Nürnberg/Berlin: Wenn das Amt den Glauben testet
Nürnberg/Berlin. Das Bundesamt für Migration überschreitet bei der Anhörung christlicher Konvertiten Grenzen. Kirchenvertreter sind entsetzt.
"Wie heißen die beiden Söhne im Gleichnis vom verlorenen Sohn?" Pfarrer Gottfried Martens aus Berlin-Steglitz kann diese Frage nicht beantworten. Sein iranischer Täufling noch weniger. Denn in der Bibel werden die Namen der beiden Söhne überhaupt nicht erwähnt. Der Iraner allerdings könnte deswegen nun in seine Heimat abgeschoben werden. Denn weil er in seiner Anhörung vor dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf), die kürzlich in Berlin stattfand, diese Frage nicht beantworten konnte, glaubte ihm das Amt nicht, dass er wirklich und aus voller Überzeugung zum christlichen Glauben konvertiert ist.
Ein Einzelfall? Mitnichten. Bei Pfarrer Martens häufen sich die Fälle von Konvertiten, die einen negativen Asylbescheid erhalten haben. "Und fast immer finden sich in den Anhörungsprotokollen Belege …
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