Galahad
Roberto de Mattei: „Habe starke Vorbehalte gegen die Kommunikationsstrategie von Papst Franziskus …



Roberto de Mattei: „Habe starke Vorbehalte gegen die Kommunikationsstrategie von Papst Franziskus“

(Rom) Seit dem umfangreichen Interview von Papst Franziskus mit der Jesuiten-Zeitschrift Civiltà Cattolica herrscht neues Durcheinander im katholischen Lager. Während die Massenmedien jubeln und Papst Franziskus als „Revolutionär“ feiern, verteidigt ein Teil der Katholiken den Papst mit der Formel, die Massenmedien würden Franziskus bewußt mißverstehen und absichtlich seine Äußerungen zurechtbiegen, während der Papst nichts an der katholischen Lehre ändere, sondern nur einen eigenen, ganz besonderen Stil habe. Papst Franziskus spreche nicht als Akademiker, sondern als Prediger zu den Menschen, wie der katholische US-Publizist George Weigel meinte. Ein anderer Teil der Katholiken beobachtet die Art, wie Papst Franziskus mit der Welt kommuniziert mit zunehmender Sorge. Nicht zuletzt auch wegen des Applauses von der falschen Seiten.
Es werden Zweifel am Nutzen einer Kommunikationsform geäußert, die offensichtlich anfällig für Mißverständnisse ist. Mehr noch, manche hegen Zweifel, ob es dem Papst nur um eine neue Form des Kommunizierens mit den Menschen geht, die umstritten ist, oder auch um inhaltliche Änderungen. Nicht um einen offenen Bruch mit Teilen der Glaubenslehre, aber vielleicht um eine indirekte Aufweichung durch Zweideutigkeit. Offiziell wäre damit nichts geändert, praktisch aber in den Köpfen der Menschen sehr viel. Genau, das, so einige Kritiker, sei bereits jetzt der Fall, gerade zu den „heißen Eisen“, wie Abtreibung und Homosexualität. Der Papst betone, daß die Lehre der Kirche dazu klar definiert sei, spricht sie aber nicht aus, oder jedenfalls nicht in der breiten Öffentlichkeit, sondern nur vor einschlägigen Kreisen.

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