US-Angriff auf Grundschule im Iran: Nun rückt Palantir in den Fokus
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Der US-Angriff auf eine Mädchenschule im iranischen Minab, bei dem laut iranischen Angaben 168 Menschen starben, darunter auch viele Kinder, rückt vor allem die Rolle von Palantir Technologies in den Mittelpunkt. Nach Berichten von The Guardian und The New York Times sollen beim Angriff veraltete Geheimdienstdaten verwendet worden sein. Gleichzeitig kam offenbar das von Palantir entwickelte „Maven Smart System“ zum Einsatz, das Satellitenbilder, Sensordaten und Geheimdienstinformationen automatisch auswertet und mögliche Ziele für Angriffe vorschlägt.
Das System ist Teil der sogenannten „Kill Chain“, also der Kette von Entscheidungen vom Erkennen eines Ziels bis zum Angriff. Kritiker werfen Palantir vor, diese Prozesse so stark zu beschleunigen, dass menschliche Kontrolle und sorgfältige Prüfung verloren gehen. Beobachter sprechen deshalb vom ersten großen KI-gestützten Krieg der USA.
Die Grundlage dafür entstand bereits 2017 mit dem Pentagon-Projekt Maven. Nachdem sich tausende Google-Mitarbeiter gegen eine Beteiligung ausgesprochen hatten, übernahm 2019 schließlich Palantir Technologies die Weiterentwicklung.
PHANTOM - SCHWEIZ
• Satelliten
• Drohnen
• Handys und Funkgeräten
• Kameras
• Bewegungsprofilen
• militärischen Datenbanken
Anschliessend wertet eine KI diese Informationen automatisch aus und erkennt Personen, Fahrzeuge, Gebäude oder ganze Netzwerke.
• Wer mit wem telefoniert
• Wer sich wo bewegt
• Wer sich regelmässig mit bestimmten Personen trifft
• Welche Fahrzeuge oder Geräte jemand benutzt
• Welche Muster als „verdächtig“ gelten
Dadurch entsteht ein digitales Profil jedes Menschen. Wer in dieses Muster passt, kann vom System als Bedrohung eingestuft werden, selbst wenn die Daten falsch oder unvollständig sind.
Ein veralteter Datensatz führte dazu, dass eine Schule im Iran fälschlich als militärisches Ziel eingestuft wurde. Weil MAVEN die sogenannte „Kill Chain“, also den Weg von der Beobachtung bis zum Angriff, massiv beschleunigt, blieb kaum Zeit, den Fehler zu erkennen oder zu stoppen. 168 Menschen wurden getötet.
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