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Santiago_

Hl. Augustinus: Confessiones (Buch X, 33-69)
Das Buch X stellt die ‚memoria', das Gedächtnis, als den Abgrund des menschlichen Bewußtseins dar. Zunächst analysiert Augustinus die Frage ‚Was aber liebe ich, wenn ich dich liebe, Gott?' Die Analyse der Erinnerung mündet in das Bekenntnis zur Schönheit, die zeigt, was Erinnerung bedeutet. Der Überstieg über die Gegenwart in der Erinnerung ist aber nicht nur ein Aufstieg in die Zeitlosigkeit, sie fordert auch eine Umkehr und Anerkennung der eigenen Endlichkeit. Daher kommt zur ehrlichen Selbsterkenntnis des Lebens auch der Abstieg in die Sorge des praktischen Lebens. In den ‚Bekenntnissen', besonders im Buch X, schaut der ehemalige Perfektionist Augustinus auf sein Lebens, auf die ‚memoria', die er zwar in Ostia einmal für einen Augenblick abschütteln könnte, die er aber jetzt als Bleigewicht des Lebens nicht mehr los wird.

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Santiago_

Die augustinische ‹memoria› als Ort der Vermittlung von Welt, Selbst und Gott