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Antimodernist

Johannes vom Kreuz, Mystiker - Warnungen vor Offenbarungen Teil 3
Gott erhört zwar manchmal die an ihn gestellten Bitten, doch hat er kein Wohlgefallen an einem solchen Vorgehen.
3. Teil einer Reihe, die sich mit den Gefahren von Offenbarungen beschäftigt.

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Antimodernist

Wenn sie echt sind, ja; wie in Paris Rue de Bac, Lourdes, Fatima. Die Muttergottes kommt aus der höchsten Seligkeit im Himmel zu uns auf die Erde, wenn sie wie in den genannten Orten für uns außergewöhnliche und ernsthafte Botschaften im Namen ihres Sohnes und Gottes zu sagen hat, nicht wegen Banalitäten. Sicher wird die Gottesmutter Satan den Kopf zertreten; weshalb sie auch Besseres zu tun hat als banale Botschaften tagtäglich abzugeben. Ich empfehle das Studium der Marianischen Weltrundschreiben von Papst Leo XIII. Das ist sicher sinnvoller.

augustinus 4

Marienerscheinungen sind Fakt ! Und der Himmel wünscht sie. Punkt.
Und die Gottesmutter wird dem Satan den Kopf zertreten !

Antimodernist

@augustinus 4 Die "Marienerscheinungen", wie sie im Internet wie im Warenhaus angeboten werden, sind überhaupt nicht notwendig geworden! Selbst wenn es unter den tausenden eine wahre Erscheinung gäbe, wäre sie an sich nicht notwendig. Die Gefahr, daß der Teufel sein Spiel treibt, ist viel größer. Aber die überaus meisten "Erscheinungen, "Visionen", "Offenbarungen", die uns angeboten werden, sind nicht einmal das, sondern, wie der hl Johannes vom Kreuz schreibt, "Ich kann mich nicht genug darüber wundern, was in dieser Hinsicht gerade in unseren Tagen vorkommt. Wenn da eine Seele, deren Betrachten kaum vier Pfennig wert ist, bei der geringsten Sammlung schon Ansprachen zu verspüren meint, nennt man das alles gleich göttlichen Ursprungs, und, da man davon ganz überzeugt ist, heißt es dann: Gott hat mir dies und das gesagt, Gott hat mir dies geantwortet usw. Und doch ist dem durchaus nicht so, sondern meistens sind solche es selber, die, wie wir bereits sagten, so mit sich redeten." Oder einfach nur Betrug. Und der Dogmatiker und Mariologe Manfred Hauke sagt: "Prophetische Offenbarungen sind nicht der Normalfall des christlichen Lebens, sondern eine Ausnahme: „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben“ (Joh 20, 29). Der Katechismus der Katholischen Kirche betont mit dem hl. Johannes vom Kreuz: In Jesus Christus, dem ewigen göttlichen Wort, hat uns der göttliche Vater alles mitgeteilt (vgl. Hebr 1, 1–2). „Wer demnach jetzt noch ihn befragen oder von ihm Visionen oder Offenbarungen haben wollte, der würde nicht bloß unvernünftig handeln, sondern Gott geradezu beleidigen, weil er seine Augen nicht einzig auf Christus richten würde, ohne jegliches Verlangen nach anderen oder neuen Dingen“ (KKK 65). Und der Bischof von Mostar sagt:"Die Kirche gebietet und empfiehlt jedem Gläubigen seit 2000 Jahren zu beten, zu fasten, Buße zu tun, zu beichten, sich zu bekehren. Es ist keinem verboten, zu Gott zu beten, wo immer man will. Es wird aber nicht gebilligt, die «Wallfahrten zum Ort der Erscheinungen», die nicht als übernatürlich anerkannt sind, vom Altar aus zu empfehlen, damit man die Wahrheit von der Lüge, die richtige von der falschen Lehre unterscheidet." Wer sich in Gefahr begibt, nämlich an irrgeistige und fake-Erscheinungen zu glauben, die zudem falsche Lehren, Ungehorsam und Lügen verkünden, der kommt darin um.

augustinus 4

Da nachweislich viele Heilige (Benedikt v. Nursia, Bonaventura, etc.)
den Begriff "Offenbarung" benutzt haben, muss man den
hl. Johannes v. Kreuz auch verstehen wollen. Es geht darum,
wovor er eigentlich warnen wollte und wie das zu verstehen ist.
In heutiger Zeit der Marienerscheinungen hat sich der Kontext
der mystischen Erfahrungen (welche "Privatoffenbarungen"
im KKK genannt werden) geändert:
1.) Die Häufigkeit
2.) Die Art
3.) Der Beweggrund
4.) Die kirchliche Situation
5.) Ein Hauptgrund für die Aussagen des hl. Johannes dürften sein:
sein Hauptaugenmerk auf die Demut und die Askese. In seiner Zeit
ging es hauptsächlich um mystische Erfahrungen im Sinne der
Kontemplation, weniger im Sinne von Marienerscheinungen, denn
die waren damals viel seltener.
Fazit: Man darf gewisse Aussagen dieses großen Heiligen und
Kirchenlehrers nicht aus dem Zusammenhang reißen und 1:1
auf heute übertragen, weil Marienerscheinungen etwas anderes
als rein persönlich mystische Erlebnisse sind. Heute müssen wir
dankbar für Marienerscheinungen sein, weil sie heute geradezu
notwendig geworden sind, weil die Kirche selbst ins Wanken
gekommen ist. Aber freilich darf und muss auch heute vor "Wundersucht" gewarnt werden.