Romano Guardini über die rechte Einstellung zur Liturgie.
"Sie [die liturgische Gebetshaltung] will nicht eigenherrlich formen, sondern selbsvergessen dienen." Romano GUARDINI: Liturgie und liturgische Bildung, erste (Gesamt-Buch-)Auflage, Würzburg 1966, 104.
"Rechte Einstellung" kann es nur einem wahren und gültigen Sakrament gegenüber geben. Das ist also die erste Frage: Wie weit sind die heutigen Sakramente gültig?
Die Gewissheit der Gültigkeit für die neuen Sakramente, das ist die Frage, die heute gestellt werden muss. Es ist nicht erlaubt, ein zweifelhaftes Sakrament zu empfangen. Jede charakteristische Änderung von Materie und Form hebt die Gültigkeit des Sakramentes auf. Die Änderung eines Sakramentes wurde vom Konzil von Trient mit dem Bann belegt.
Eine Änderung der Form erfolgt durch:
- Auslassungen
- Hinzufügungen
- Abwandlungen
- Transskription des Textes u.a.
P. Alvaro Calderon, Professor für Philosophie und Dogmatik am Priesterseminar in Buenos Aires der Priesterbruderschaft bekräftigt ebenso, daß die neuen Bischofsweihen "sicherlich illegitim" sind.
Geändert wurden grundsätzlich alle Sakramente. Nicht zuletzt steht einer der drei Weihbischöfe der FSSPX für die Ungültigkeit der heutigen Bischofsweihen.
"Wer auch nur sagt.."
Der NOM, vom Gründer der Piusbruderschaft als Luther-Messe bezeichnet, stellt nicht nur eine Gefahr für den Glauben dar, sondern griff das Fundament der von Christus selbst gestifteten Kirche an. Er löste den gewaltigen Bannfluch des heiligen Papst Pius V. aus über jene, die die Neue Liturgie unterstützen, lesen, akzeptieren oder auch nur sagen, daß sie rechtmäßig promulgiert wurde.
"Wer auch nur sagt, der Ritus [irgend eines Sakramentes] könne geändert werden: DER SEI IM BANNE!"
Bei der neuen Messe, bei den neuen Sakramenten wurde nicht nur der Ritus geändert, sondern das Sakrament selbst: "DER SEI IM BANNE!"
"ICH GELOBE
nichts an der Überlieferung, nichts an dem, was ich von meinen Vorgängern bewahrt vorgefunden habe, zu schmälern, zu ändern, oder darin irgend eine Neuerung zuzulassen..die hl. CANONES und Verordnungen unserer Päpste [z.B. Überlieferte Messe] gleichwie göttliche Aufträge des Himmels zu hüten, da ich mir bewusst bin, Dir, Dessen Platz ich durch göttliche Gnade einnehme, Dessen Stellvertretung ich mit Deiner Unterstützung innehabe, strengste Rechenschaft über alles, was ich bekenne, im göttlichen Gericht ablegen zu müssen...
Daher unterwerfen Wir dem Ausschluß des strengsten Bannes:
Wer es wagen sollte – seien es Wir selbst, sei es ein anderer – IRGEND ETWAS NEUES im Widerspruch zu dieser so beschaffenen Überlieferung und der Reinheit des wahren Glaubens und der christlichen Religion zu unternehmen, oder durch seine widrigen Anstrengungen danach trachten sollte, irgend etwas zu ändern oder von der Reinheit des Glaubens zu unterschlagen oder jenen zuzustimmen, die solch lästerliches Wagnis unternehmen..." (aus dem Päpstlichen Krönungseid)
Bezüglich Casels Mysterientheologie empfehle ich den polemischen, aber auch sehr informativen Vortrag von Wolfram Schrems: Die Liturgiekonstitution des II. Vaticanums – Reform oder Revolution?
Manche Autoren werden völlig zu Unrecht als Vorläufer des NOM betrachtet, oder besser: vereinnahmt. Bezüglich Pius Parsch siehe hier ein aufschlußreichee Interview mit seinem Schüler Petrus Tschinkel: www.katholisches.info/…/die-messen-von-…
Manche Leute haben eben ein Interesse, uns den NOM als etwas lang ersehntes zu präsentieren!
Theofokion
vielen Dank für Ihren sehr guten Kommentar. Diese ganzen Vorarbeiten zum 1. Pastoralkonzil ist bei den angeblichen Katholiken schon lange in Vergessenheit gekommen. Ebenso das Verständnis zur göttlichen Liturgie der Katholischen Kirche.
Romano Guardini ist derjenige, der u.a. mit seinen Schriften »Vom Geist der Liturgie« und »Von heiligen Zeichen« maßgeblichen Einfluss auf die diabolische Umgestaltung der Liturgie hatte. Er gehört mit anderen wie Pius Parsch, Karl Rahner, Joseph Ratzinger, Odo Casel zu den eigentlichen Vorreitern des verfluchten NOM und der falschen Ökumene, die als Hinführung zur protestantischen Richtung bereits vor dem Konzil begann. Casel behauptet gar: "Wenn wir miteinander Liturgie feiern, dann vollzieht sich an uns das Werk der Erlösung." Das ist Abweichung vom Glauben pur!
Schon im Jahr 1943 hat die Deutsche Bischofskonferenz eine Abteilung für Ökumenische Angelegenheiten errichtet, geleitet von Kardinal Jaeger Paderborn mit Karl Rahner und Romano Guardini. Erzbischof Jaeger arbeitete im Jahr 1946 mit dem lutherischen Pastor Wilhelm Stählin , dem "Jaeger-Stählin-Kreis" für das Gebet und Diskussion unter den evangelischen und katholischen Theologen zusammen, von denen Walter Kasper, Karl Lehmann und Joseph Ratzinger Mitglieder waren.
Und Augustin Bea, SJ, fungierte als Bindeglied zwischen allen deutschen ökumenischen Gruppen und dem Vatikan.