagt der Völkerapostel: ‚Wenn einer den Tempel Gottes zugrunde richtet, so wird Gott ihn zugrunde richten. Denn der Tempel Gottes ist heilig, und der seid ihr‘ (1 Kor 3,17).“
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Mir vsjem

Gut geschrieben?
CIC 1983 Kanon 1184 § 1, 2: ‚Das kirchliche Begräbnis ist denjenigen zu verweigern, die sich aus Gründen, die der christlichen Glaubenslehre widersprechen, für die Feuerbestattung entschieden haben.‘
Bedeutet, die Feuerbestattung selbst widerspricht also nicht generell und ausnahmslos der katholischen Glaubenslehre.
Schon befremdend, hier nimmt P. Schmidberger Bezug auf das Kirchenrecht von 1917! Ansonsten gilt für die FSSPX heute ausschließlich das von 1983. Dementsprechend gilt obiger Kanon für die FSSPX.

Joannes Baptista

Sehr gut geschrieben.

Hl.Rupert

Was mir seit längerer Zeit schon aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass durch Propaganda sich immer mehr Menschen verbrennen lassen. Das gleiche trifft auch auf den Friedwald zu. Diese Propaganda ist aber nur für den "kleinen Mann" gedacht. Achtet mal darauf, alle die Rang-und-Namen haben, die bekommen eine Erdbestattung.
Ich glaube nicht, dass ich mit meiner Meinung falsch liege.

Theresia Katharina

Viel Propaganda fürs Verbrennen und dann deutlich billiger, auch die Grabunterhaltung. Hat der Totengräber in den 1950er Jahren 60 DM fürs Ausheben des Grabes mit dem Spaten bekommen, werden heute 600 bis 900 Euro (und mehr) fällig, dabei wird ein spezieller Kleinbagger benutzt, mit dem in einer halben Stunde das Grab gebaggert ist. Das ist alles Wucher. Früher gab es noch Geld vom Staat für Sterbefälle, heute nichts mehr.

Franz Xaver

Im Jahre 1975 hatte ich mit dem seinerzeitigen Leiter der Magistratsabteilung 43 eine Diskussion über Bestattungsformen. Er hatte - obwohl es keinen Platzmangel im Wiener Zentralfriedhof gab - und auch heute noch gibt - zwei Ideen: Einmal eine "Senkrechtbestattung" (also Eingraben der Särge nicht in der Waagrechten, sondern Senkrechten, dafür wurde sogar ein eigener Verein gegründet) und ein Forcieren der Feuerbestattungen. Ich habe ihm seinerzeit meine aus katholischer und anthropologischer Sicht begründete, ablehnende Sicht dargelegt. Er war für kein einziges Argument zugänglich, weswegen ich mich mit einem ironisch-zynischen Gedanken, er solle die Verbrennungen die dadurch entstehende Abwärme doch sinnvoll nützen, indem er sie der Warmwasseraufbereitung und Heizung von Gebäuden zuführt. Das bezeichnete er damals aufgebracht als pietätlos. Und, was glaubt Ihr, was heute tatsächlich geschieht? Ganz genau, mit der Abwärme werden umliegende Gebäude beheizt! Die antichristlichen Bestattungsgepflogenheiten kann aber niemanden, der um die Freimauererdominanz in Wien weiß, wundern.

Maria Katharina

Wo er recht hat, da hat er eben recht!

Theresia Katharina

Die Feuerbestattung gilt von altersher als heidnisch und wurde daher abgelehnt, das sollte beachtet werden.

Solange Schmidberger derart extremistische und sektiererische Ansichten vertritt, ist leider an eine volle Wiedereingliederung der FSSPX nicht zu denken. Das Problem ist nicht die Messe, das Problem ist die Doktrin.

Faustine 15

Weshalb bringen sie diesen Beitrag zum 4.Advent?