Tina 13

Maria im Abendmahlsaal.
Maria im Abendmahlsaal
Ich möchte einen kontemplativen Blick auf Maria werfen, so wie sie in den Anfängen der Kirche, in der Apostelgeschichte beschrieben wird. Am Anfang dieser neutestamentarischen Schrift, die über das Leben der ersten christlichen Gemeinde berichtet, behauptet der heilige Lukas, nachdem er die Namen der einzelnen Apostel angeführt hat: "Sie alle verharrten dort einmütig im Gebet, zusammen mit den Frauen und mit Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern." (Apg 1,14)
Aus diesem Rahmen löst sich die Person Mariens heraus, die einzige die, ausser den Aposteln, mit ihrem Namen genannt wird: sie stellt ein anderes, ein ergänzendes Gesicht zu jenem der amtlichen oder hierarchischen Kirche dar.
In der Tat berichtet der heilige Lukas von der Anwesenheit einiger Frauen im Abendmahlsaal und weist dadurch auf die Wichtigkeit der Teilnahme der Frau am Leben der Kirche von ihrem Anfang an hin. Diese Präsenz ist eng mit der Beharrlichkeit der Gemeinde im Gebet und in der Eintracht verbunden. Sie beweist vollkommen diese zwei grundlegenden Aspekte der spezifischen Teilnahme der Frau am kirchlichen Leben.
Maria übernimmt diese Mission der Frau auf hervorragende Weise. Wer ermutigt die Gläubigen besser als Maria zur Beharrlichkeit im Gebet? Wer fördert besser als Maria das Gebet und die Eintracht?
Lukas stellt Maria ausdrücklich als "Mutter Jesu" vor (Apg 1,14), indem er auf diese Art fast nahelegen will, dass ein Teil der Gegenwart des in den Himmel aufgefahrenen Sohnes, in der Gegenwart der Mutter verbleibt.
Sie ruft das Gesicht Jesu in das Gedächtnis der Jünger zurück und ist durch ihre Gegenwart inmitten der Gemeinde, das Zeichen der Treue der Kirche zu Christus, dem Herrn.
In diesem Zusammenhang weist der Titel "Mutter" auf ihr Gebaren der mütterlichen Fürsorge hin, mit der die heilige Jungfrau sich dem Leben der Kirche widmet. Ihr öffnet Maria ihr Herz, um die Wunder zu bekunden, die der allmächtige und barmherzige Gott in ihr hervorgebracht hat.
Maria übt ihre Mutterschaft für die Gemeinschaft der Gläubigen nicht nur aus, um durch ihr Gebet für die Kirche die Gaben des Heiligen Geistes zu erhalten, die für die Entwicklung und die Zukunft der Kirche wichtig sind, sondern auch um die Jünger des Herrn in der beständigen Gemeinschaft mit Gott zu erziehen.
Dadurch wird sie zur Erzieherin des christlichen Volkes für das Gebet, die Begegnung mit Gott, ein zentrales und unentbehrliches Element, damit das Werk der Hirten und der Gläubigen immer seinen Anfang und seine tiefe Begründung im Herrn findet.
Johannes Paul II.
Generalaudienz vom 6. September 1995

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Bibiana

Maria - neben Jesus ein Wunderwort. Betrachte es, sprich es aus, ruf es an, lass dich damit glücklich machen.
Was Maria in Wahrheit alles ist, kann niemand aufzählen, man käme an kein Ende.

Tina 13

"Maria übernimmt diese Mission der Frau auf hervorragende Weise. Wer ermutigt die Gläubigen besser als Maria zur Beharrlichkeit im Gebet? Wer fördert besser als Maria das Gebet und die Eintracht?"