Guntherus de Thuringia

Ostad Elahi: Maximes de guidance - Principes de sagesse universelle

1
Geschaffen zu werden, aus dem Nichts zu kommen und zu existieren, ist an sich schon eine göttliche Gnade.

2
Er hat uns aus dem Nichts herausgeführt, damit wir durch geistige Vervollkommnung das vollkommene Glück erlangen können.

3
Alles, was existiert, hat ein Recht.

4
Wenn ein Wesen einmal aus dem Nichts Existenz erlangt hat, kehrt es nicht mehr ins Nichts zurück. Es ist möglich, dass es sich verwandelt, aber es wird nicht wieder zu nichts.

5
Die göttliche Wirkung leuchtet wie eine Sonne im Herzen jedes Teilchens.

6
Der Schlussstein der Spiritualität ist, dass der Mensch versteht, wozu er geschaffen wurde, was seine Pflicht ist und was sein Ziel ist.

7
Wenn der Mensch verstanden hat, woher er kommt, warum er auf der Welt ist und wohin er danach geht, ist seine Pflicht vorgezeichnet und er weiß, was er zu tun hat.

8
Glückseligkeit bedeutet, die Fähigkeit zu besitzen, sein Glück im Jenseits und sein Heil in den Stufen der spirituellen Vervollkommnung zu sichern.

9
Je mehr die inneren Sinne erwachen, desto unbedeutender erscheinen die Reize dieser Welt.

10
Wie beglückend ist es, wenn Er uns die Gnade schenkt, unsere inneren Sinne zu wecken, sodass wir unsere guten von unseren bösen Taten unterscheiden können.

11
Alles in dieser Welt ist vergänglich: Reichtum, Jugend, Ehrungen, Vergnügungen - das ist eine Gewissheit. Daher müssen wir das Ewige als Ideal und Ziel wählen.

12
Man soll diese Welt als Saatfeld für die andere Welt betrachten; sich bemühen, Gutes zu säen, damit man Gutes ernten kann.

13
Alle, die in dieser Welt leben, ob König oder Bettler, reich oder arm, schön oder hässlich, ob unter Repression und Tyrannei oder in Wohlstand und Bequemlichkeit, es ist unmöglich, dass, wenn sie im Glück sind, dieses Glück total sei, und wenn sie im Unglück sind, dass dieses Unglück total sei. Jeder ist in einer Sache glücklich und in einer anderen unglücklich.

14
Was am meisten zählt, um in beiden Welten zu bestehen, ist, das Gute zu denken, das Gute zu sagen und das Gute zu sehen.

15
Bei allem, was wir tun wollen, muss es einen Nutzen für unseren Körper und diese Welt oder für unsere Seele und die andere Welt geben.

16
Alles in dieser Welt ist entweder im Übermaß oder im Mangel.

17
So wie für jede Krankheit des Körpers das Heilmittel im Körper zu finden ist, so ist für jede Krankheit der Seele das Heilmittel in der Seele zu finden.

18
Wir sollten Gott nie darum bitten, zu leben oder zu sterben. Wie bei einer Frucht, die sich vom Zweig löst, wenn sie reif ist, wird Er uns zu gegebener Zeit zu sich rufen.

19
Für die Seele ist der Tod wie die Befreiung aus einem Gefängnis; und auf die Welt zu kommen ist wie die Rückkehr dorthin.

20
Alles, was man in dieser Welt hat, ist dazu bestimmt, zu verschwinden; alles, außer den Anstrengungen, die man für das Jenseits unternommen hat.

21
Das Leben hier unten ist voller Lektionen - sofern man versteht, daraus zu lernen.

22–26

22

Wer im Leben aus dem Besonderen allgemeine Schlüsse zieht, wird immer erfolgreich sein.

23
Selbsterkenntnis bedeutet, zu wissen, woher man kommt, aus welchen Gründen man in diese Welt gekommen ist, und das zu praktizieren, wofür man gekommen ist. Erst dann wissen wir, wohin wir gehen.

24
Um zu wissen, wohin wir nach dem Tod gehen, müssen wir zuerst wissen, woher wir kommen.

25
Außerhalb von sich selbst zu suchen ist vergeblich. Man muss alles in sich selbst suchen.

26
Jeder Mensch nimmt die Außenwelt als Abbild seines eigenen Herzens wahr.

27–30

27

Das Wesen ist die Seele. Der Körper ist das Instrument des Wesens, nicht die Seele.

28
Alles geschieht in der Seele. Das Herz und das Gehirn sind für die Seele Ausdrucksmittel.

29
So wie wir die Pflicht haben, unsere Seele zu stärken, haben wir auch die Pflicht, unseren Körper zu stärken, damit er ihr als Reittier dient; wenn wir unseren Körper verderben, kann er uns nicht zum Ziel tragen.

30
Die Vernunft ist geschaffen, um zu erkennen, und der Wille, um das, was die Vernunft erkannt hat, in die Tat umzusetzen.

31
Im spirituellen Bereich sollte sich niemand als über anderen stehend betrachten.

32
Der Mensch verspürt erst dann wahre Demut, wenn er eine bestimmte Stufe der Erhebung erreicht hat. Davor hält er sich für etwas Besseres als andere.

33
Nichts ist wie Feinsinn: ohne ein Wort zu benötigen, das Wesentliche jedes Wortes erfassen.

34
Ein spiritueller Schüler ist jemand, der nach Wahrheit dürstet.

35
Zwei Dinge verschleiern immer die Wahrheit: ein Übermaß an Feindschaft und ein Übermaß an Liebe.

36
Zu viel oder zu wenig, in allen Dingen ist das Übermaß zu meiden.

37
Imaginären Wahrheiten nachzulaufen, bringt den Menschen nicht weiter.

38
Ohne Liebe können wir nichts verstehen.

39
Selbst die Liebe, die wir unseren Kindern entgegenbringen, hat ihren Ursprung in der Selbstliebe.

40
Wenn ein Mensch seine Leidenschaften und Abneigungen beiseite legt, blinde Nachahmung ablehnt und das Auge des Herzens öffnet, dann erscheint ihm die Wahrheit von selbst.

41
Dieser Weg ... ist nicht der Weg der Worte, es ist der Weg der Tat, und man kommt auf ihm nur durch Taten voran.

42
In der Spiritualität ist es ideal, Theorie und Praxis miteinander zu verbinden. Wenn man jedoch zwischen den beiden wählen muss, hat die Praxis den Vorrang.

43
Jedes Wort, das aus persönlicher Erfahrung und Beobachtung kommt, hat Wirkung.

44
Unsere Gedanken, Worte und Taten - alles wird für immer aufgezeichnet.

45
Das beste Studien- und Erfahrungsfeld ist unser eigenes Wesen. In jedem unserer Organe können wir eine ganze Welt sehen.

46

Die inneren Eigenschaften eines jeden spiegeln sich in seinem Äußeren wider; das Innere des Menschen bleibt nicht verborgen.

47

Achte darauf, dass du dich nicht von deinem herrischen Selbst beherrschen lässt.

48

Qu.

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