Tugendschule für Deutschland (7) Behutsamkeit
Tugendschule für Deutschland(7) Behutsamkeit
Die Behutsamkeit ist eine Tugend, die behütet, indem
sie Gut und Böse voneinander unterscheidet und so
Seele und Leib vor schädlichem bewahrt. Man ist so-
zusagen auf der Hut vor Schaden, wobei die Gesund-
heit behütet wird. Das behutsame Handeln ist nicht
mit Furchtsamkeit oder Feigheit zu verwechseln, im
Gegenteil, sie ist eine Äußerung von Weisheit.
Wovor man auf der Hut sein muss:
-Rauchen
-häufigem Alkoholgenuss
-Drogen
-schädlichen Medikamenten
-schädlichen Nahrungsmitteln
-etc.
Natürlich hat der Körper notwendige stoffliche Bedürf-
nisse und ist sensibel für Hunger, Durst, Kälte, Wärme,
Schmerz, Krankheit, Ermüdung ... und sie müssen auch
im notwendigen Maß befriedigt werden, doch sie sollen
auch aufgeopfert werden, um der Abbüßung der Sünden-
schuld der Menschheit zu dienen.
Der Mensch mache sich auch bewusst, dass er durch
sein Konsumverhalten die Pläne Gottes negativ beein-
flussen kann. Wenn z.B. der Schöpfer plant, dass jemand
seinen Leib für etwa 70 Jahre zur Genugtuung der Ge-
rechtigkeit Gottes einsetzt - unter der Bedingung ge-
sunder Ernährung - , der Mensch aber irgendwelche
schädlichen Gewohnheiten praktiziert wie Rauchen,
kann es sein, dass der Göttliche Plan von 70 Jahren
auf 60 Jahre reduziert wird. Damit würde man dem
Schöpfer 10 Jahre stehlen. Diese Sünde nennt man
Leichtsinn.
Leichtsinn kommt besonders auch darin zum Ausdruck,
wenn sich der Mensch lebensbedrohlichen Situationen
freiwillig aussetzt, sozusagen als Mutprobe. Das ist
grobe Unvorsichtigkeit. "Vor-Sicht" besagt ja schon,
dass man eine Gefahr vorhersieht, also sollte man sie
auch meiden, weil sie das eigene Leben und damit den
Plan Gottes mit uns und darüber hinaus den Heilsplan
Gottes mit allen Menschen negativ beeinflussen würde.
Handeln wir also behutsam, indem wir alles, was wir auf
Erden besitzen, als Leihgabe des Schöpfers betrachten
und vernünftig damit umgehen, sodass wir uns nicht
unnötigen Risiken aussetzen.
-->Spr 14,3
Im Mund des Toren sprießt der Hochmut,
den Weisen behüten seine Lippen.
Deswegen sagt man in Bayern am Ende jeden Gesprächs:
"Pfüat Gott" (Pfiad God, Pfiade God, Pfiad eana God)
= Behüt Gott (Behüt Gott, Behüt dich Gott, Behüt Sie Gott)