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historix

Skellig Michael.
Von den unzähligen Inselklöstern in Irland ist das Kloster auf Skellig Michael sicher das Außergewöhnlichste: Es ist eher eine Mönchssiedlung und veranschaulicht, wie spartanisch die frühchristlichen Mönche vom 7. bis 12. Jahrhundert gelebt haben. Sie waren Iroschotten und als Wandermönche bekannt. Rund zwölf Kilometer vor der Küste der Iveragh-Halbinsel im Südwesten Irlands, auf einer von zwei pyramidenförmigen Felseninseln, hatten sich die Mönche angesiedelt, um Gott näher zu sein. Treppen mit rund 700 in den Fels gebauten Steinstufen führen zu den sechs bienenkorbartigen Mönchszellen, den zwei Gebetshäusern mit Hochkreuzen und einem kleinen Friedhof. Diese Klosteranlage wurde 1996 auf die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes gesetzt. Faszinierend ist die Gesamtheit dieses Orts mit den beiden Felseninseln, eine "Stätte, deren Magie weit aus Raum und Zeit, weit aus unserer Welt hinausführt", wie der irische Dichter George Bernard Shaw (1856 - 1950) befand. Die kleinere der beiden Skelligs, Little Skellig, ist Vogelschutzgebiet mit einer der größten Basstölpel-Kolonien der Erde. Kein Mensch lebt auf Skellig Michael, auch der Leuchtturm ist seit Jahrzehnten nicht mehr besetzt.
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pina

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andrea76

amazing!