Interview: Üble Verfilzung zwischen Politik und Bischöfen
Kirchmair erinnert sich, wie er einmal vor Die Presse darüber sprach, für Opfer der Abtreibung wenigstens Begräbnisstätten zu errichten. Er wurde zwei Tage später vom damaligen Grazer Bischof Kapellari vorgeladen, der ihm sagte, er solle zur Kindesabtreibung "nicht so freimütig" reden.
Für Kirchmair sind die Bischöfe bei Lippenbekenntnissen geblieben und gehen Auseinandersetzungen mit Politik und Medizin feig aus dem Weg.
Er kommentiert die Abtreibungsindustrie, die Verwertung von Körperteilen abgetriebener Kinder und das jüngste Urteil des obersten US-Gerichtshofs gegen die Abtreibung. Er konstatiert einen roten Faden zwischen der Abtreibung, dem Missbrauch der Abtreibungsleichen für die Pharmaindustrie und den Impfzwang.
Kirchmair warnt davor, dass Leute, die glauben, eine Verfügungsgewalt über den Mitmenschen zu haben, eine schreckliche Vorstellung über den Menschen an den Tag legen. Für sie ist der Mensch ein Wesen, der seinen freien Willen verloren hat und dem man einen Chip implantieren kann, um ihn steuer- und kontrollierbar zu machen:
„Diese Schwabs und Gates und Konsorten sind auf ihrem Weg, den sie schon seit Jahrzehnten verfolgen, schon relativ weit.“ Wer ein gewisses spirituelles und religiöses Empfinden habe, merke, dass da ein „massiver böser Geist dahintersteckt“.
In Österreich sieht Kirchmair hinter den Kulissen eine viel zu grosse Verfilzung zwischen Politik und Amtskirche. Er nennt Caritas, Kirchensteuer und Renovierungen. Nur noch "politisch korrekte" Figuren würden zu Bischöfen ernannt. Jeder Pfarrer müsse mit dem Bürgermeister zurechtkommen, und sei es auch ein Schweinehund oder Ehebrecher.
Kirchmairs Forderung: „Wir brauchen eine Kirche, die Seelsorge macht. Nicht die Politik macht. Die Seelsorge machen heute Psychologen und Psychiater. Es ist ein riesiges Vakuum entstanden.“ Die Kirche müsse die Leute in der Krise zur Umkehr aufrufen, was nicht geschehe.
Kirchmair lobt die Initative „Priester 22“, bei der 120 Priester den Mut hatten, sich angesichts der Injektionspflicht gegen ihre Injektionsbischöfe zu stellen.