coenaculum
Für Christus habe ich gelebt, für Christus will ich sterben!


Tag des Todesurteils (und liturgischer Gedenktag) 29. Oktober (1942).

„Gott,
du hast der seligen Maria Restituta

die Gabe verliehen, bis in den Tod

für den Glauben und die menschliche Würde

zu kämpfen;

Auf ihre Fürsprache gib,

daß auch wir uns im Kreuz des Herrn rühmen

und unerschrockene

und treue Zeugen deines Heiles werden.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.“

Herr, unser Gott,

Gib, daß wir standhaft bleiben

wie die selige Restituta,

und mach(e) uns bereit,

Trägheit und Feigheit abzulegen,

damit wir am Lohn deiner Märtyrer Anteil erlangen.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.“

„In Erinnerung an Schwester Restituta hat die Gemeinde Wien

eine Wohnhausanlage im 5. Bezirk mit ‘Maria-Restituta-Hof’ benannt.

Der Text der Gedenktafel lautet:

MARIA RESTITUTA HOF

Sie trat im 20. Lebensjahr in die Kongregation der Schwestern des

III. Ordens des heiligen Franziskus, genannt ‘von der christlichen Liebe’,

ein und wurde im Krankenhaus Lainz in der Krankenpflege ausgebildet. Ab 1919 wirkte sie als Operationsschwester im Krankenhaus Mödling.

Ihr furchtloses Eintreten für Glaube und Menschenwürde brachte sie bald in Konflikt mit der nationalsozialistischen Diktatur. Von einem SS-Arzt denunziert, wurde sie 1942 wegen ‘Vorbereitung zum Hochverrat’ zum Tod verurteilt und am 30. Mai 1943 im Landesgericht Wien enthauptet.“



Sr. Restituta hatte eine sehr menschliche Seite: Nach schweren Operationen - und dem sicher sehr anstrengenden Dienst von Verausgabung - war ihre Kraftquelle nicht nur Gebet,

sie gönnte sich oftmals auch ein Gulasch und ein Krügel Bier.

Schauen wir aber auf die „geistlichen“ Qualitäten dieser große Frau:

Als geistliche Schwester lebte sie ganz bewußt in der Weisheit

und aus der Kraft des gekreuzigten Herrn.

Ihr Dienst als Operationsschwester war durchdrungen von dieser Geisteshaltung, nach dem Vorbild des sich hingebenden Jesus

für die Menschen dazusein. - „Das Kreuz ist wohl der beste Lehrmeister“ , schrieb sie in einem ihrer letzten Briefe.

Bekannt ist, daß Sr. Restituta sich sehr dafür eingesetzt hat,

daß die Kreuze nicht aus den Krankenzimmern entfernt werden.

Das war damals angeordnet worden und entsprach dem Wesen

der Nationalsozialisten.

„Der Widerstand, den eine Krankenschwester in ähnlicher Situation

im Wiener ‘Allgemeinen Krankenhaus’ geleistet hat,

wurde mit Strafversetzung geahndet.

Zu gleichen Auseinandersetzungen kam es gelegentlich auch in den Schulen, da die Kruzifixe aus den Klassenzimmern verschwinden sollten.

Im Mödlinger Krankenhaus aber hatte die Dienerin Gottes

sich durchgesetzt: die Kreuze blieben.“

Sr. Restituta kann uns daran erinnern, daß wir uns auch in der heutigen Zeit mehr einsetzen müßten für das Zeichen, das viele nicht mehr verstehen. - Das Kreuz ist nicht nur Torheit und Ärgernis! -

Es bedeutet uns Kraft, weil es - richtig verstanden - sagt:

Du bist von Gott geliebt - auch im Leid, auch im Tod.

Sr. Restituta wurde aber nicht hingerichtet wegen dieser „Kreuzesgeschichte“. - Sie erbat sich eine Abschrift eines „hochverräterischen“ Soldatenliedes, und es wurde ihr vorgeworfen,

das „Soldatenlied“ zwei Ordensschwestern vorgelesen zu haben.

Diese „Straftat“ und allein die Vermutung,

daß sie die Absicht gehabt habe,

es einem größeren Personenkreis zugänglich zu machen,

begründeten das Todesurteil.

Im Foyer des Krankenhauses Mödling erinnert eine Gedenktafel

an

Sr. Maria Restituta - Helene Kafka:

„Sie diente den Kranken in diesem Hause von 1919 bis 1942

und starb am 30. März 1943 im Landesgericht Wien auf dem Schafott

für ihren Glauben und die Freiheit Österreichs.“ (Quelle: Liturgie vom Tag)
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Dem TONI FABER gefällt so ein Schund von Büste. Siehe Stefansdom.