Diese schafften die Voraussetzung «dem Alten Ritus die vollständige Freiheit wiederzugeben», sagte Mosebach in einem Interview mit der in Berlin erscheinenden Zeitung «Die Welt» (Montag).
In den zurückliegenden Jahren sei versucht worden «mit bürokratischen Mitteln» die Wiederfreigabe der traditionellen Messform zu unterlaufen, so Mosebach weiter. Es gebe eine «Kirchenspaltung» zwischen denjenigen, die an der alten Sakramententheologie der Kirche festhalten würden und denjenigen, die meinten, im 2. Vatikanischen Konzil sei eine «neue Kirche gegründet worden». Der Schriftsteller beklagte, dass «ein nicht kleiner Teil der katholischen Bischöfe in einem suizidalen Rausch versucht hat, sich von der katholischen Überlieferung zu trennen».
Mosebach gilt als leidenschaftlicher Verteidiger der tridentinischen Messe. Sein 2002 erschienenes Buch «Häresie der Formlosigkeit» rechnet mit den seiner Meinung nach verheerenden Veränderungen seit der Liturgiereform ab.