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Zweihundert

Schilderdämmerung in Steglitz – Hört uns mit dem Herzen!
Wir stehen hier für jene, die getragen haben, bis sie gebrochen sind:
für Ärztinnen und Ärzte, die Heilung bringen wollten und selbst Verletzungen tragen,
für Familien ohne ruhige Nächte,
für Existenzen, zerrieben zwischen Gewissen und Gesetz.
„Liebt einander, wie ich euch geliebt habe“ (Joh 13,34) – ein Auftrag, der uns über Pflicht hinausführt.
Denn Barmherzigkeit ist kein Luxus, sondern Gebot Gottes: „Wer Barmherzigkeit übt, wird Barmherzigkeit erlangen“ (Mt 5,7; KKK 2447).
Die Heilige Schrift mahnt uns, die Bedürftigen zu schützen: „Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit du lange lebst und dir wohl ergehe auf Erden“ (Sir 4,10) – Respekt für die, die Leben bewahren, ist Teil des göttlichen Gesetzes.
Wir klagen nicht an, wir weinen, wir schweigen –
denn Schweigen kann lauter sein als jedes Urteil.
Ein System ohne Herz macht krank, ein Staat ohne Mitgefühl verliert seine Seele.
„Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war krank, und ihr habt mich besucht… Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,35–40).
Seht uns. Hört uns. Vergesst uns nicht.
Denn nur in der Verbindung von Wahrheit und Barmherzigkeit kann Heilung geschehen.
Ohne Wahrheit kein Frieden, ohne Barmherzigkeit keine Heilung.
(Schilderdemo, Schlossstraße Steglitz, 3. Februar 2026)

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