Guntherus de Thuringia

Monologe (3) Rasse legitimiert Herrschaft: Sprache. Ukraine. Rom. England u.a.

Ruinen des Gebäudes, in dem der Stenographendienst untergebracht war.

51 Führerhauptquartier
2. 11. 1941 abends und
2./3. 11. 1941 nachts
Gast: RFSS Himmler
H/Fu.

Unsere Sprache wird in hundert Jahren die europäische Sprache sein. Die Länder des Ostens, des Nordens wie des Westens werden, um sich mit uns verständigen zu können, unsere Sprache lernen. Die Voraussetzungen dafür: An der Stelle der gotisch genannten Schrift tritt die Schrift, welche wir bisher die lateinische Schrift nannten und jetzt Normalschrift heißen. Wir sehen jetzt, wie gut es war, daß wir uns im Herbst vorigen Jahres zu diesem Schritt entschlossen haben. Für einen, der Russisch lernen wollte – wir tun es nicht -, bedeutete allein schon die Fremdheit der Buchstaben Mühsal! Ich glaube dabei daß wir mit der sogenannten gotischen Schrift nicht etwas verlieren, was uns eigentümlich ist. Die nordischen Runen gleichen doch viel mehr den griechischen Schriftzeichen. Warum sollten barocke Schnörkel gerade der Ausdruck des Deutschen sein!

Europa war einmal auf den südlichsten Teil der griechischen Halbinsel beschränkt. Dann war Europa der Bereich der italienischen Macht. Wenn Rußland in diesem Krieg erliegt, wird Europa bis dahin reichen, wo die nordisch-germanische Siedlung im Osten aufhört. Im Ostraum will ich die slawischen Landschafts- und Flußbezeichnungen durch deutsche Worte ersetzen. Die Krim wird vielleicht Gau Gotenland heißen.

Da und dort trifft man unter Arabern Menschen mit blondem Haar und blauen Augen. Es sind das die Nachkommen der Vandalen, die Nordafrika besetzt haben. Ähnlich ist es in Kastilien, ähnlich in Kroatien. Blut vergeht nicht! Wir müssen jetzt auf Rechtstitel ausgehen, die möglicherweise zweitausend Jahre zurückliegen!

Wenn die unseren sagen, der Osten sei trostlos, ja, für den alten Römer war ganz Nordeuropa schauderbar, aber Deutschland hat den Charakter des Trostlosen ganz und gar verloren! Genauso wird die Ukraine schön werden, wenn nur erst einmal wir mit der Arbeit dort begonnen haben.

Wir leben davon, daß Italien keine Bäume mehr hat. Die warmen Winde des Südens kämen sonst nicht bis zu uns. Vor zweitausend Jahren war Italien noch bewaldet, und man kann sich vorstellen, wie ohne die Rodungen, die Dörfer, die Straßen, die Städte unser Land ausgesehen hat! Das römische Weltreich war wie das peruanische und alle anderen Weltmächte ein Straßenreich. Heute tritt die Straße wieder an die Stelle der Eisenbahn, die Straße erschließt das Land!

Es ist erstaunlich, mit welcher Schnelligkeit die römischen Legionen auf diesen Straßen endlose Strecken zu überwinden vermochten; anscheinend hatte man schon den Vorspann. Die Straßen gehen über Hügel und Berge in gerader Richtung, die Lager waren so angelegt, daß sie der Truppe am Ende des Tagesmarsches das nötige Quartier boten; die Saalburg ist eine gute Reproduktion dieser Lager.

Ich habe mir die Augusteische Ausstellung angesehen, das ist schon etwas Interessantes! Auch heute noch hat das römische Weltreich nicht seinesgleichen. Wie restlos hat man alle umliegenden Völker beherrscht, und es gibt kein Reich, das eine so einheitliche Kultur ausgestrahlt hat!

Die Welt hat aufgehört, interessant zu sein in dem Moment, wo das Fliegen anfing. Bis dahin gab es noch weiße Flecken auf der Landkarte. Die ganzen Geheimnisse sind enthüllt, es ist aus! Wie lange dauert es, so wird über dem Nordpol gekreuzt, und auch Tibet ist schon überflogen.

-- Adolf Hitler, Monologe im Führerhauptquartier 1941-1944. Die Aufzeichnungen Heinrich Heims herausgegeben von Werner Jochmann, Hamburg 1980 (Sonderausgabe Gondrom Verlag, Bindlach 1988), S. 124 f.

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114 Wolfsschanze
27. 1. 1942, mittags
Gast: Reichsführer-SS
H/Fu.

Die Masse der Soldaten, die England zur Führung seiner Kriege eingesetzt hat, war deutschen Blutes. Den ersten schweren Aderlaß an eigenem Blut haben für sie die 1,4 Millionen Toten des Weltkriegs bedeutet, und wie hat sie das getroffen! Wirtschaftlich sich vor Schaden zu bewahren, würden sie damals von ihrem kapitalistschen System haben abgehen oder die Schuldenlast von 140 Milliarden haben abschütteln müssen. Sie haben dazu einen Versuch gemacht, aber auf dem regulären Weg, indem sie ihre Rüstung auf ein Minimum zurückschraubten, um den Zinsendienst für die Kriegsschuld aufzubringen. Nach den napoleonischen Kriegen war es nicht viel anders: Sie sind hinterher ganz schlapp gewesen und erst in der victorianischen Zeit wieder zu sich gekommen.

Eine wirkliche Weltbeherrschung kann nur auf das eigene Blut gegründet werden. Der römische Staat hat zu Freigelassenen erst gegriffen, wenn sein eigenes Blut völlig erschöpft war. Erst nach dem dritten Punischen Krieg gab es Legionen aus Freigelassenen! Wäre das Christentum nicht gekommen, wer weiß, wie sich die Geschichte Europas gestaltet hätte. Rom würde Europa ganz erobert haben, und der Hunnensturm wäre an den Legionen zerschellt.

Durch das Christentum ist Rom gebrochen worden, nicht durch Germanen und Hunnen. Was der Bolschewismus heute auf einer materialistisch-technischen Grundlage in Szene setzt, hat das Christentum auf theoretisch-metaphysischer Grundlage vollbracht: Wenn die Krone den Thron wackeln sieht, greift sie nach der Unterstützung des Mobs. Man täte besser, von „Konstantin dem Verräter“ und von „Julian dem Treuen“ zu sprechen, statt denen einen den Großen und den anderen den Abtrünnigen zu nennen. Was das Christentum gegen Julian geschrieben hat, ist dasselbe Wortgeblödel, welches das jüdische Schrifttum über uns ergossen hat, während die Schriften des Julian reine Weisheit sind. Wenn die Menschheit Geschichte studieren würden, was für Konsequenzen würden sich ergeben! Europa vor der Wiederholung einer derartigen Krise bewahrt zu haben, wird einmal als das Verdienst des Faschismus und des Nationalsozialismus gefeiert werden.

Ich sehe hier eine schwere Gefahr für England. Die Konservativen können furchtbare Sachen erleben, wenn das Massen-Proletariat Macht bekommt! Wenn die konservative Partei nach der Rückkehr Chamberlains aus München das Volk befragt hätte, ob Krieg oder Frieden, würde sie eine ungeheure Mehrheit für sich bekommen haben. Als ich in Memel war, hat Chamberlain mir durch einen Mittelsmann sagen lassen, er sähe vollständig ein, daß diese Bereinigung jetzt erfolgen müsse, wenn er das auch nicht offen aussprechen könnte. Damals wurde er von Churchills Leuten in maßloser Weise angegriffen. Hätte er eine Wahl veranstaltet, dann wäre er gerettet gewesen. Ich habe bei allen diesen großen Momenten immer sofort eine Wahl gemacht. Nach außen und nach innen ist das von der größten Wirkung. Damals erst ist die Arbeiter-Partei eingesprungen: Der Jude hatte die Sache in Fluß gebracht. Wenn heute Hoare(107) zur Macht kommt, braucht er nur die Faschisten freizulassen! Die Engländer müssen gesellschaftliche Probleme, die zur Lösung reif sind, lösen! Jetzt können sie mit Vernunft von oben herunter noch reguliert werden; wehe aber, wenn das nicht geschieht! Dann macht die kochende Volksseele das, dann ist das der Wahnsinn, der zur Zerstörung führt. Leute wie Mosley(108) hätten spielend das Problem gelöst, einen Ausgleich zu finden zwischen Konservatismus und Sozialismus: den breiten Massen den Weg zu öffnen und den Oberen zu erhalten, was sie brauchen.

Standesvorurteile kann man nicht mehr aufrecht erhalten in einer Zeit, in welcher das Proletariat aus derart hochwertigen Menschen besteht wie vielfach heute! Jeder vernünftigen Regelung aber muß von vornherein zum Durchbruch verholfen werden. Durch Schulen – die Adolf-Hitler-Schulen und später die Nationalpolitischen Erziehungsanstalten – will ich ermöglichen, daß auch der ärmste Junge zu jeder Stellung emporsteigen kann, falls er die Voraussetzungen dazu in sich hat. Zudem sorgt die Partei dafür, daß einer, wenn seine Gesinnung das rechtfertigt, auch außerhalb der normalen Entwicklungsmöglichkeit in der geschäftlichen Welt und in der Beamtenwelt aufzusteigen vermag. Sonst gibt es Aufstände. Der Jude wittert die Spannungen und bedient sich ihrer. Da muß eine Bewegung kommen, die beide Seiten zurückstößt: die Verblödet-Konservativen und die jüdisch-bolschewistischen Anarchisten.

Die Engländer bestehen aus verschiedenen Rassebestandteilen, daher die Gefahr, daß der Klassenkampf zu einem Rassenkampf wird. Der Rassenkrieg braucht nicht auszubrechen, wenn die Menschen nicht nach dem Äußeren, sondern nach ihrer Bewährung ausgesucht werden. Aussehen und Veranlagung laufen oft getrennt. Man kann die Auslese nach dem Äußeren und man kann sie – wie es die Partei gemacht hat – nach der Lebensbewährung treffen. Die Gliederung der Berufe muß ich haben, aber es ist ein Wahnsinn, einen Menschen Straßen bauen zu lassen, der höchstens fähig ist, Straßen zu kehren, und einen Mann als Straßenkehrer zu verwenden, der Straßen bauen kann. Der Nationalsozialismus sagt: Mit der bürgerlichen Wertung hat der Beruf nichts zu tun; das ist das Versöhnliche in ihm. Am wenigsten darf einem Kind nachgehen, welchen Beruf der Vater hat: Es entscheidet da ausschließlich die Veranlagung und die Fähigkeit. Das Kind kann die Fähigkeit haben, welche die Eltern nicht hatten. Alles ist doch bei uns aus dem Bauerntum herausgekommen! Die Strangulierung des dauernden Emporsteigens muß man verhindern. Wenn man eine bewußte gleichmäßige Auslese nach der Befähigung macht, dann deckt sich irgendwie wieder Aussehen und Begabung. Am stärksten habe ich das einmal beim Stapellauf der Tirpitz gesehen: Eine Arbeiterschaft war das von wahrem Adel! Das Volk hat nun einseitig nach dem Intellektualismus sich weitergezüchtet, und es hat dabei vergessen, was für das Leben der Nation die Tatkraft bedeutet.

Zur Erhaltung einer Gesellschaftsordnung ist wichtig, daß man nicht nur einen Kopf, sondern auch eine Faust hat, sonst kommt eines Tages die vom Geist getrennte Kraft zu zerschlägt den Kopf. Immer wird der Prozeß Geist gegen Kraft zugunsten der Kraft entschieden. Die Gesellschaftsschicht, die nur Kopf ist, sieht sich durch eine Art schlechtes Gewissen belastet. Wenn wirklich Revolutionen kommen, wagt sie nicht hervorzutreten, sie setzt auf den Geldsack und ist feige. Ich habe das reine Gewissen gehabt. Man sage mir einen talentierten Jungen, ich werde selbst sofort sein Förderer. Ich weiß mir nichts Besseres, als wenn mir einer sagte: Mein Führer, hier ist ein ganz großes Talent, der kann einmal der Führer der Nation werden!

Wer sich gegen die Gesellschaftsordnung an sich wendet, den schieße ich rücksichtslos nieder. Die Gesellschaftsordnung, die ich aufbaue, ist der breiten Masse nicht unterlegen. Da können die anderen gegen Granit anrennen. Jeder Versuch, diesen Staat zu erschüttern, wird mit Blut ertränkt. Aber: Alles, was man nur tun kann, die anständigen Menschen zu fördern, wird vom Standpunkt einer hohen Verantwortlichkeit dem ganzen Volkskörper gegenüber getan! Die einen sind mehr zur Führung, die anderen mehr zur Ausführung geeignet. Die Führung ohne Menschen zur Ausführung nützt aber nichts. So, wie sich der Volksorganismus heute zeigt, ist er notwendig, unsere Kultur zu erhalten. Es ist ein eiskaltes Vernunftproblem: Wer ist fähig zu führen, wer, auszuführen? Beide sind absolut notwendig zur Erhaltung des Ganzen. Wer zum Führen die Fähigkeit erwiesen hat, bekommt die Autorität. In keiner Stelle darf die Autorität bei dem liegen, der nicht führen kann. Praktisch gibt es ja doch nur bei jedem auf der einen Seite Überordnung und auf der anderen Seite Unterordnung! Bei der Führung liegt die Last der Verantwortung!

Wenn die Engländer die 9000 Faschisten loslassen, so schlagen die den Plutokraten die Knochen entzwei, und damit ist die Frage gelöst. Persönlich glaube ich, solange sich für eine Idee in einem Staat 9000 Menschen finden, die bereit sind, in die Gefängnisse zu gehen, ist eine Sache nicht verloren. Erst wenn der letzte Mann daran verzweifelt, ist es aus. Ist noch ein Mann da, der gläubigen Herzens eine Fahne hochhält, so ist nichts verloren!

Da bin ich auch hier eiskalt: Wenn das deutsche Volk nicht bereit ist, für seine Selbsterhaltung sich einzusetzen, ganz gut: Dann soll es verschwinden!

-- Adolf Hitler, Monologe im Führerhauptquartier 1941-1944. Die Aufzeichnungen Heinrich Heims herausgegeben von Werner Jochmann, Hamburg 1980/ Sonderausgabe Bindlach 1988, S. 236-239.

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Bild: Adam Jones from Kelowna, BC, Canada, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons
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