KONZILSERGEBNIS (13) Kirche in der heutigen Welt
Die Haltung der Kirche zum Fortschritt der Menschheit ist grundsätzlich positiv, wenn auch selbstverständlich nicht unkritisch. Die Kirche will mit der übrigen Menschheit zutiefst solidarisch sein und mit ihr zusammenarbeiten. Überall die Zeichen der Zeit erkennend und im Lichte des Evangeliums deutend, die Fragen nicht ablehnend, sondern beantwortend, will sie statt Polemik Dialog, statt Eroberung überzeugendes Zeugnis. Gerade von ihrer eigenen Botschaft her will sie entschlossen eintreten für Würde, Freiheit und Rechte des Menschen, für Entwicklung und Verbesserung der menschlichen Gemeinschaft und ihrer Institutionen, für gesunde Dynamik alles menschlichen Schaffens. Diese positive Haltung zeigt sich:
in der verstehenden und selbstkritischen Einstel[/]lung zu den verschiedenen Formen des Atheismus (der Kommunismus wird, zur Vermeidung von Mißverständnissen, nicht genannt);
in der Bejahung der verantwortungsbewußten Freiheit im geistigen und kulturellen Schaffen, der berechtigten Autonomie der Wissenschaften und der lebendigen Forschung der Theologie;
in einem besonderen Eintreten für die Schwachen (Völker und einzelnen) im wirtschaftlichen, sozialen und politischen Leben;
in einer scharfen Ablehnung des Krieges und in der Mitarbeit an einer internationalen Völkergemeinschaft.
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Quelle: Hans Küng, Konzilsergebnis, Dokumente der Erneuerung, Butzon & Bercker, Kevelaer 1966, S. 21f. | MCMLXVI. Imprimatur. N. 4-23/66. Monasterii, die 19 Octobris 1966. Böggering, Vicarius Eppi Gls.
(Zusätze in [] von G.d.Th.)
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Bild: Papst Franziskus spricht am 25. September 2015 vor den Vereinten Nationen | Bildschirmfoto aus Pope Francis and the need for a more effective United Nations - Vatican News