Ich bitte um Erklärung: "Sie ist die Mutter unseres höchsten Vaters."
Bitte alle User beteiligen, die sich erleuchtet genug fühlen,diese Frage zu beantworten!
Ich erlebe es immer wieder, dass Sätze wie jener im Titel,
wenn sie bei (katholischen) Sehern bzw. Seherinnen vor-
kommen, schnell von Nörglern als nicht katholisch verurteilt
werden und aufgrund eines solchen Satzes, der nicht in
ihr Verstandeskonzept passt, die restlichen himmlischen
Botschaften gleich mitverworfen werden. Dann klinke ich
mich oft mit dem Argument ein, dass solche Sätze zu Hauf
bei Mystikern oder Heiligen zu finden seien. Darum hier mal
ein solches Beispiel. Man muss ja nur einmal eine bekannte
Schrift eines Heiligen aufschlagen und schon wird man
zahlreich an Sätzen fündig, die dem tiefen Glauben des
jeweiligen Heiligen entsprechen und sehr wohl mit dem
Dogma vereinbar sind, doch nicht im üblich gewohnten
dogmatischen Wortlaut dastehen. Das ist legitim, was ich
schon soooo oft geschrieben habe, weil die Heiligen es
selbst tun. Wenn man immer nur das Dogmatikbuch
rezitieren würde, bräuchte es ja keine Predigten. Predigten
oder geistliche Schriften sind ja gerade dazu da, um die
ewig gültigen Dogmen und die Heilige Schrift mit anderen
Worten noch einmal zu erklären.
Hier ein Satz, den ich schon oft bei Sehern gelesen habe,
aber ganz sicher von den Seher-Kritikern sofort angegriffen
würde. Nun steht dieser Satz aber in dem berühmten Werk
des heiligen und allseits geschätzten Kirchenlehrers Franz v.
Sales. Die Aussage lautet:
"Ehre und verehre mit besonderer Liebe die heilige und
glorreiche Jungfrau Maria. Sie ist die Mutter unseres
höchsten Vaters." (Franz v. Sales, Philothea, Zweiter Teil,
Kap. 16.)
Ich behaupte: Dieser Satz ist sowieso nicht falsch. Wenn
er bei den Sehern so vorkommt, muss gefragt werden:
Warum bzw. inwiefern kann er als richtig gelten? Denn
schließlich muss immer (!) gefragt werden, wie der Autor
eines Werkes es selber meint. Und der Autor von Philothea
kann es zweifellos nur im Rahmen der immer gültigen
katholischen Lehre meinen. Und jetzt die Frage an alle,
die sich die Beantwortung zutrauen (ich brauche keine
hochtrabende Antwort, sondern nur eine, die zeigt, dass
man verstanden hat, worum es geht):
Warum bzw. inwiefern ist obiger Satz theologisch richtig?
Soviel vorneweg: Anhand solcher Fragen lernt man, wie
man über die göttlichen Wahrheiten sprechen darf und
dass man sich im Urteil zurückhalten muss, bevor man
die theologische Sachlage noch nicht durchschaut bzw.
verstanden hat.
(Bin vor allem auf jene gespannt, die sonst immer so
spitzfindig sind. Mal schaun, ob sie eine theologische
Problemstellung mal verurteilungsfrei und nur am
Inhalt orientiert hinbekommen, werde nämlich alle
diffamierenden Kommentare löschen, damit man lernt,
nur am Inhalt zu argumentieren.)