[Abendland #125] BURGKAPELLE SCHLOSS EGER. M. 13. Jh., Obergeschoß einer zweigeschossigen Anlage ¶
Ihre überlange Geschichte begann die Egerer Burg bereits zu Beginn des 12. Jahrhunderts zu schreiben. Sie ist unter anderem mit dem mächtichen Geschlecht der Staufer verbunden, aus dem eine Reihe römisch-deutscher Könige und Kaiser hervorgegangen war. Es war eben einer von ihnen, der berühmte Friedrich Barbarossa, der gegen Ende des 12. Jahrhunderts die ursprüngliche Burganlage zur Kaiserpfalz, dem einzigen Vertreter dieses Burgenbaustils auf unserem Boden, ausbauen ließ.
Als das wertvollste Bauwerk der Egerer Burg wird die sog. Doppelkapelle der Hl. Erhard und Ursula erachtet. Die romanische Doppelkapelle entstand Ende des 12. Jahrhunderts neben dem Burgpalas, an der Stelle eines früheren slawischen Friedhofs. Jede Kapelle ist einem anderen Patron geweiht. Miteinander verbunden sind beide Kapellen durch eine achteckige Öffnung sowie eine Treppe.
Die Oberkapelle (den Hl. Erhard und Ursula geweiht) war für Gottesdienste gedacht, vor allem wenn der Kaiser auf der Burg zugegen war. Der Herrscher konnte die Oberkapelle sogar durch einen gesonderten Eingang betreten. Die Ausschmückung der Oberkapelle bilden romanische Fenster, schlanke Marmorsäulen und ein steinernes Kreuzgewölbe. Die Kapitelle der Säulen sind mit pflanzlichen Ornamenten und figuralen Szenen (Engelfiguren, bzw. Alegorien der Sünden usw.) verziert. ... Kapelle der Hl. Erhard und Ursula - Doppelkapelle | Die Egerer Burg ¶
Das Egerland (historisch auch Reichspfandschaft Eger) ist ein [heute größtenteils nur ehemalig] deutsches Gebiet und umfaßt den Westen Böhmens sowie historisch kleine Teile Oberfrankens und der Oberpfalz. ... Egerland – Metapedia
Bild: Kapelle der Hl. Erhard und Ursula - Doppelkapelle | Die Egerer Burg ¶