Felix Staratschek

Demokratie und Wahlen - geht das oder ist genau das der Fehler im System?

Ein Diskussionsbeitrag von Felix Staratschek

Ich halte die Parteien-Wahl-Oligarchie für überholt und gescheitert. Es ginge unserem Land besser, wenn wir Loskreise statt Wahlkreise hätten, es werden 600 Menschden ausgelost, die den Bundestag bilden. Der Kanzler wird direkt gewählt und schreibt die Ministerstellen aus. Der Bundestag kann mit einer 3/4-Mehrheit die Ernenung eines Ministers verhindern.

Das Los wird ein jahr vor Ende der Losperiode gezogen, damit der scheidende Ausgeloste den neuen Ausgelosten anlernen kann, so dass jeder 5 Jahre dieses Amt inne hat. Der Arbeitgeber muss den Ausgelosten freistellen und später wieder einstellen, er kann eine befristete Einstellung als Ersatz für einen Ausgelosten vornehmen. Eine Nichtannahme des Losamtes ist möglich, muss aber begründet sein, das man unabkömlich ist, dass man als Privatunternehmer seine Kunden verlieren würde, dass man es familiiär nicht schafft......

Es werden immer 10 Leute ausgelost, so dass im Falle eines Amtsverzichtes ein Nachrücker da ist. Diese 10 Leute treffen sich regelmäßig mit dem Amtsinhaber und besprechen mit dem die Politik. Das ist auch digital möglich.

Bis wir eine durch Los bestimmte Volksvertretung haben müssen wir natürlich die Parteien wählen, die das kleinste Übel sind. Aber ich bin mir sicher, 600 aus dem Volk geloste Vertreter sind besser, als die Angehörigen einer Partei-Oligarchie, die über die Parteimitgliedschaft keine 2% der Bevölkerung repräsentieren.

Und die Auswahlverfahren der Parteien bringen oft den besten Wadenbeißer, Blender oder Populisten nach oben, aber nicht den fähigsten Kopf. Schon der Typ von mensch, der bereit ist einer Partei beizutreten ist nicht representativ für die Gesellschaft. Natürlich gibt es Menschen die was für andere erreichen wollen, bei sonstigen Parteien wahrscheinlich viel öfter als bei Parteien über 5%. Aber die kommen in dieser Hierachie meist nicht weit.

Natürlich wird das Los auch mal auf Idioten fallen, es ist aber unwahrscheinlich, dass Idioten so oft gelost werden, wie die durch Parteien nach oben kommen.

Solange es Wahlen gibt, brauchen wir die integrietre Stichwahl bei den Erststimmen. Jeder bekommt 3 Stimen und darf drei Leute ankreuzen, denen er das Amt zutraut. Heute kann jemand gewählt werden, den 70% oder 80% nicht wollen. Theoretisach kann man einen Wahlkreis mit 5% gewinnen wenn alle anderen nur 4,9% und weniger erriechen.

Bei Wahlen wäre mein Vorschlag:

300 Sitze per Liste, 300 per Wahlkreis mit integrierter Stichwahl, keine Sperrklausel mehr.

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Theresia Katharina

Stimmt, Dummheit ist ein noch gefährlicherer Feind als Bosheit. (D. Bonhoeffer)

Lutrina

Ihren Vorschlag finde ich gar nicht so schlecht! Wobei ich den Kreis der Auszulosenden einschränken würde, etwa auf Familienväter. Kinderlose haben ihre eigene Zukunftslosigkeit erwählt und sollte somit auch nicht über die Zukunft eines Landes bestimmen.

Felix Staratschek

Es wäre besser über eine Umlage alle an den Kosten für Kinder zu beteiligen. Denn ich will mir bei keinem ein Urteil über den Grund der Kinderlosigkeit fällen. Auch Eltern können massiv manipuliert sein. Und warum soll nicht auch mal ein Pfarrer oder Ordensmensch ausgelost werden? Ich bin ja selber Teil des demographischen Kollaps. Das nimmt einen aber nicht die Erkenntnis wie wichtig Familie ist und das auch in der generativen Folge eine Gesellschaft nachhaltig sein muss.
Das Losen wird auch nicht sofort eine bessere Gesellschaft schaffen, weil natürlich die Menschen so wie die akut manipuliert werden, die auch ausgelost werden. Was wegfällt sind Fraktionszwänge und Parteiideologien. Die Leute werden hoffentlich mehr und freier debattieren. Keiner muss sich Sorgen machen um seine Wiederwahl, eine zweite Periode ist denkbar, aber so wahrscheinlich wie ein sechser im Lotto. Man muss also vorher und nachher ein Leben meistern und kann nicht über Parteien als Studienabbrecher Karriere machen. Politik als Karriere wird es weniger geben. Natürlich besteht die Gefahr, dass Politiker gekauft werden. Aber ohner die Fraktionen ist es unmöglich, mit wenigen Leuten eine ganze Partei umzulenken, wie dies heute geschieht. Diese wenigen meinungsbildner kann man dann mit Posten belohnen. Es müssten dann pro Los-Periode einige 100 Posten gexchaffen werden um die Parlamentarier zu kaufen.

Lutrina

Pater Schmidberger ist übrigens auch der Meinung, daß Familienväter die Politik eines Landes bestimmen sollte .
Priester und Ordensleuten ist die Politik im übrigen von Kirchenrechts wegen versagt.