S. Christianus

Unglaubwürdigkeit aller Wunderberichte?

Es ist lediglich die Behauptung der Unmöglichkeit der Wunder, wenn man sagt: man könne Wundererzählungen nie glauben, da Wunder mit der Natur und deßhalb mit der Vernunft in Widerspruch stünden. So z. B. Spinoza und nach ihm Strauß. Es ist ein von Hume aufgebrachtes und in verschiedenen Formen wiederholtes Sophisma, wenn man sagt: „kein historischer Beweis könne jemals die Gewißheit eines Wunders herstellen, da immer demselben ein weit stärkerer Gegenbeweis entgegenstehe; denn die physikalische Gewißheit der Naturgesetze, welche Wunder ausschlössen, sei stärker als die blos moralische Gewißheit irgend welcher historischen Zeugnisse; ferner stehe den historischen Zeugnissen Einzelner für Wunderereignisse die allgemeine Erfahrung entgegen, welche darthue, daß keine Wunder geschehen.“ Die Auflösung dieser Sophismen liegt auf der Hand. Die Naturwissenschaft lehrt, daß durch die bloßen Kräfte der Natur Thatsachen, wie die Wunder, unmöglich stattfinden können – und gerade Das behaupten auch wir mit der größten Entschiedenheit und ziehen daraus den Schluß, daß diese wunderbaren Thatsachen aus keiner natürlichen Ursache entspringen. Daß aber diese Thatsachen geschehen sind, ist historisch bewiesen und diese historische Gewißheit wird von der physikalischen Gewißheit der Naturgesetze gar nicht berührt. Daß die Wunder nichts Alltägliches, sondern etwas Außerordentliches sind, behaupten auch wir auf das Allerentschiedenste; die alltägliche Erfahrung, daß gewöhnlich keine Wunder geschehen, steht aber mit der nicht minder feststehenden Erfahrung, daß ausnahmsweise Wunder geschehen, in vollem Einklang.

Dogmatische Theologie von Dr. J. B. Heinrich, Domdekan, Generalvikar und Professor der Dogmatik am bischöflichen Seminar zu Mainz, erster Band, Mainz 1873, S. 369-370, Anm. 1.
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Guntherus de Thuringia

Das "nicht von Menschenhand gemalte" Bild von Guadalupe und das Fegefeuermuseum in Rom sind zwei treffliche Beispiele. Ich fange bei letzterem an. Dazu ein Link zu einem bebilderten Artikel von kath.ch: Grüsse aus dem Fegefeuer- Besuch in Roms kuriosesten Museum

Der erste im Artikel geschilderte Fall ist wie folgt:
《Da ist zum Beispiel die Nachtmütze von Louis Le Sénéchal – samt der eingebrannten Fingerabdrücke seiner Frau Louisa. Louisa erschein ihrem Mann zwei Jahre nach ihrem Tod, im Jahr 1875. Sie bat Louis um Gebete und die Stiftung heiliger Messen. So würde Louisas Seele den Qualen des Fegefeuers schneller entkommen. Damit Louis am nächsten Morgen nicht denken würde, es sei alles nur ein trunkener Traum, hinterliess Louisa ihrem Gatten ihre russigen Fingerabdrücke auf der Schlafmütze.》
Angenommen, alles ist korrekt, überprüfbar und hinreichend dokumentiert mit eidesstattlicher Erklärung usw., dann erhebt sich die Frage: Inwiefern liegt hier ein göttliches Wunder vor?

Die Naturwissenschaft lehrt, daß durch die bloßen Kräfte der Natur Thatsachen, wie die Wunder, unmöglich stattfinden können – und gerade Das behaupten auch wir mit der größten Entschiedenheit und ziehen daraus den Schluß, daß diese wunderbaren Thatsachen aus keiner natürlichen Ursache entspringen.
Würden Sie freundlicherweise ein Wunder als Beispiel anführen?

Eugenia-Sarto

Gott sei gedankt, daß er unserer menschlichen Schwäche zu Hilfe kommt, indem er immer wieder viele und außerordentliche Wunder gewirkt hat, damit wir leichter glauben können, daß Er existiert.

Werte @Eugenia-Sarto, könnten Sie bitte ein solches Wunder angeben?

Sunamis 49

Guadeloupe in Mexiko zB
das arme seelen museum in rom

Danke.

Eugenia-Sarto

Fatima Sonnenwunder, Tausende von Krankenheilungen in Lourdes.