Klaus Elmar Müller

Leo XIV. beschädigt das Wesen der Kirche und das Zweite Vatikanum

Während das Zweite Vatikanische Konzil kirchliche Leitungsämter an den Empfang des Weihesakramentes knüpft, duldet Leo XIV. in Schweizer Bistümern Frauen mit dem Titel "Seelsorgerin" als Vorgesetzte von Priestern und bestätigte zudem eine Frau (Ordensschwester Simone Brambilla) als Leiterin eines römischen Dikasteriums. Dikasterien regieren die katholische Kirche.

Prälat Prof. Martin Grichting (Foto) sieht darin einen Angriff auf das Wesen der Kirche durch den neuen Papst sowie dessen Missachtung des Zweiten Vatikanums.
Er schlussfolgert, dass nun auch die Priesterbruderschaft St. Pius X. nicht mehr strikt an das Konzil zu binden sei.

Bezüglich der Leiterin des Ordensdikasteriums Brambilla erhoben sich gegen Prälat Prof. Grichting zwei Argumente:
1. Ordensleute wären keine Laien, wie es nämlich in "Lumen Gentium" hieße.
2. Die Leitung eines römischen Dikasteriums sei keine eigene Vollmacht, sondern geschehe bloß stellvertretend für den Papst..

In einem zweiten kath.net-Artikel widerlegt der Kirchenrechtler Prälat Grichting scharfsinnig beide Behauptungen.

Sein Schlussgedanke:
"Wenn man die Hand an das sakramentale Wesen der Kirche legt, muss man sich der letzten Konsequenzen bewusst sein. (...) Es muss dem Papst klar sein, dass er, wenn er auf dem Weg seines Vorgängers weitergeht, den Gottesglauben in den Herzen der Menschen unterminiert oder gar zerstört. Darum geht es letztlich. Es ist ein gefährliches Spiel."

Erster Artikel bei kath.net: Will Papst Leo XIV. am II. Vatikanum festhalten?
Zweiter Artikel bei kath.net zur Widerlegung von Gegenargumenten: kath.net/news/89196
71,9K
Alfredus .

Papst Paul VI. sagte schon, dass der Rauch Satans in die Kirche eingedrungen ist und wo dieser Rauch erst einmal zugegen ist, kann der Hl. Geist nicht wirken ... ! So bleibt alles vage und die Konzils-Päpste unklar und oft zweideutig ! So kann nichts zum Guten wachsen, sondern gefährlich abnehmen, so dass der Glaube und die Kirche unverbindlich bleiben . Insgesamt kann man testieren, dass das Feuer des Glaubens erloschen ist und nur das geschändete Gerüst steht ... !

Der Heilige Geist kommt durchaus gegen den Rauch Satans an!

Gast6 teilt das
1249

Der Vatikan sowie die gesamte heutige Afterkirche ist auf dem Weg der Selbstvernichtung

664
Sunamis 49

die löwen kommen überall hinein

Immanuel Kant

Ja hat denn einer geglaubt, das sich der Konzilsungeist einhegen und begrenzen lässt? Wenn die Dämme einmal gebrochen sind, dann gibt es kein Halten mehr.
Es gibt nur eine Lösung: das zweite vatikanische Konzil muss mit Stumpf und Stiel ausgerottet werden.

Michele Indietrista

Würde man es wenigstens mit gewissen zwingenden Interpretationen zuwege bringen?
Wie z. B.
- Der Mensch als Ziel und Mass des Glaubens gemäss Lumen Gentium 16 sei ausschliesslich der Mensch Jesus Christus, im Zentrum und Fokus des Glaubens habe die Gottheit zu stehen und nicht nur die Menschheit
- Die Liturgie könne, wo die Bischöfe es gestatteten, im Neuen Ritus gefeiert werden, sofern er korrekt eingehalten werde, jedem Priester stehe es jedoch frei, in jedem Gotteshaus, in welchem er zelebriere, bzw. an jedem ihm zugewiesenen Ort gemäss eigenem Ermessen die heiligen Sakramente auch im Tridentinischen Ritus zu feiern
- Nostra Aetate sei so zu verstehen, dass die Muslim (Schreibweise des Dokumentes) zwar wie wir einen einzigen Gott verehrten, jedoch historisch gewachsen nicht Denselben (was der lateinische Text problemlos zulässt)
- Dignitatis Humanae sei zwingend so zu lesen, dass Religionsfreiheit nicht die Freiheit des Irrtums bedeute und dass demzufolge Staaten das Recht hätten, auch als Gemeinwesen die wahre Religion und deren Kult anderen vorzuziehen und ihre Ordnung von der Kirche überprüfen zu lassen
- Gaudium et Spes sei so zu lesen, dass Ökumene stets die Heimkehr der Nichtkatholiken und Nichtchristen in diejenige Kirche erstrebe, welche die Wahrheit ist und die Wahrheit lehrt.

Der Ausdruck "zwingende Interpretationen" impliziert ja schon, dass die Texte zweideutig sind und erst interpretiert werden müssen und somit nicht für sich selbst sprechen. Das Prinzip der gespaltenen Zunge, das These und Antithese möglich macht. Die Konzilsväter setzen die Worte und der Leser soll den Sinn setzen, auf das sich jeder in den Texten wiederfinden kann, obwohl er sie völlig anders und entgegengesetzt interpretiert. Das perfekte Chaos. Nur eine völlige Revision und Verwerfung kann hier noch Klarheit schaffen.