Selbst die grössten Verbrecher will Gott retten.
Ein Bericht aus dem Jahre 1988 hatte von der Bekehrung einige führender Männer des Hitlerregimeswährend des Nürnberger Prozesses Mitteilung gemacht. Hier ein Auszug aus diesem Bericht: Ein protestantischer Pastor hatte die Aufgabe, die evangelischen Kriegsverbrecher im Gefängnis seelsorglich zu betreuen. Diese Aufgabe war für ihn nicht leicht, denn seine beiden Söhne waren auch Opfer der Nazis geworden.
Der Pfarrer brachte eine Nacht im Gebet zu, um von Gott zu erfahren, wie er diesen Menschen das Wort Gottes bringen solle.Ihm wurde klar, dass er die Sünde wohl hassen, aber den Sünder lieben müsse.
15 der 21 Angeklagten wurden von dem protestantischen Pfarrer betreut. Es waren unter ihnen: Keitel, von Ribbentrop, Raeder, Dönitz, von Neurath, Speer, Schacht, Frick, Funk, Fritsche, von Schirach, Sauckel und Göring. Die anderen besuchten keinen Gottesdienst. Es wurden Lieder gesungen, dann eine Schriftlesung gehalten, eine kurze Ansprache, zum Schluss Gebet und Segen.
Sauckel war der erste, der sein Herz dem Evangelium öffnete.Er hatte 10 Kinder und eine gläubige Frau.Nach Kurzem betete er das Gebet des Zöllners: " O Gott, sei mir Sünder gnädig." Danach baten Fritsche und von Schirach um Zulassung zum Abendmahl. Sie knieten nieder vor dem Pfarrer, um Brot und Wein zu empfangen. Gott hatte mächtig an ihren Herzen gewirkt. Als reuige Sünder durften sie die Vergebung annehmen.
Raeder war eifriger Bibelforscher und nahm auch bald am Abendmahl teil. Später fand auch von Ribbentrop an, die Bibel zu lesen.
Vor der Hinrichtung der zum Tode Verurteilten durften sie ihre Frauen sprechen.
Ribbentrop liess seine Frau versprechen, die Kinder in der Furcht des Herrn zu erziehen. Sauckels Gattin musste ebenfalls das Gelübde ablegen, ihre Kinder nahe beim Kreuz gross werden zu lassen.
Göring hörte, dass sein Töchterchen gesagt habe, es hoffe, seinen Papa im Himmel wiederzusehen. Er war zum ersten Mal gerührt und hatte Tränen in den Augen. Doch dann nahm er sich am Abend vor der Hinrichtung das Leben. Ein längeres Gespräch mit dem Pfarrer hatte ihn nicht umstimmen können, sich für Gott bereit zu machen.
Keitel, der Chef des Wehrmachtsstabes, drückte seinen Dank aus, dass man ihnen als Missetätern geistliche Hilfe habe zukommen lassen. Unter Tränen sagte er: "Sie haben mir mehr geholfen als Sie vermuten können. Möge Christus mir beistehen!"
Sauckel war sehr erschüttert, und manchmal meinte er, dass er vor der Vollstreckung des Urteils erliegen würde. Stets betete er in seiner Zelle:" O Gott, sei mir Sünder gnädig."
Als die letzte Stunde angebrochen war, musste von Ribbentrop als erster den Gang zum Galgen machen. Bevor er die Zelle verliess, sagte er, dass er all sei Vertrauen auf das Blut des Lammes setze, das die Sünde der Welt wegnimmt, und bat Gott, seiner Seele gnädig zu sein. Dann stieg er die dreizehn Stufen zur Hinrichtung hinauf.
Auch Keitel ging im Vertrauen auf Gottes vergebende Gnade. Auch Sauckel ging mit einem letzten Gebet in die Ewigkeit.
Frick versicherte dem Pfarrer, dass auch er an das reinigende Blut Jesu glaube und dass er während der Gottesdienste Jesus Christus persönlich begegnet sei.
Rosenberg hatte allen geistlichen Beistand abgelehnt, Streicher ging mit einem " Heil Hitler" in die Ewigkeit.