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🌈 Erzbischof Paglias „moralische Revolution“ verbirgt ein „unaussprechliches Interesse“ – Monsignore Melina

Monsignore Livio Melina (auf dem Foto zusammen mit Benedikt XVI.), ehemaliger PrĂ€sident (2006–2016) des PĂ€pstlichen Instituts Johannes Paul II. fĂŒr Studien zu Ehe und Familie, hat ĂŒber die Rolle von Erzbischof Vincenzo Paglia bei der Auflösung des ursprĂŒnglichen Instituts geschrieben.

Melina reagierte am 20. Juni auf LaNuovaBq.it auf ein Interview, das Paglia am 21. Mai der „Settimana News“ gegeben hatte.

„Deckmantel fĂŒr ein unaussprechliches Interesse“

Melinas markantester Vorwurf findet sich gegen Ende seines Essays: „Paglias Handeln war nicht von theologischen GrĂŒnden geleitet, sondern von einer ideologischen Kritik am Institut.“

Er deutet an, dass Ideologie dazu dient, tiefere Motive zu verbergen: „Ideologie fungiert, wie Karl Marx uns gelehrt hat, als Deckmantel fĂŒr ein unaussprechliches Interesse.“

Melina vermutet, dass die UnterdrĂŒckung möglicherweise auf der Überzeugung beruhte, die traditionelle Lehre der Kirche ĂŒber Ehe und Familie sei „unvernĂŒnftig“ und „undurchfĂŒhrbar“.

„Keine Tatsachen, nur Interpretationen“ – Nietzsche

Melina wirft Paglias Paradigma vor, auf dem „dem Modernismus eigenen Prinzip der Immanenz“ zu beruhen, bei dem die Interpretation Vorrang vor der objektiven RealitĂ€t hat.

Unter Berufung auf Nietzsches Ausspruch „Es gibt keine Tatsachen, nur Interpretationen“ argumentiert Melina, dass die Lehre durch historische UmstĂ€nde neu geprĂ€gt werde, anstatt als stabiler Maßstab der Wahrheit zu dienen.

FĂŒr Melina handelt es sich hierbei nicht lediglich um eine pastorale Neuausrichtung, sondern um die Übernahme philosophischer PrĂ€missen, die frĂŒhere PĂ€pste als den intellektuellen Kern des Modernismus identifiziert hatten.

Das Gewissen als Quelle der moralischen Norm

Der dogmatische Kern von Melinas Kritik betrifft das Gewissen. Er argumentiert, dass das von Paglia geförderte neue Paradigma dem subjektiven Gewissen eine Rolle zuweist, die die katholische Moraltheologie nicht akzeptieren kann.

Anstatt dass das Gewissen eine Handlung anhand objektiver moralischer Wahrheit beurteilt, lÀuft es Gefahr, selbst zur Quelle der Norm zu werden.

Melina bezeichnet dies als „eine regelrechte Hypertrophie des Gewissens“.

Er sagt, dieser Ansatz verschmelze die moralische Norm mit dem Gewissen: „Auf diese Weise werden moralische Absolutheiten geleugnet.“

Paglias Paradigma untergrĂ€bt die Lehre von „Veritatis Splendor“, insbesondere die Lehre, dass manche Handlungen an sich böse sind und niemals durch UmstĂ€nde gerechtfertigt werden können.

„Welche Moral will die Kirche?“

Ein weiteres Ziel ist der Begriff des „möglichen Guten“.

Melina erklĂ€rt, dass in Paglias Ansatz das „mögliche Gute“ zum Kriterium dafĂŒr wird, welche moralische Norm tatsĂ€chlich bindend ist. FĂŒr Melina reduziert dies die christliche Moral auf das, was der verwundete Mensch derzeit leisten kann, anstatt auf das, was die Gnade ermöglicht.

FĂŒr Melina geht es bei dieser Auseinandersetzung um die Ausrichtung der gesamten Kirche. Entweder verkĂŒndet die Kirche weiterhin die GrĂ¶ĂŸe der menschlichen Berufung in Christus, oder sie passt diese Berufung nach unten an die Grenzen des gefallenen Menschen an.

Er stellt die beiden Möglichkeiten gegenĂŒber: eine herabgesetzte Moral, die SchwĂ€che rechtfertigt, oder eine Moral, die darauf vertraut, dass die Gnade den Menschen verwandelt.

FĂŒr Melina ging es bei der Schließung des ursprĂŒnglichen Johannes-Paul-II.-Instituts letztlich nicht um eine akademische Umstrukturierung, sondern darum, eine Theologie zu ersetzen, in deren Mittelpunkt Gnade, Bekehrung und objektive moralische Wahrheit stehen.

AI-Übersetzung
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Ana W. Hwang teilt das

Im Kern steht die Frage, ob die katholische Morallehre an der objektiven Naturrechtslehre oder an einem kulturellen Gewissensurteil ausgerichtet wird. Leo XIV tendiert zu letzterem.

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Josefa Menendez

Melina beschreibt ebenfalls Prevost: „Auf diese (synodale) Weise werden moralische Absolutheiten geleugnet.“ Prevost untergrĂ€bt die Lehre, dass manche Handlungen an sich böse sind und niemals durch UmstĂ€nde gerechtfertigt werden können. Er fördert eine herabgesetzte Moral, die SchwĂ€che rechtfertigt. Also, falsche Barmherzigkeit.