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"Ärzte für das Leben": Die "neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse" zur Pille danach gibt es nicht

(gloria.tv/ PM) Vor dem Hintergrund der anhaltenden Debatte um die Wirkungsweise und Abgabe der „Pille danach“ hat der Verein „Ärzte für das Leben e.V.“ kritisch Stellung bezogen.

„Die in unserer Kultur geforderte und im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland gesetzlich verankerte Achtung der Würde eines jeden Menschen und des Verbots seiner Tötung wird in der medizinischen Praxis vor allem in sog. Grenzsituationen des Lebens nicht konsequent durchgehalten und immer wieder relativiert“, erklärte der 1. Vorsitzende der Ärzte für das Leben e.V., Prof. Dr. med. Paul Cullen in Münster.

„Paradigmatisch für eine solche medizinische Grenzsituation ist der Zustand von Menschen, die gerade ins Leben getreten sind, den Embryonen unmittelbar nach der Befruchtung. Zu diesem Zeitpunkt ist bereits der Mensch als Ganzheit angelegt, die sich unter günstigen Umweltbedingungen aus sich heraus weiter in die verschiedenen Phasen des Menschen entfalten wird, ohne dass neue Veranlagungselemente von außen hinzukommen. Klare biologische Einschnitte, die das Bereits-Menschsein vom Noch-nicht-Menschsein trennen, sind in diesem Entwicklungskontinuum nicht nachweisbar“, so Prof. Cullen.

In diesen Kontext falle die mediale Debatte um die "Pille danach". Dabei wurden "neuere wissenschaftliche Erkenntnisse" erwähnt, die zeigen sollen, dass die derzeit in Deutschland zu diesem Zweck zugelassenen Medikamente (1) ihre Wirkung ausschließlich über eine Hemmung der Befruchtung - im wesentlichen durch Verhinderung des Eisprungs - ausüben, und nicht durch Hemmung der Einnistung der befruchteten Eizelle (2).

„Aus Sicht der Ärzte für das Leben gibt diese Annahme nicht den wissenschaftlichen Kenntnisstand wieder: zwar wirkt die "Pille danach" auch über eine Verhinderung des Eisprungs, doch wird je nach Zyklusstand der Frau nach derzeitigem wissenschaftlichem Kenntnisstand auch die Einnistung des Embryos verhindert. Medikamente, die die Einnistung von Embryonen verhindern, sind keine "Notfallkontrazeptiva", sondern Mittel zur Abtreibung. Denn durch diese wird nicht die Entstehung eines Menschen unterbunden, sondern ein bereits existierender Mensch getötet, der unseren Schutz verlangt. Die stillschweigende Akzeptanz seiner Tötung - in welchem Kontext auch immer - höhlt unweigerlich die Prinzipien des Tötungsverbots und der Menschenwürde auf breiter Front aus“, sagte Prof. Cullen.

Ärzte für das Leben e.V. ist eine seit 1991 bestehende nicht-konfessionelle und unabhängige Gemeinschaft von Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen, die sich für das Leben von der Befruchtung bis zum natürlichen Tod einsetzt.

Fußnoten:

(1) Derzeit sind hierfür zwei Präparate zugelassen: das Gelbkörperhormon Levonorgestrel in einer hohen Dosierung von 1,5 mg sowie Uliprisalacetat, ein Modulator des Rezeptors für das Hormon Progesteron, in einer Dosierung von 30 mg.

(2) Beispielsweise Presserklärung des Berufsverbands der Frauenärzte e.V. vom 24.01.13: „Beide Medikamente greifen deshalb nicht in das Werden eines bereits gezeugten Menschen ein. Sie sind als Verhütungsmittel einzustufen, nicht als Mittel für einen Schwangerschaftsabbruch.“

Über Ärzte für das Leben e.V.:

Ärzte für das Leben e.V. ist eine seit 1991 bestehende nicht-konfessionelle und unabhängige Gemeinschaft von Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen, die sich für das Leben von der Befruchtung bis zum natürlichen Tod einsetzt und für die bedrohte Freiheit des Arztberufs, damit Ärzte sich unbeeinflusst von den Interessen Dritter für das Heil ihrer Patienten in hippokratischer Tradition einsetzen können.
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Das trifft ja auch auf "kirchen's" zu...
Wie Internetkommentare die Wissenschaft verändern
Unsachliche Postings im Internet verändern das öffentliche Bild der Wissenschaft. Ein Experiment zeigt: Artikel mit provokanten Kommentaren polarisieren die Meinungen der Leser.
Mehr dazu in science.orf.at/stories/1712841

Zet.

@Josef O.,
ja, aber auch wirklich nur ganz zufällig.
Übereinstimmung ist unbeabsicht.
Wie sagte doch ein gelehrter Franzose vor 250 Jahren:
Der Stil ist der Mensch.
Insofern ist es natürlich nicht wenig verlangt von jemand, seinen Stil zu ändern.
Notfalls mit Humor ertragen!
🤨

Josef O.

@Zet.
Denken Sie da vielleicht rein zufällig an clarissa colonia ???

TomLuka

@Magdalene: Aktueller Klinikleitfaden Gynäkologie und Geburtshilfe, Auflage 2013, S.601, 16.3.5 Postkoitale Kontrazeption (Morning-after-Pill), Prinzip: Verhinderung der Nidation (Einnistung) der befruchteten Eizelle
www.smolenskcrash.eu

MMeger

Die Bischöfe berufen sich auf die Erklärung von Kardinal Meisner. Dieser beruft sich auf eine falsche Studie, man ließ ihn nämlich glauben, diese für Pharma-Industrie und Abtreibungslobby erstellte und von ihnen finanzierte Studie sei glaubwürdig. Die eine "Expertin" ist sogar Präsidentin von Fiapac. Seltsam taub und blind, gerade von jüngeren, google-fähigen Bischöfen wie Overbeck!

Bonifatius-Franz

Wenn es die Studien nicht gibt, worauf berufen sich die Bischöfe denn dann?

Eremitin

ja und total ungehorsam gegenüber dem Heiligen Vater...enttäuschend!

Zet.

Nach dem Beratungsschein, dem erotisch-esoterischen Weltbildverlag und den falschen Wandlungsworten ist das ein weiterer großer Skandal der deutschen Bischöfe - gerade rechtzeitig zur Sedisvakanz.

a.t.m

Sehr geehrte Eremitin: Die Bischöfe des deutschsprachigen Raumes nehmen nur das ernst was ihnen Geld (zahlende Vereinsmitglieder) kosten könnte, und um den Götzen Mammon ja nicht zu verärgern sind sie (zumindest in meinen Augen) auch bereit über Leichen zu gehen, Gott dem Herrn und seinen Heiligen Willen als auch die Tradition der Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche, zu Verraten, zu Lästern und zu Verwerfen. Das beste Beispiel ist ja dafür die "Körperschaft öffentlichen Rechts katholische Kirche Österreichs", leider!!!
Geld regiert die Welt und nicht mehr der Glaube, so wie es dereinst war und eines Tages wieder sein Wird.
Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen.

MMeger

Ich sag nur: Weg mit der Kirchensteuer und zweifelhaften Angestellten und Experten!

TomLuka

Versteh ich auch nicht wie die Bischöfe das nicht verstehen können. Ist doch glasklar oder etwa nicht?
www.smolenskcrash.eu

Eremitin

nahmen das denn die Bischöfe nicht zur Kenntnis?