Monologe (2) Über Slawen, Tschechen, Polen, Juden, Russen u.a.
25. 1. 1942, mittags
Gäste: Dr. Lammers,
RFSS Himmler,
Oberst Zeitzier
Die Leute vom Altreich haben von Nationalitäten keinen Schimmer; sie sind aufgewachsen, umgeben von einer Wolke von Dummheit. Keine Ahnung vom Problem Österreich! Daß es sich hier nicht um einen Staat in unserem Sinn, sondern um ein Gemengsel handelte, haben sie nicht begriffen! Divisionen hatte Österreich nicht, Österreich hatte Tschechen, Kroaten, Serben! Heilige Einfalt, hier ist alles vergeblich. Jeder Tscheche ist der geborene Nationalist, der seinen Interessen alle anderen Verpflichtungen unterordnet. Man darf sich nicht täuschen, je mehr er sich beugt, um so gefährlicher wird er. Der Altreichsdeutsche zerfließt, wenn er das sieht.
N[eurath] war doch total zerflossen, der tschechische Adel hat ihn eingewickelt.(95) Noch ein halbes Jahr, dann hätten wir dort eine Produktion von fünfundzwanzig Prozent gehabt! Der Tscheche ist von allen Slawen der gefährlichste, weil er fleißig ist. Er hat Disziplin, hat Ordnung, er ist mehr mongoloid als slawisch. Hinter einer gewissen Loyalität weiß er seine Pläne zu verbergen. Sie werden jetzt arbeiten, weil sie wissen, daß wir unbarmherzig und brutal sind. Ich verachte sie nicht, es ist ein Schicksalskampf. Ein fremder Rassensplitter ist in unser Volkstum eingedrungen, einer muß weichen, er oder wir.
Beim Polen haben wir das Glück, daß er faul ist und dumm, eingebildet. Der tschechische Staat war infolge der langen Erziehung durch uns ein Muster an Sauberkeit. Korruption gab es dort nicht mehr wie anderswo. Die Ehrauffassung war gut in der Beamtenschaft. Ein Hacha ist deshalb auch gefährlicher als ein journalistischer Spitzbub. Persönlich ist er ein integrer Charakter, er wird sich nicht mit einer Krone in diesem Staat bereichern. Die Bestechlichen sind weniger gefährlich. Lauter Dinge, die im Altreich nie richtig erkannt worden sind. In der Behandlung der Polen hat man denn auch himmlische Mißerfolge erzielt. Die Stärkung des Polentums: Es ist das vollständige Versagen des Altreichs! Die paar Grenzgebiete, die mit dem Ausland umgehen konnten, werden vergewaltigt durch biedere Patrioten aus dem Herzen Deutschlands, die durch Güte meinen die Herzen der anderen gewinnen zu können. Gut gegangen ist es in der theresianischen Epoche. Die Folge: In den vierziger Jahren war der Volksstamm völlig niedergeworfen. Dann kam das Bürgertum zur Herrschaft. Und das Errungene ging wieder verloren.
Zar Ferdinand(96) hat mir einmal gesagt: Wissen Sie, der gefährlichste Mensch, den es überhaupt gibt, das ist Benes, Titulescu ist bestechlich, aber Benes, ich weiß es nicht, ich fürchte, er ist nicht bestechlich!(97) Ferdinand war ja wirklich schlau. Das ist die Aufgabe der Partei und ihrer Organisationen, daß sie im Laufe der nächsten fünfhundert Jahre das gründlich besorgt. Die Habsburger sind auch daran kaputtgegangen. Sie glaubten, sie könnten die Frage durch Güte lösen. Die Tschechen haben ihr Verhalten gar nicht als Verrat angesehen. Es ist einer der unerklärlichen Vorgänge der Geschichte, wie die Bajuwaren aus diesem Raume herausgekommen und die Tschechen da hereingekommen sind. Eine verhängnisvolle geopolitische Situation, weil wir in der nächsten Nähe die Polen haben. Dazwischen nur den schmalen schlesischen Raum.
Wenn ich einhundertfünfzigtausend Wolhyniendeutsche herausziehe, so ist das auch mit Härten verbunden wie die Räumung von Südtirol.(98) Wenn ich heute den Juden herausnehme, dann wird unser Bürgertum unglücklich: Was geschieht denn mit ihm? Aber haben sich die gleichen darum gekümmert, was aus den Deutschen werden würde, die auswandern mußten? Man muß es schnell machen, es ist nicht besser, wenn ich einen Zahn alle drei Monate um ein paar Zentimeter herausziehen lasse - wenn er heraußen ist, ist der Schmerz vorbei. Der Jude muß aus Europa heraus. Wir kriegen sonst keine europäische Verständigung. Er hetzt am meisten überall. Letzten Endes: Ich weiß nicht, ich bin kolossal human. Zur Zeit der päpstlichen Herrschaft in Rom sind die Juden mißhandelt worden. Bis 1830 wurden acht Juden jedes Jahr durch die Stadt getrieben, mit Eseln. Ich sage nur, er muß weg. Wenn er dabei kaputtgeht, da kann ich nicht helfen. Ich sehe nur eines: die absolute Ausrottung, wenn sie nicht freiwillig gehen. (99)
Warum soll ich einen Juden mit anderen Augen ansehen als einen russischen Gefangenen? Im Gefangenenlager sterben viele, weil wir durch die Juden in diese Lage hineingetrieben sind. Aber was kann denn ich dafür? Warum haben die Juden denn den Krieg angezettelt? Dann mag es wieder drei-, vierhundert Jahre dauern, bis die Juden in Europa erneut einziehen. Zunächst als Händler, dann lassen sie sich nieder, um ihre Mitwelt zu begaunern. Schließlich werden sie Philanthropen und machen Stiftungen. Wenn ein Jude das tut, so wird das besonders vermerkt - man weiß, er ist ein Schweinehund..., sieht man aber näher hin, so merkt man, daß das oft die gerissensten Juden sind. Die Arier sagen dann, ja, was wollt ihr denn, es gibt doch auch gute Juden. Ich nehme an, die Nationalsozialistische Partei baut einmal eine festgefügte Gesellschaftsordnung auf, nimmt Staatsstellungen ein und pflegt den Reichtum. Hoffentlich kommt dann auch wieder einer und zieht einen neuen Verein auf.
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Quelle: Adolf Hitler, Monologe im Führerhauptquartier 1941-1944. Die Aufzeichnungen Heinrich Heims herausgegeben von Werner Jochmann, Hamburg 1980/ Sonderausgabe Bindlach 1988, S. 227-229.
Bild: Ruine von Hitlers Bunker in der Wolfsschanze
| Von Adam Jones from Kelowna, BC, Canada - Hitler's Bunker - Wolfsschanze (Wolf's Lair) - Hitler's Eastern Headquarters - Gierloz - Masuria - Poland - 01, CC BY-SA 2.0, Wikimedia Commons