Katrin Kaufmann

Und wenn dieser Siebtklässler dann im Wirtschaftsunterricht sagt, man könne der Wirtschaft doch einfach „KI-Gutscheine“ austeilen, damit sie den Anschluss an das 21. Jahrhundert nicht verliere, bedenke man abermals: Pubertäre Vorstellungen von Politik sind nichts Ehrenrühriges, solange man pubertiert. Anders sieht es aus, wenn man erwachsen wird. Dann sollte man in der politischen Auseinandersetzung auf solche naiven Vorschläge verzichten. Es sei denn, man ist in der SPD. Denn dann kann man damit offenbar sogar Karriere machen.

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KI-Gutscheine, Erbschaftsteuer, „Deutschland-Korb“ - Neid und Ideenlosigkeit: Zum Zustand der SPD

- Neid und Ideenlosigkeit: Zum Zustand der SPD
Mit ihren wirtschaftspolitischen Ideen wirkt die SPD heute wie ein politischer Siebtklässler. Die Sozialdemokraten haben den Kontakt zu ihren früheren Milieus verloren, flüchten in Ressentiments und ringen mit erstaunlicher Naivität um verlorene Wähler – die sie in Wirklichkeit vergraulen.
Wenn ein Siebtklässler in einer Gruppenarbeit im Politikunterricht den Vorschlag macht, zur Abfederung der hohen Lebensmittelpreise solle man den Einzelhandel verpflichten, bestimmte Lebensmittel zu festgelegten Preisen anzubieten – in einem sogenannten „Deutschland-Korb“ –, sollte man in der Reaktion darauf immer bedenken, dass es ein Siebtklässler war, der diesen Vorschlag gemacht hat. Irgendwo zwischen Kindheit und Heranwachsen, von den Wirren der Pubertät vermutlich in seinem politischen Werden mitunter abgelenkt.
Und wenn dieser Siebtklässler dann im Wirtschaftsunterricht sagt, man könne der Wirtschaft doch einfach „KI-Gutscheine“ austeilen, damit …

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