Meister Eckhart: Gott und Mensch gehören zusammen | Sonntags
Als Irrlehrer wurde er angeklagt. Nur dadurch, dass er sich kurz vor seinem Tod noch dem Papst unterworfen habe, ersparte ihm die Verurteilung. Die Rede ist von Meister Eckhart - kein frommer Sozialrevolutionär, kein Gottesleugner, kein Kirchenkritiker, ein Mann der Kirche und der Theologie. Er war Dominikanermönch, der in seinem Orden diente, ihn verwaltete und hohe Ämter innehatte. Er war Theologe, vielleicht einer der begabtesten unter den wissenschaftlichen Theologen, Professor für Theologie. Er, 1260 geboren, wirkte in Erfurt, Paris und Köln, hatte im klassischen Sinn Karriere gemacht und endete doch jenseits der Grenzen, die die damalige katholische Kirche setzte. Die Kritik lautete: Seine Theologie wollte mehr wissen, als zu wissen möglich sei und hätte die Christenmenschen in die Irre geführt. Wo lag genau der Anstoß? Verlagsangebot Eckhart dachte von Gott anders als es in der Tradition der Kirche üblich war. Üblich war - und ist es vielleicht bis heute - Gott als Ausgangspunkt …